IZW - Das Institut für Zoo- und Wildtierforschung |
Kooperationen
egzac -european group on zoo animal contraceptionObwohl viele Kontrazeptionsmethoden verfügbar sind, erweist sich die Bereitstellung von sicheren und effektiven Kontrazeptionsstrategien für Tiere, wo die verschiedenen Arten höchst unterschiedlichen Reproduktionsphysiologien aufweisen können, als schwierig. Innerhalb der globalen Zoogemeinschaft gibt es umfangreiche Erfahrungen mit einer Vielzahl von Kontrazeptionspraktiken, aber dieses Wissen ist teilweise weit gestreut. In Nordamerika wurde daher eine zentrale Informationsquelle über Kontrazeption verbunden mit einer Datenbank, die detaillierte Informationen über die Effizienz der verschiedenen Kontrazeptionsmehtoden enthält, eingerichtet. Als ein Ergebnis hat die Datenbank des AZA Wildlife Contraception Center (AZA WCC) heute mehr als 21.000 Einträge und ist in der Lage, Richtlinien für verschiedene Spezies herauszugeben. Diese Richtlinien haben jedoch ihre Einschränkungen für die europäische Zoogemeinschaft, da nicht alle nordamerikanischen Kontrazeptionsmethoden in der europäischen Union verfügbar sind und umgekehrt die europäische Zoogemeinschaft Zugang zu Produkten hat, die in Nordamerika nicht erhältlich sind. Zu diesem Zweck haben wir die EGZAG ins Leben gerufen. Wir sind eine Verbund von Tierärzten, Tiermanagern und Forschern, die an der Kontrazeption von Wildtieren interessiert sind. Aufgaben der EGZAG:
• Unterstützung der Gründung einer EU-Kontrazeptions-Beratungsgruppe
IZGeVA - Interdisziplinäres Zentrum für Genetische Variabilität und AnpassungsfähigkeitDie Initiative hat zwei Ziele für die erste Förderperiode von fünf Jahren: 1. Kooperationen zu den Forschungsschwerpunkten: Themenkomplex 1: "Biodiversität, Phylogenie und Evolution"
(koordiniert von Dr. Matthias Glaubrecht 2. Aufbau eines Funktionslabor
reproTier - KompetenzverbundDie Bündelung von Kompetenzen zur Erzielung nachhaltiger Ergebnisse in der Reproduktionsmedizin ist das primäre Ziel des Verbundes.
ZIBI - Zentrum für Infektionsbiologie und Immunität in BerlinWir freuen uns über die gute Entwicklung des ZIBI. Diese Kooperation ist ein Ausdruck unserer engen Verflechtung als Leibniz-Institut mit den universitären und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen im Berliner Umfeld.
Computertomographie in der (Wild-)TiermedizinEin innovatives Modell der Zusammenarbeit zwischen dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der Freien Universität Berlin Das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der Fachbereich Veterinärmedizin (Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere) der Freien Universität Berlin feiern am Freitag, 6. Februar 2004, in Berlin-Düppel die Einweihung eines neuen Computertomographen. Es handelt sich um ein modernes Hochleistungs-Mehrschicht-CT-Gerät, das in einer ganz neuen Form wissenschaftlicher Zusammenarbeit genutzt werden wird. Zur Einweihung werden auch der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Hans-Olaf Henkel, sowie der Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, erwartet. Das IZW und die Kleintierklinik wollen mit dem Computertomographen gemeinsam (wild-)tiermedizinische Forschung betreiben. Sie haben vor, damit Organe sowie physiologische und pathologische Prozesse zu untersuchen. Das Verfahren erlaubt einen Blick ins Körperinnere und kann auch zeitliche Veränderungen dokumentieren. Das gemeinsame medizinische Forschungsvorhaben stärkt die strukturelle Verflechtung von universitärer und außeruniversitärer Forschung. Mehr noch: Auch die Industrieforschung wird mit eingebunden. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Industriepartner "General Electric" entwickeln die Beteiligten wegweisende CT-Software-Applikationen und passen in der Humanmedizin eingesetzte Software an die spezifischen Belange der Veterinärmedizin an. Die Einsatzgebiete des neu installierten CT umfassen beispielsweise anatomisch-morphologische Grundlagenforschung (Studien zur Anatomie repräsentativer Wildtierarten), stammesgeschichtliche Untersuchungen (etwa vergleichende Anatomie der Geschlechts- und Vokalorgane bei Säugetieren) sowie angewandte Forschung (wie Fruchtbarkeitsstörungen bei Elefanten). In der klinischen Forschung stehen vor allem Knochen im Mittelpunkt. Es geht um die Bildung und Entwicklung des Knochens (Osteogenese), den Knochenstoffwechsel und die Besonderheiten des Frakturheilungs-prozesses bei Hauskatzen. Des Weiteren sind vergleichende CT-Analysen der verschiedenen Kno-chenheilungsverfahren (Osteosynthese) geplant. Die Kombination von Grundlagenwissenschaft und anwendungsorientierter Forschung eröffnet innovative Wege der Drittmitteleinwerbung, um die anfallenden Personal- und Betriebskosten abzudecken. Die Partner dieses Gemeinschaftsprojektes erwarten von der neuartigen Form der Zusammenarbeit in der deutschen Wissenschaftslandschaft, dass so die begrenzten Investitionsmittel optimal eingesetzt werden und zu beträchtlichen wissenschaftlichen Synergieeffekten führen.
Ansprechpartner an der FU
Berlin:
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