Pressemitteilungen

Fellfarben bei Pferden/Arne Ludwig, Leibniz-IZW
Fellfarben bei Pferden/Arne Ludwig, Leibniz-IZW

Überlebt, dank Farbanpassung

Wie konnten Pferde das Massenaussterben der Megafauna nach der letzten Eiszeit überstehen? Unter anderem durch Anpassung ihrer Fellfarbe an die veränderte Vegetation. Dies fanden Leibniz-IZW-Forscher gemeinsam mit mexikanischen Kollegen durch Abgleich von DNA-Analysen fossiler Knochen mit Pollenfunden heraus.

 

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Fruchtfliege (Violin Fly) /Patrick Debelle
Fruchtfliege (Violin Fly) /Patrick Debelle

Wettstreit um Weibchen macht Männchen leistungsstärker – bei Fruchtfliegen

Wenn sich Weibchen ihre Paarungspartner auswählen dürfen, führt das langfristig (Evolution) zu leistungsfähigeren Männchen. Das fanden Wissenschaftler der Universitäten Sheffield und St. Andrews sowie des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung heraus. Die gemeinsame Studie wurde in der Fachzeitschrift Animal Behaviour veröffentlicht.

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Kamerafallenfotot Saola (Pseudoryx nghetinhensis); WWF Vietnam
Kamerafallenfotot Saola (Pseudoryx nghetinhensis); WWF Vietnam

Etablierung eines Zuchtprogramms zum Schutz der letzten Saolas

Das Saola (Pseudoryx nghetinhensis) ist eine endemische Huftierart des Annamiten-Gebirges zwischen Vietnam und Laos. Es steht kurz vor dem Aussterben. Hauptbedrohung sind kommerzielle Fallensteller, die den florierenden Handel mit Wildfleisch in Indochina beliefern. Um das Überleben des Saola zu sichern, ist die Einrichtung eines Erhaltungszuchtprogramms notwendig. In einem Brief in der Fachzeitschrift Science hat nun eine Gruppe von NaturschützerInnen und NaturschutzwissenschaftlerInnen, einschließlich MitgliederInnen der „IUCN Saola Working Group“ und dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, ihre Sorge um die Zukunft dieser Art geäußert und betont, wie wichtig und dringlich ein Management außerhalb seines Ursprungsortes (ex-situ) ist.

 

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Spermien Bennett Känguru, Leibniz-IZW/Dagmar Viertel
Spermien Bennett Känguru, Leibniz-IZW/Dagmar Viertel

Spermien von Kängurus enthalten ungewöhnliche Fettsäuren

Mit künstlicher Besamung lassen sich bedrohte Tierarten erhalten. Was bei vielen Säugetieren möglich ist, gelang bisher bei Kängurus nur in Ausnahmen  – ihre Spermien sind nach dem Einfrieren zu stark geschädigt. Jetzt haben Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig die Zusammensetzung von Känguruspermien mithilfe der Massenspektrometrie analysiert. Die Untersuchungen zeigten, dass die Membranen der Spermien aller untersuchten Känguruarten Lipide mit einer ungewöhnlichen Fettsäure, der Docosatriensäure, enthalten. Sie könnte die bislang erfolglose Gefrierkonservierung erklären. Die Ergebnisse sind in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Lipids“ erschienen.

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Nabire, Autor: Dvur Kralove Zoo, Joel Satore
Nabire, Autor: Dvur Kralove Zoo, Joel Satore

Auktion zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns

Berliner und Brandenburger Firmenchefs und Privatpersonen sind dazu aufgerufen, sich an der Rettung der bedrohtesten Nashornart der Welt zu beteiligen.

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Dr. Frank Göritz (links) bei einem Rettungseinsatz im Gazastreifen.
Dr. Frank Göritz (links) bei einem Rettungseinsatz im Gazastreifen.

Leibniz-IZW Forscher erhält internationalen Tierschutzpreis

Dem Forscher und leitenden Tierarzt Dr. Frank Göritz wurde am 11. September 2017 in Wien der internationale „Vier Pfoten Tierschutzpreis“ überreicht.

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Autor: Leibniz-IZW/G.Wibbelt

Häufig gestellte Fragen zum Berliner Eichhörnchen Pockenvirus („Berlin Squirrel Poxvirus“)

In den letzten Tagen erreichen uns nach der Pressemitteilung zum Pockenvirus bei Berliner Eichhörnchen jede Menge Anfragen dazu. Hier finden Sie eine Übersicht der am häufigsten gestellten Fragen.

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Autor: Leibniz-IZW/G.Wibbelt

Neues Pockenvirus bedroht junge Eichhörnchen

Ein bisher unbekanntes Pockenvirus verursacht schwere Erkrankungen bei Europäischen Roten Eichhörnchen in Deutschland. Molekulargenetische Untersuchungen zeigen, dass es sich dabei um eine neue Art aus der Familie der Pockenviren handelt. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „Emerging Infectious Diseases“ veröffentlicht.

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Autor: Leibniz-IZW

Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung gründet Fortbildungsakademie

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin hat die Leibniz-IZW-Akademie gegründet. Mit Hilfe dieser Plattform werden in Zukunft Experteninnen und Experten aus der Wissenschaft und Praxis Fortbildungen für Berufspraktiker und Ehrenamtliche zu Themen der naturschutzorientierten Wildtierforschung und Tiermedizin anbieten. Start der Veranstaltungen ist im Herbst 2017 mit einem Weiterbildungsangebot für Fledermauskundler, welches in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband für Fledermauskunde Deutschland e.V. erarbeitet wurde.

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Autor: Zoo Berlin

Leibniz-IZW begrüßt die Berliner Pandabären

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) unterstützen den Berliner Zoo beim zukünftigen Panda-Nachwuchsprogramm.

 

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Autor: O. Lindecke / Leibniz-IZW

Achtung Ablenkung!

Migrierende Fledermäuse werden durch künstliches Licht von ihrer nächtlichen Flugroute abgelenkt. Aber nicht, weil sich an der Lichtquelle vermehrt Insekten tummeln – sondern weil das Licht selbst sie anzieht. Dies fand ein Forscherteam um Christian Voigt vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin bei einer Studie mit grünem Laser-Licht heraus.

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Pferdeherpesvirus, Autor: Walid A / Leibniz-IZW

Durch die Luft übertragene Viren überleben im Wasser

Bisher dachte man, dass Herpesviren außerhalb ihres Wirtes kaum überlebensfähig sind. WissenschaftlerInnen des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigen in ihrer aktuellen Studie, dass Pferde-Herpesviren unter bestimmten Bedingungen über einen Zeitraum von bis zu drei Wochen stabil und infektiös bleiben. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass unbehandeltes Wasser eine Quelle für Herpesinfektionen darstellt. Die Studie wurde jetzt in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Scientific Reports“ veröffentlicht.

 

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Wildschweine in Berlin, Author: David Wiemer / Leibniz-IZW

Wildes Herz: Städtische Wildschweine bevorzugen natürliche Nahrung

Anders als vermutet kommen Wildschweine nicht nach Berlin, um dort Mülleimer zu plündern oder andere Nahrungsquellen aus menschlicher Herkunft zu nutzen. Im Gegenteil, auch Stadtschweine ernähren sich vorzugsweise von natürlichen Ressourcen. Das ist das überraschende Ergebnis einer Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW), die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wurde. Die ForscherInnen untersuchten Mägen von 247 Wildschweinen aus Berlin und dem Umland. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht.

 

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Handling cheetah, Author: Wachter / Leibniz-IZW

So hält sich der Gepard fit und gesund

Geparde sind als bedrohte Art eingestuft – unter anderem, weil sie bisher als krankheitsanfällig galten, da ihnen eine schwache Immunabwehr bescheinigt  wurde. Tatsächlich sind Geparde in freier Wildbahn jedoch so gut wie nie krank. Ein Forscherteam des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin entdeckte nun, dass Geparde eine besonders effiziente angeborene Erstabwehr-Immunität entwickelt haben, mit denen sie mögliche Unzulänglichkeiten in anderen Bereichen der Immunantwort ausgleichen können. Die WissenschaftlerInnen veröffentlichten ihre Ergebnisse in der frei zugänglichen Fachzeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group.

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ovum pick up southern white rhino, Author: Leibniz-IZW

Das Nördliche Breitmaulnashorn vor dem Aussterben bewahren

Es gibt auf der Welt nur noch drei Individuen des Nördlichen Breitmaulnashorns, alle drei Tiere sind auf natürlichem Weg nicht mehr fortpflanzungsfähig. Mit einer neuen Methode zur Gewinnung von Eizellen wollen Reproduktionsexperten die Art jetzt retten.

 

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Seeadler (Haliaeetus albicilla). Bildautor: Oliver Krone/IZW

Naturschutz und Tourismus – Ein mögliches Erfolgsmodell auf der Insel Usedom

Experten diskutieren die positiven Effekte von nachhaltigem Naturschutz auf den Tourismus

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Sabah Nashorn (Dicerorhinus_sumatrensis harrisoni) Autor: Jastram/IZW

Eine Impfung stoppt das Wachstum von Tumoren bei Nashörnern

Nashornweibchen leiden häufig an Tumoren in der Scheide oder der Gebärmutter.  Diese erschweren es den Tieren, Nachwuchs zu bekommen. Erstmalig gelang es Forschern des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien, das Wachstum und die Neubildung  dieser gutartigen Geschwulste mithilfe einer Impfung zu stoppen. Die Impfbehandlung wurde erfolgreich am südlichen Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum) und beim Panzernashorn (Rhinoceros unicornis) angewandt. Die Impfung mit „Improvac“ beeinflusst die Ausschüttung von Sexualhormonen, führt so zu einer Einstellung des weiblichen Sexualzyklus und verkleinert dadurch hormonabhängig wachsende Tumore. Die Ergebnisse der Studie sind im wissenschaftlichen Open Access-Journal PLOS ONE erschienen.

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Gefärbter Kopf doppelter Hakenkranz Bandwurm Taenia sp. Wolf Foto: I. Lesniak/Leibniz-IZW

Des Wolfes kleine „Mitbewohner“

Seit dem Jahr 2000 breitet sich der Europäische Grauwolf, Canis lupus lupus, wieder in Deutschland aus. Anlass für ein Forscherteam um Ines Lesniak vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), sich auch die kleinen „Mitbewohner“ des Einwanderers genau anzusehen und die Frage zu stellen, ob sich Anzahl und Art der Parasiten mit wachsendem Wolfsbestand ändern. Dies ist in der Tat der Fall, da mit wachsendem Wolfsbestand auch die Zahl der pro Wolfsindividuum gefundenen Parasitenarten zunimmt. Welpen hatten zudem eine größere Vielfalt von Parasitenarten als ältere Tiere. Die gute Nachricht: Die Parasiten im Wolfsinnern (Endoparasiten) stellen keine Gesundheitsgefahr für den Menschen dar. Die Studienergebnisse wurden in der Online-Fachzeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group publiziert.

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Wolf im Computertomographen,Foto: Guido Fritsch/Leibniz-IZW

Der Wolf ist zurück – Leibniz-IZW und Tierärztekammer Berlin informieren gemeinsam über den Rückkehrer auf der Internationalen Grünen Woche 2017

Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin informiert das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) am Stand der Tierärztekammer Berlin über den Wolf (Canis lupus) und seine Rückkehr nach Deutschland. Am Freitag, 20. Januar 2017 können sich interessierte BesucherInnen mit WissenschafterInnen und Fachleuten zum Thema Wolf austauschen.

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Asiatische Goldkatze|Foto: WWF-Malaysia/Azlan Mohamed/Leibniz-IZW
Asiatische Goldkatze|Foto: WWF-Malaysia/Azlan Mohamed/Leibniz-IZW

Nah verwandt und doch so verschieden – zwei Katzenvettern stellten sich dem Klimawandel in der Vergangenheit sehr unterschiedlich

Südostasien ist die Heimat zahlreicher Katzenarten, unter ihnen die Asiatische Goldkatze und die Borneo-Goldkatze. Diese beiden Arten sind nahe verwandte Schwesterarten, die sich vor 3,16 Millionen Jahren voneinander getrennt haben.  Ihre jüngere Entwicklung verlief recht unterschiedlich, trotz ihrer engen Verwandtschaft. In Kooperation mit internationalen Partnern konnten Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigen, dass die Asiatische Goldkatze nach einem gewaltigen Vulkanausbruch vor etwa 73000 Jahren nur in Indochina überlebte und sich von dort bis zum Höhepunkt der letzten Eiszeit rasant ausbreitete. Das kühlere und trockenere Klima dieser Zeit trieb währenddessen ihre Schwesterart, die Borneo-Goldkatze, in die Regenwald-Refugien Borneos. Die Studienergebnisse sind in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Royal Society Open Science” veröffentlicht.

 

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