Forschung |
FeldforschungsstationSeit 1994 besteht unweit von Eberswalde die Feldforschungsstation des IZW. Auf einer Fläche von ca. 4 ha werden vor allem Rehe, Hasen und Mufflons gehalten. Es bestehen mehrere untereinander vernetzte naturnahe Gehege zur Tierhaltung zur Verfügung, die einen schonenden Fang der Tiere, störungsarme Beobachtung und gezielte Untersuchungen ermöglichen. Auf der Station befinden sich Untersuchungs- und Aufenthaltsräume sowie die notwendige Infrastruktur zum Unterhalt der Anlage und der Versorgung der Tiere. Untersuchungen finden zur Fortpflanzungsbiologie der Rehe , zur Nahrungswahl, Energieallokation und saisonalen Anpassungen statt. Rehe haben als einzige Tierart unter den Huftieren eine embryonale Diapause (Keimruhe) von August bis Dezember entwickelt. Obwohl die Paarung bereits im August stattfindet, werden die Kitze erst im Mai des darauf folgenden Jahres geboren. Damit wird die energieintensive Hochträchtigkeit und die Phase der Milchbildung in eine Zeit optimaler Futterversorgung verschoben. Gerade als selektive Wiederkäuer sind Rehe auf hoch verdauliche Nahrungspflanzen angewiesen, die sie nur während der Vegetationsperiode finden können. Mitarbeiter: Robert Schilke, Bärbel Baumann
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