Angewandte
Methoden
1. Ultrasonographie
[Geräte
und Einsatzgebiete]
2. Computertomographie
[Geräte
und Einsatzgebiete]
3. Videochip
- Endoskopie [Geräte
und Einsatzgebiete]
4. Elektronenmikroskopie
[Geräte
und Einsatzgebiete]
5. Lichtmikroskopie
[Geräte
und Einsatzgebiete]
6. Anatomische
Präparationen [Einsatzgebiete]
7. Geschlechtsspezifische
Auftrennung von Spermatozooen [Geräte und Einsatzgebiete]
8. Gefriertechniken zur Gametenkonservierung
[Geräte
und Einsatzgebiete]

Ultrasonographie
Darstellungsmodi (bei verschiedenen Gerätetypen):
- Farbdoppler (Darstellung von Flüssigkeitsbewegungen)
- High-Frequency-Resolution (Darstellung von oberflächlich
gelegenen Kleinststrukturen bis minimal 50µm)
- 3D (Darstellung von dreidimensionalen Zusammenhängen
am Standbild)
- 4D (Darstellung von dreidimensionalen Zusammenhängen
am bewegten Bild)
Einsatzgebiete
- Diagnostik des Sexualzyklus
- Trächtigkeitsdiagnose und Überwachung
- Geschlechtsbestimmung bei Reptilien
- Archivierung und retrospektiver Analyse mit Vermessung physiologischer und
pathologischer Strukturen
Die Aufzeichnungen aus der ultrasonografischen Analyse werden
zusammen mit den computertomografischen Daten in der Bilddatenbank archiviert.
Computertomographie

Die Computertomographie ist ein
wichtiges bildgebendes Diagnoseverfahren, das erst allmählich in die
Wildtiermedizin Eingang findet. Die Vorteile liegen in der zerstörungsfreien
Visualisierung auch feiner Details in Schnittbild und räumlicher Darstellung.
Seit 2004 betreiben das IZW und der Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin gemeinsam einen Computertomographen (4-Schicht-Spiral-CT,
General Electric) in der Klinik und Poliklinik für kleine Haustiere der FU. Mit
diesem System wurden bis Januar 2010 neben 11.000 Einzeluntersuchungen an Haus-
und Heimtieren über 500 ausgewählte 3D-Datensätze von verschiedenen Wildtieren
erstellt. Diese Etappe stellte den Beginn der systematischen
computertomographischen Untersuchungen an nicht domestizierten Tieren als eigene
Forschungsrichtung dar.
Mit der Installierung eines neuen Hochleistungs-CT im IZW im Jahr 2009 aus Mitteln des Konjunkturpakts II wurde dieser
Forschungsbereich erheblich ausgebaut. Der Toshiba Aquilion CX erfasst 128
Schichten pro Rotation mit einer Auflösung von 0,25 mm. Die minimale
Rotationszeit von 0.35 Sekunden pro Rotation „friert“ bewegte Strukturen im
Wildtier ein und ermöglicht eine bisher nicht gekannte Schnelligkeit und Hochauflösung. Bewegungsartefakte werden minimiert bzw. eliminiert, die
notwendige Narkosezeit auf einen Bruchteil der Dauer mit konventionellen Geräten reduziert. Die
Kombination dieses High-Tech CT mit einem Patientenschwerlasttisch (für
Patienten bis zu 300 kg, Scan-Bereich bis 200 cm) ist
weltweit einzigartig. Weiterhin ist auch eine besonderer Modus, ein sogenannter
dynamischer Scan möglich, wobei das Gerät auf der Stelle in andauernder Rotation
dynamische Veränderungen in einem ausgewählten Bereich (Region of Interest)
erfassen kann. So können Bewegungen dargestell oder an- und abflutendes Kontrastmittel dargestellt werden.
Darstellungsmodi:
- 2D Darstellung der digitalen Datensätze als native Computertomogramme (axiale Schichten)
- 2D Darstellung in allen anderen Ebenen: Sagittal, coronal, oblique
- 3D Darstellung der digitalen Datensätze
- 4D Darstellung dynamischer CT-Datensätze, z. B. Bewegungen oder An- und Abfluten von Kontrastmittel mit 20 Volumen/s
- virtuelle Endoskopie
Einsatzgebiete
- Darstellung der topographischen Beziehungen ausgewählter
Strukturen/ Organe am lebenden Tier
- Anatomische Vergleichsuntersuchungen: Darstellung der Luftführenden
Wege bei verschiedenen Säugetierspezies
Die digitalen Datensätze aus der computertomografischen
Analyse werden zusammen mit den ultrasonographischen Daten in der Bilddatenbank archiviert.
Videochip
- Endoskopie
Einsatzgebiete
- künstliche Besamung
- minimal-invasives Ovum-pickup bei Nashornspecies
- nicht-chirurgische Darstellung der inneren Geschlechtsorgane
des Elefanten
- Gewinnung von Parotisspeichel von Wiederkäuern
Elektronenmikroskopie
Darstellungsmodi:
- Transmissionselektronenmikroskopie (Darstellung zweidimensionaler
Schnittebenen)
- Rasterelektronenmikroskopie (dreidimensionale Darstellung)
Einsatzgebiete
- Darstellung der speziesspezifischen Spermienzellmorphologie
- Prüfung der Intaktheit gefrierkonservierter Spermien
nach dem Auftauen
Elektronenmikroskopie am
IZW
Bildergalerie
Lichtmikroskopie
Darstellungsmodi:
- Phasenkontrastmikroskopie
- Fluoreszenzmikroskopie
Einsatzgebiete
- Untersuchungen der Ejakulatqualität:
- Motilität
- Konzentration
- Morphologie
- Untersuchungen histologischer Schnitte
Anatomische
Präparationen
Darstellungsmodi:
- Präparationen der knöchernen Anteile
- Präparationen der Weichteile (Muskeln, Nerven, Blutgefäßsystem)
Einsatzgebiete
- Darstellung pathologischer Erscheinungen
- Verleichende Darstellung anatomischer Verhältnisse
(innerhalb und zwischen den Spezies)
- Klärung evolutionsmorphologischer Zusammenhänge
Folgende Sammlungen sind in diesem Zusammenhang entstanden:
Geschlechtsspezifische
Auftrennung von Spermatozooen

Gefriertechniken
zur Gametenkonservierung

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