Gute wissenschaftliche Praxis

Gute wissenschaftliche Praxis ist die Voraussetzung für exzellente, international wettbewerbsfähige und glaubwürdige Forschung. Das Institut hat daher "Regeln guter wissenschaftlicher Praxis" aufgestellt und umgesetzt. Diese Regeln beruhen auf einem Vorstandsbeschluss der Direktorinnen und Direktoren des Forschungsverbunds Berlin e.V., den Leitlinien der Leibniz-Gemeinschaft sowie den DFG-Empfehlungen der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“.

Die "Regeln guter wissenschaftlicher Praxis" werden an alle wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des IZW weitergegeben. Jede bzw. jeder neue InstitutsmitarbeiterIn wird über Richtlinien und entsprechende Dokumente informiert. Um gerade jüngere, noch am Anfang ihrer Karriere stehende NachwuchswissenschaftlerInnen auf die Bedeutung wissenschaftlicher Integrität aufmerksam zu machen, ist ein Seminar zu guter wissenschaftlicher Praxis integraler Bestandteil der strukturierten Doktorandenausbildung am IZW.

Gute wissenschaftliche Praxis bedeutet, Forschung gemäß internationaler Standards durchzuführen und ein gründliches Qualitätsmanagement zu implementieren. Alle Methoden und Ergebnisse müssen sorgfältig dokumentiert und gespeichert werden, um einerseits Transparenz und die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse sicherzustellen und um andererseits alle Ergebnisse einer kritischen Prüfung unterziehen zu können. WissenschaftlerInnen müssen die Arbeit anderer ForscherInnen respektieren und deren Leistungen entsprechend würdigen, wenn sie ihrer eigenen Forschung nachgehen und ihre Ergebnisse publizieren. Das IZW betont dabei im Besonderen die folgenden Aspekte:

  • die Verantwortung und Betreuungsaufgaben von TeamleiterInnen sowie die Kooperation von Forschungsgruppen untereinander sicherzustellen,
  • die verantwortungsvolle und erstklassige Betreuung von Studierenden und NachwuchswissenschaftlerInnen zu garantieren,
  • die Umsetzung von Standardprozeduren für die sorgfältige Dokumentation aller Methoden, Primärdaten und Forschungsergebnisse für jede einzelne wissenschaftliche Publikation sowie ihre Aufbewahrung über einen Zeitraum von 20 Jahren,
  • sicherzustellen, dass alle Autorinnen und Autoren von Manuskripten gemeinsam die Verantwortung für ihre Manuskripte tragen und auch explizit dokumentieren, dass sie die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis bei ihrer Forschungsarbeit und bei der Vorbereitung der Ergebnisse und Manuskripte befolgt und angewandt haben,
  • bei der Evaluierung wissenschaftlicher Arbeit Originalität und Exzellenz über quantitative Kriterien zu stellen.

Des Weiteren finden Sie zum Herunterladen die folgende Verfahrensordnung bei Verdacht auf wissenschaftliches Fehlverhalten im Forschungsverbund Berlin e.V.