Forschungsgruppe 4: Reproduktionsbiologie
 
 

Forschungsgruppe 4: Reproduktionsbiologie

Detaillierte Darstellungen unserer Forschungsprojekte finden Sie unter Themen und Projekte (in Englisch)
 

Im Mittelpunkt der Forschung stehen  Arbeiten zur Genese und Biologie der Keimzellen, zur Befruchtung und frühen Embryonalentwicklung. sowie zu endokrinen Mechanismen der Reproduktion in Abhängigkeit von genetischen, sozialen und ökologischen Faktoren. Das bessere Verständnis der verschiedensten Reproduktionsstrategien von Wildtieren bildet eine essentielle Grundlage für den Einsatz von Techniken der assistierten Reproduktion bei Wildtieren, wobei wir uns auf Verfahren zum Monitoring von Hormonen in Urin und Kot, auf die Gefrierkonservierung von Gameten, sowie die Entwicklung von In-vitro-Techniken konzentrieren

Andrologie
Von Bedeutung sind dabei Methoden wie Spermagewinnung, -beurteilung und -konservierung bei verschiedenen Tierarten. Forschungsarbeiten zielen auf die Charakterisierung zellulärer biochemischer und biophysikalischer Eigenschaften von Spermienmembranen und Komponenten des Seminalplasmas, die von Relevanz für die jeweilige Befruchtungsstrategie sind und deren Kenntnis für den Erfolg von In-vitro-Techniken (beispielsweise der Gefrierkonservierung von Spermienzellen) eessentiell ist. Die Variabilität der männlichen Keimzellen aber auch die Art der Befruchtung (in vivo, in vitro, ICSI) kann die Qualität der frühen Embryonen  beeinflussen.

In-vitro Techniken
Die Einschätzung der Spermienqualität mit moderner Mikroskopie und Durchflusszytometrie, die artspezifische Gestaltung von Gefrierkonservierungsverfahren, aber auch die Etablierung von molekularen Parametern zur Charakterisierung der frühen Embryonalentwicklung stellen neue Herausforderungen dar.

Ovarphysiologie
Während die Gewinnung von männlichen Keimzellen für den Einsatz der assistierten Reproduktion bei vielen Tierarten möglich ist, stehen befruchtungsfähige weibliche Keimzellen oft nur begrenzt zur Verfügung. Die Erschließung der Eizellreserve im Ovar durch Aktivierung des ruhenden Pools, der Primordilafollikel, steht daher ebenfalls im Fokus unserer Arbeit. Unsere Forschung konzentriert sich deshalb auf die Etablierung von wiederum spezifischen Verfahren zur Gefrierkonservierung der ovariellen Rindenschicht und auf die in-vitro Kultur von Follikeln, Eizellen und Embryonen.

Hormonmonitoring
Die Bestimmung von Hormonmetaboliten in Kot oder Urin ist wichtiger ein Schwerpunkt unserer Forschung. Hier orientieren wir uns auf die Neuentwicklungen bzw. Adaptationen der Messverfahren auf die jeweilige Spezies, da artspezifische Besonderheiten bei der hormonellen Regulation und der Hormonmetabolisierung zu berücksichtigen sind.

Feto-maternale Interaktionen
Insbesondere die nicht-invasive Diagnose von Trächtigkeiten stellt hohe Ansprüche an das analytische Know-how. Unsere Aktivitäten zielen auf spezifische Signale der Plazenta, die in Urin oder Kot nachzuweisen sind. Um diesen Forschungschwerpunkt auszubauen, haben wir die chemische Analytik (LC-MS) verstärkt und werden auf molekularer Ebene nach spezifischen plazentären Signalen suchen.

Detaillierte Darstellungen unserer Forschungsprojekte finden Sie unter Themen und Projekte (in Englisch) 

 

 

Mitglied im Kompetenzverbund
ReproTier