Pressemitteilungen

Auswerten von Kamerabildern; (c) Milena Stilfried
Auswerten von Kamerabildern; (c) Milena Stilfried

Wildtierforscher gesucht! - Fuchs, Waschbär und Co. in Berliner Gärten

Wildtiere sind im Berliner Stadtbild schon fast zu einer Selbstverständlichkeit geworden, aber wo und wie leben eigentlich unsere tierischen Nachbarn im Großstadtdschungel? Um dies herauszufinden, führt das das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ein bürgerwissenschaftliches Projekt über wildlebende Säugetiere durch und sucht dafür Berliner*innen mit eigenem Garten. Das Leibniz-IZW stellt den Teilnehmenden eine Wildtierkamera zur Verfügung, die sie vier Wochen lang auf dem eigenen Grundstück anbringen. Wer gern den eigenen Garten zum Forschungsgebiet machen möchte, kann sich noch bis zum 23.9. um die Teilnahme am Projekt bewerben.

 

Weiterlesen …

Fliegende Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii); Copyright (c) Christian Giese
Rauhautfledermaus (c) Christian Giese

Rotes Licht bei Nacht: eine potenziell fatale Attraktion für migrierende Fledermäuse

Weltweit nimmt nachts die Lichtverschmutzung rasant zu. Besonders nachtaktive Tiere sind davon betroffen, ohne dass bekannt ist, wie sie im Einzelnen auf künstliches Licht reagieren. In einer aktuellen Studie testete deshalb ein Wissenschaftsteam des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Reaktion europäischer Fledermäuse auf rotes und weißes LED-Licht während ihrer saisonalen Wanderungen. In der Nähe von roten LED Lampen ließen sich häufiger Mückenfledermäuse (Pipistrellus pygmaeus) und tendenziell auch mehr Rauhautfledermäuse (Pipistrellus nathusii) feststellen, was darauf hindeutet, dass die Tiere während des Zugs von roten Lichtquellen angelockt werden. Dieser Effekt ließ sich bei weißen Lichtquellen nicht feststellen.

 

Weiterlesen …

Wild gefangene Elefanten haben eine verkürzte Lebensspanne

Die Menschheit fängt seit mehr als 3000 Jahren wildlebende asiatische Elefanten, und sie als Arbeitstiere oder zur Unterhaltung eingesetzt. Wilde Elefanten werden bis zum heutigen Tag gefangen, obwohl der Bestand asiatischer Elefanten im Freiland rückläufig ist. Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat jetzt detaillierte Aufzeichnungen über asiatische Elefanten, die in der Forstwirtschaft in Myanmar eingesetzt wurden, analysiert und die langfristigen Auswirkungen des Fangs untersucht, einschließlich der Rolle verschiedener Fangmethoden. Die Ergebnisse zeigen, dass Wildfänge noch ein Jahrzehnt nach ihrem Fang eine erhöhte Sterblichkeitsrate aufweisen und ihre Lebenserwartung im Vergleich zu in Gefangenschaft geborenen Tieren um mehrere Jahre kürzer ist. Das erhöht den Druck auf die gefährdeten Freilandpopulationen, wenn Wildfänge weiterhin nicht eingeschränkt werden, mit möglicherweise negativen Auswirkungen auf deren Bestandsaussichten. Die in dieser Studie entdeckten Langzeitunterschiede zwischen in Gefangenschaft geborenen und wild gefangenen Elefanten werden auch in Forschungs- und Schutzprogrammen bisher nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

 

Weiterlesen …

Koala, Autor: Daniel Zupanc
Koala, Autor: Daniel Zupanc

Genrekombination deaktiviert Retroviren während ihres Einschleusens in Wirtsgenome

Im Erbgut der meisten Wirbeltiere finden sich erstaunlich viele virale Gensequenzen – beim Menschen etwa acht Prozent. Aber wie gelingt es, von außen eindringenden – sogenannten exogenen Viren - dauerhaft Teil des Wirtsgenoms zu werden? Antworten auf diese Frage liefert die Studie eines internationalen Forscherteams um Alex Greenwood vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin. Am Beispiel der Koalas zeigte das Forscherteam, welche Schritte im Wirtsgenom notwendig sind, damit sich exogenen Retroviren in das Erbgut ihres Wirtes schreiben können. Das Team entdeckte dabei einen Mechanismus, mit dem das Wirtsgenom den Eindringling unschädlich macht. Die Ergebnisse sind jetzt im Fachblatt PNAS erschienen.

 

Weiterlesen …

Author: Tierpark Berlin
Author: Tierpark Berlin

Eisbär Fritz war mit neuartigem Adenovirus infiziert, starb aber nicht daran

Bei der Suche nach der Todesursache des kleinen Eisbären Fritz aus dem Tierpark Berlin stießen die Forscher vom Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin auf ein bislang unbekanntes Mastadenovirus in dessen Blut und Gewebe. Todesursächlich war diese Infektion aber nicht. Die Ergebnisse der pathologischen und genetischen Analysen wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift mSphere publiziert.

 

Weiterlesen …

Author: Leibniz-IZW
Author: Leibniz-IZW

Nashornspermien aus dem Eis – Neues Kryoprotektivum erhöht Beweglichkeit der Spermien nach dem Auftauen

Durch eine neue Mixtur von Kryoprotektiva ist es Forschern vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin gelungen die Motilität von tiefgefrorenen Nashornspermien nach dem Auftauen deutlich zu erhöhen. Dadurch steigen die Erfolgsaussichten der assistierten Reproduktion vieler vom Aussterben bedrohter Wildtierarten. Die Ergebnisse der Studie an drei Nashornarten wurden am 11. Juli 2018 in PLOS ONE publiziert.

Weiterlesen …

Ovum pick up southern white rhino Author: Leibniz-IZW
Ovum pick up southern white rhino Author: Leibniz-IZW

Durchbruch in der Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns – allererstes Hybrid-Embryo außerhalb der Gebärmutter produziert

Nördliche Breitmaulnashörner sind funktionell ausgestorben, da nur noch zwei Weibchen dieser Art auf unserem Planeten existieren. Einem internationalen Wissenschaftsteam ist jetzt der Durchbruch gelungen: mithilfe von Techniken zur künstlichen Befruchtung sind Hybrid-Embryos aus Eizellen des Südlichen Breitmaulnashorns und Spermien des Nördlichen Breitmaulnashorns entstanden. Hiermit demonstriert das internationale Wissenschaftsteam, dass Zellforschungsansätze zur Herstellung von Embryos des Nördlichen Breitmaulnashorns geeignet sind. Dieser Forschungsansatz kann das Überleben des Nördlichen Breitmaulnashorns sichern. Die ForscherInnen haben die erste Generation von Nashorn-Blastozysten (Prä-Implantationsembryos) im Reagenzglas erzeugt. Zusätzlich etablierte das Team Stammzelllinien von Blastozysten des Südlichen Breitmaulnashorns mit typischen Eigenschaften embryonaler Stammzellen. Diese bahnbrechenden Ergebnisse wurden heute in der wissenschaftlichen Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

 

Weiterlesen …

Geparden / Autor: Leibniz-IZW, Geparden Projekt Namibia
Geparden / Autor: Leibniz-IZW, Geparden Projekt Namibia

Gepardenmännchen: Häuslebauer und Mietnomaden

Berliner ForscherInnen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) haben das Raumnutzungsverhalten von Geparden aufgeklärt. Die Ergebnisse zeigen, dass Geparden-Männchen zwei Raumnutzungstaktiken verfolgen, die in verschiedenen Lebensabschnitten angewendet werden. Ihre Langzeitstudie mit Bewegungsdaten von über 160 frei lebenden Geparden in Namibia wurde jetzt in der Fachzeitschrift ECOSPHERE veröffentlicht.

 

Weiterlesen …

Nabire
Nabire

Einladung zur Pressekonferenz

Wir präsentieren Ihnen die Inhalte einer NATURE COMMUNICATIONS Publikation. Die Veranstaltung wird vom Springer Nature Verlag moderiert. Als Gäste sind Herr Prof. Dr. Matthias Kleiner – Präsident der Leibniz-Gemeinschaft – und Frau Nina Ruge – UN-Dekade Botschafterin – angefragt.

Weiterlesen …

Luchs / Autor: Ralph Frank, WWF
Luchs / Autor: Ralph Frank, WWF

Luchse in Gefahr

Studie legt nahe, dass Menschen den Raubkatzen im Grenzgebiet von Deutschland, Tschechien und Österreich stark zusetzen.

Weiterlesen …

Author: pixabay.com

Dry landscapes can increase disease transmission

Dry landscapes can increase disease transmission

In water-limited landscapes sick animals can have increased contact with healthy individuals, which can facilitate disease transmission. Scientists from the German Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) present these findings in the British Ecological Society journal Functional Ecology.

Weiterlesen …

Large antlered muntjac / Autoren: Leibniz-IZW, WWF-Vietnam, USAID Song Thanh Nature Reserve
Large antlered muntjac / Autoren: Leibniz-IZW, WWF-Vietnam, USAID Song Thanh Nature Reserve

First record of large-antlered muntjac in Quang Nam, Vietnam, in the wild provides new hope for the survival of this species

Quang Nam – 21st May, 2018 - In November 2017 - under a biodiversity monitoring and assessment activity supported by the US Agency for International Development (USAID) - scientists and conservationists of the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research (Leibniz-IZW) and WWF-Vietnam captured photographs of one of the rarest and most threatened mammal species of Southeast Asia, the large-antlered muntjac (Muntiacus vuquangensis), in Quang Nam province, central Vietnam. Prior to this milestone, this species had only been camera trapped in three protected areas in all of Vietnam since the year 2000. The new records from Quang Nam - which include photographs of both a male and a female - provide new hope for the continued survival of a species that is on the brink of extinction.

 

Weiterlesen …

DNA, Author: pixabay.com
DNA, Author: pixabay.com

The dark side of our genes – healthy ageing in modern times

The transition to modernity – largely driven by the Industrial Revolution – provided us with easier access to food and clean water, with antibiotics, vaccines, and modern medicine. Yet modernity did not just bring fewer infectious diseases and longer life: it also created an environment radically different from the one we evolved in. Genes helpful in our evolutionary past may now predispose us to chronic disease – such as cardiovascular diseases and cancer – in old ages. In a paper published in the journal Nature Review Genetics an international team of five scientists collate the evidence for this mismatch between past evolutionary adaptation and our modern lives. They also ask whether natural selection linked to modernization might reduce globally the burden of some chronic diseases.

Weiterlesen …

Bats emerging from a cave in Thailand, Author: CC Voigt / Leibniz-IZW
Bats emerging from a cave in Thailand, Author: CC Voigt / Leibniz-IZW

Da ist noch Luft nach oben – der offene Luftraum als unterschätztes Habitat

Zahlreiche Fledermausarten jagen und ziehen in großer Höhe. Bisher hatten jedoch weder Forscher noch Umweltschützer „auf dem Schirm“, dass der (nach oben) offene Luftraum auch Lebensraum für viele Tierarten ist. In ihrer aktuellen Studie tragen Wissenschaftler um Christian Voigt vom Leibniz-IZW Berlin den Wissensstand über die Gefahren in luftiger Höhe zusammen und zeigen mögliche Schutzmaßnahmen auf

Weiterlesen …

Banteng Author: Petra Kretzschmar/Leibniz-IZW
Banteng Author: Petra Kretzschmar/Leibniz-IZW

Kamerafallenstudie zeigt Einfluss von Regenwaldabholzung auf Wildrinder

In degradierten Regenwäldern ändert sich die Umgebungstemperatur. Das führt beim Borneo-Banteng – einem Wildrind – zu Verhaltens- und Raumnutzungsänderungen. Dieses Studienergebnis eines internationalen Wissenschaftsteams des Danau Girang Field Centre (DGFC), der Cardiff University, des Sabah Wildlife Department (SWD) und des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wurde in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht. Erstmals konnten genaueste Verhaltensmodelle der Borneo-Bantengs erstellt werden. Der Einsatz von Kamerafallen mit Temperatursensoren erlaubte es, Verhaltensänderungen von Bantengs in Zusammenhang mit Temperaturdaten zu analysieren.

Weiterlesen …

Author: Leibniz-IZW
Author: Leibniz-IZW

Leopardenmahlzeit – Weibchen speisen vielfältiger

Die Weibchen der großen Raubkatzenart haben ein weit größeres Beutespektrum als ihre männlichen Artgenossen

Weiterlesen …

Joachim Kloock
Joachim Kloock

Wie gebärfreudige Mäuse bei der Arterhaltung von Großkatzen helfen können

Großes Leibniz-Projekt soll grundsätzliche Mechanismen der Fruchtbarkeit entschlüsseln

Menschen sowie auch Tiere können von Unfruchtbarkeit oder verminderter Fruchtbarkeit betroffen sein. Was beim Menschen vorwiegend psychologische Probleme verursacht, kann bei bedrohten Tierarten zum Aussterben führen. Die Ursachen für geringe Fruchtbarkeit sind vielfältig und häufig nicht bekannt.

Weiterlesen …

Untersuchung eines Geparden Autor: Leibniz-IZW
Untersuchung eines Geparden Autor: Leibniz-IZW

Citizen Science als Erfolgsrezept in der Wildtierbiologie

Verlässlichkeit der Daten und Motivation der BürgerInnen als Erfolgsfaktoren

Das Einbeziehen von BürgerInnen in wissenschaftliche Projekte boomt. Bürgerwissenschaften – auch Citizen Science genannt – ermöglicht es WissenschafterInnen, mit viel größeren Datenmengen als bisher zu arbeiten, und damit zu besseren Forschungsergebnissen zu gelangen. Kritische Faktoren sind allerdings die Sicherstellung der Qualität der eingereichten Daten und die anhaltende Motivation der BürgerInnen. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Team von WissenschafterInnen unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und der Federführung der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien. In der Fachzeitschrift „Ethology“ stellt das Wissenschaftsteam vier Fallstudien aus der Wildtierbiologie vor.

Weiterlesen …

Przewalski Pferd Autor: A. Ludwig/Leibniz-IZW
Przewalski Pferd Autor: A. Ludwig/Leibniz-IZW

Des Vaters Erbe: Die männliche Seite der Pferdedomestikation

Weltweit gibt es gegenwärtig etwa 60 Millionen Pferde – 12 Millionen Hengste und 48 Millionen Stuten. Nahezu alle heute lebenden Hengste stammen von einem Hengst aus der Eisenzeit ab – wie eine internationale Studie unter Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und der Universität Potsdam jetzt erstmalig belegt. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht.

Weiterlesen …

Thomas Hildebrandt, Author: tedxtum
Thomas Hildebrandt, Author: tedxtum

Loss of a Species – A Giant, Extinct.

tedxtum.com Thomas Hildebrandt

What happens when an animal species goes extinct? Is it due to the natural path of evolution, or the thoughtless actions of humankind? Less than a century ago, hundreds of thousands of northern white rhinos roamed the landscape of Central Africa. Today, there are only three individuals left. Prof. Hildebrandt has made it his mission to save the most endangered mammal species on Earth. Together with his team, he travels around the world to perform incredible work in the area of conservation science, which sometimes requires extreme and dangerous procedures when dealing with animals like rhinos and elephants.

Weiterlesen …