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  • Genomuntersuchungen zum Schutz des Goldscheiteltauchers (Podiceps gallardoi) in Argentinien

Der Goldscheiteltaucher ist eine stark gefährdete Vogelart im südlichsten Teil des Argentinischen Festlands. Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1974 ist die Population bereits um 80% auf nunmehr ca. 800 Vögel geschrumpft. Gefährdungen gehen von invasiven Mardern und eingeführten Forellen aus, aber auch von klimatischen Veränderungen. Da die Art im Winter ostwärts an die Atlantikküste migriert, im Frühjahr aber auf dieselben Andenplateaus zurückzukehrt, soll mittels ddRAD getestet werden, ob Individuen ortstreu (philopatrisch) zu immer denselben Plateaus zurückkehren und sich somit eine deutliche genetische Populationsstruktur herausgebildet hat.

Gefördert durch ein Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für Dr. B. Mahler.

Projektteam:
Dr. Bettina Mahler (Gastwissenschaftlerin, Assist. Prof. Universidad de Buenos Aires)
 
 
  • Mehrlingsgeburten beim Menschen – Unterscheidung von stabilen und dynamischen Ursachen der Heterogenität

Historische Daten zu Mehrlingsgeburten aus mehreren europäischen Ländern werden herangezogen, um in Simulationen die Ursachen der Unterschiede im Auftreten von Mehrlingsgeburten zwischen Individuen, und im Lebensverlauf bei denselben Individuen entflechten zu können.

Projektteam:
 
Ehemalige Projektmitarbeiter:
Dr. Ian Rickard (Gastwissenschaftler, Universität Durham UK)
 
  • Graduelle Klimaveränderungen versus Naturkatastrophen – welches sind die Treiber der Evolution?

In diesem Vorhaben werden Daten zur Klimarekonstruktion, DNA-Sequenzdaten sowie Daten zur Verbreitung der Arten erzeugt und einer gemeinsamen Analyse unterzogen, um den Einfluss zweier starker Faktoren auf die Artenvielfalt und deren Verteilung im artenreichsten Gebiet Südostasiens, dem Sundaschelf, zu untersuchen.

Gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz-Wettbewerb 2013-2016, Projekt IZW-2-2013)

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Projektteam:
 
Ehemalige Projektmitarbeiter:
Dr. Renata Martins
 
  • Epigenetische Einfluss des Vaters: Geben Väter ihre Erfahrungen an ihre Söhne weiter?

Epigenetische Veränderungen erhöhen im Falle einer Umweltveränderung die Anpassungsfähigkeit  in den betroffenen Individuen. Diese epigenetische Veränderung erfolgt nicht nur in der unmittelbar betroffenen Generation, sondern kann, sozusagen als Informationsspeicher der Umweltveränderung, auch an nachfolgende Generationen weitergegeben werden. In Zeiten globaler Erwärmung und sich veränderter Vegetation untersuchen wir daher, welche epigenetische Veränderungen in einer Wildsäugetierart (Wildmeerschweinchen) auftreten, wenn die Umweltveränderung, entweder in einem Temperaturanstieg auf 10 °C über Umgebungstemperatur oder in einer Verringerung des Eiweißanteils der Nahrung um 40% besteht. Wir setzten erwachsene Männchen diesen Umweltveränderungen aus und untersuchten sowohl deren epigenetische Veränderungen, als auch eine eventuelle väterliche Weitergabe dieser Veränderungen an den männlichen Nachwuchs. Unsere Ergebnisse im Nachwuchs zeigen, dass die Väter ihren Söhnen epigenetische Informationen vererben

Gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft, SAW Pakt Projekt 2011-2014 (SAW-2011-IZW-2), € 1.2M

Projektbezogenen Publikationen

Projektteam:
Dr. Katrin Rübensam
Dr. Romy Waurich
Irina K. (Field station Niederfinow)
Dr. Katharina T. Schrapers
Marie Jeschek
Tzu Hung Chung (Zymo Research, USA)
Selma Yasar
Martina Schneemann
Stephan Karl
Prof. Dr. Chen Wei (MDC)

 

Zuletzt aktualisiert am 18 Dezember 2019