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Forschungsgruppen
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Die FG 1 erforscht die Verhaltensökologie und die
Lebensgeschichte von Wildtieren im Freiland, bestimmt
die Darwinschen Fitnesskonsequenzen von Fortpflanzungstaktiken
(wie Weibchenwahl und Spermienkonkurrenz) sowie von
anthropogenen oder natürlichen Belastungen und dokumentiert
den Wert und die menschliche Nutzung biologischer Ressourcen.
Sie setzt dabei ein weites Spektrum moderner Verfahren
der Freilandforschung und der Laboranalytik ein. Diese
schließen satelliten- und speichertelemetrische Systeme
zur Ortung und gleichzeitigen Erfassung von Verhaltensrhythmik
ein, analytische Methoden wie die mobile Gaschromatographie,
Atom-Absorptionsspektroskopie, Analyse stabiler Isotope
und ernährungsphysiologische Standardmethoden, moderne
Methoden der Verhaltensbeobachtung und Videoanalyse
sowie standardisierte Fragebögen und andere Techniken
sozialwissenschaftlicher Forschung.
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Die FG 2 verbindet die Bereiche zwischen Ökologie,
Populations- und Evolutionsbiologie und schafft damit
Vorraussetzungen für einen wissenschaftlich begründeten
Artenschutz. Die FG 2 bearbeitet außerdem Fragen der
genetischen Grundlage und Konsequenzen von Anpassungsprozessen
wildlebender Tiere. Neben molekulargenetischen Standardmethoden
(PCR, Klonierung, Sequenzierung usw.) kommen auch verstärkt
Mikroarray- und Lasermikrodissektionstechniken zur Anwendung.
Daten werden mittels phylo- und populationsgenetischer
sowie weiterführender biomathematischer Verfahren analysiert.
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Die FG 3 untersucht den Einfluss von Krankheiten
und Mortalitätsfaktoren auf freilebende Wildtierpopulationen
sowie auf Wildtierbestände in menschlicher Obhut. Als
Ökofaktor sind Krankheiten häufig an der Regulierung
von Wildtierpopulationen beteiligt. Daher bildet die
Aufklärung der wechselseitigen Übertragung von Krankheitserregern
zwischen Wild- und Haustieren sowie zwischen Wildtierarten
einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt. Ferner verfügt die
Forschungsgruppe über langjährige Erfahrung im Bereich
der Zootierkrankheiten. Die Bearbeitung der Fragestellungen
erfolgt mit Hilfe bewährter veterinärmedizinischer Standardmethoden,
der Elektronenmikroskopie sowie Methoden der molekularen
Medizin.
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Die FG 4 befasst sich mit der Biologie der Keimzellbildung
sowie der endokrinen Regulation der Fortpflanzung in
Abhängigkeit verschiedener Reproduktionsstrategien sowie
dem Wirken genetischer, sozialer und ökologischer Faktoren
auf die Fertilität von Säugetieren. Es werden biologische
Grundlagen zum Reproduktionsmanagement und dem nicht-
bzw . minimal-invasiven Monitoring von Fortpflanzung
und Belastung ("Stress") bei Zoo- und Wildtieren
erarbeitet und dabei moderne Methoden aus den Gebieten
der Zellzucht, Zytologie, Biochemie, Endokrinologie
und chemischen Analytik eingesetzt.
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Die FG 5 erforscht Reproduktionsstrategien und untersucht
die Entstehung anthropogen verursachter Fortpflanzungsstörungen
bei Wildtieren in und außerhalb menschlicher Obhut.
Für die Beantwortung dieser grundlegenden Fragestellungen
werden sowohl Methoden der evolutionären Morphologie
und der vergleichenden Anatomie als auch moderne bildgebende
Verfahren wie Ultrasonographie, Endoskopie und Computertomographie
verwendet. Aufbauend auf diesen Grundlagenuntersuchungen
werden neue Verfahren der assistierten Reproduktion
wie Gametengewinnung intra vitam , künstliche Besamung
und Kontrazeptionsprogramme entwickelt und zur Optimierung
des Reproduktionsmanagements bedrohte Tierarten eingesetzt.
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