Pressemitteilungen

Tüpfelhyänen in der Serengeti. Foto: Marion L East/IZW
Tüpfelhyänen in der Serengeti. Foto: Marion L East/IZW

Langzeituntersuchungen von Sapovirus-Infektionen in freilebenden Raubtieren in der Serengeti: neue Virusstämme, Wirtsspezifität und eine Abnahme des Infektionsrisikos mit Zunahme der Gruppengröße

Viren der Gattung Sapovirus sind als Überträger von Magen-Darm-Entzündungen (Gastroenteritis) bekannt, aber man weiß derzeit sehr wenig darüber, was für eine Rolle sie in der Wildtierökologie spielen oder welche genetischen Virus-Stämme die Wildtiere infizieren. Die Forschungsergebnisse einer Gruppe von Wissenschaftlern unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) beschreiben zum ersten Mal Sapoviren-Infektionen in freilebenden, afrikanischen Raubtieren in der Serengeti, einschließlich der Tüpfelhyäne, dem afrikanischen Löwen und dem Löffelhund. Die Ergebnisse der über zwei Jahrzehnte andauernden Untersuchungen haben mehrere Ausbrüche von Sapovirus-Infektionen in Tüpfelhyänen aufgedeckt und demonstrierten überraschenderweise, dass das Infektionsrisiko mit zunehmender Gruppengröße abnimmt. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

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Waschbär mit GPS-Halsband. Foto: Carolin Weh/Leibniz-IZW
Waschbär mit GPS-Halsband. Foto: Carolin Weh/Leibniz-IZW

Einsatz von Lebendfallen für Waschbären auf dem Gelände des Freizeitparks Marienfelde für den Artenschutz

Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) erforschen Waschbären in Berlin.

 

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An Straßenlaterne befestigter Fledermausdetektor und Informations-Flyer. Der Fledermausdetektor erkennt automatisch vorbei fliegende Fledermäuse und zeichnet deren Ultraschall-Rufe auf. | Foto: Daniel Lewanzik
An Straßenlaterne befestigter Fledermausdetektor und Informations-Flyer. Der Fledermausdetektor erkennt automatisch vorbei fliegende Fledermäuse und zeichnet deren Ultraschall-Rufe auf. | Foto: Daniel Lewanzik

LED-Straßenbeleuchtung beeinflusst Fledermaus-Aktivität

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende Leuchtdioden (LEDs) hat erheblichen Einfluss auf Fledermäuse, die fliegenden Jäger der Nacht: Die Opportunisten unter den Fledermäusen verlieren Jagdgelegenheiten, lichtempfindliche Fledermausarten profitieren dagegen. Dies zeigt die aktuelle Studie von Christian Voigt und Daniel Lewanzik vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung.

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Bandicota indica, Leopoldamys edwarsi, Maxomys surifer, Mus cookii, Rattus exulans, Rattus tanezumi (von links nach rechts). | Fotos: Serge Morand/IZW
Bandicota indica, Leopoldamys edwarsi, Maxomys surifer, Mus cookii, Rattus exulans, Rattus tanezumi (von links nach rechts). Fotos: Serge Morand/IZW

Wissenschaftler entdecken Affenvirus in indonesischer Nagetierart

Das Gibbon-Affen-Leukämie-Virus (GALV) ist für den Menschen unschädlich und spielt in der humanen Krebstherapie eine große Rolle, obgleich es bei seinem Wirt, dem Weißhandgibbon (Hylobates lar), krankheitsauslösend wirkt. GALV könnte ursprünglich gar kein Affenvirus gewesen sein, sondern von Nagetieren stammen. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersuchte 26 Nagetierarten aus Südostasien auf der Suche nach dem Vorkommen von GALV-ähnlichen Viren. Dabei entdeckten die Wissenschaftler bei dem Grasland-Melomys (Melomys burtoni), einem Nagetier aus dem indonesischen Westneuguinea, eine neue Variante des GALV. Das stützt die Idee, dass der Grasland-Melomys und die mit ihm verwandten Nagetierarten aus  Australien und Papua-Neuguinea eine entscheidende Rolle in der Verbreitung des GALV-Virus spielten. Die Ergebnisse der Forschung wurden jetzt in der Fachzeitschrift  „Journal of Virology“ veröffentlicht.

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Tote Rauhautfledermaus unter einer Windkraftanlage. Foto: Christian Voigt/IZW
Tote Rauhautfledermaus unter einer Windkraftanlage. Foto: Christian Voigt/IZW

Fledermäuse auf dem Durchflug: Der herbstliche Fledermauszug beginnt

Die Temperatur ist günstig, der Wind steht richtig und Rauhautfledermäuse aus Nordosteuropa hält nun nichts mehr zurück. In der Nacht vom 20ten auf 21ten August begannen Millionen von Fledermäusen aus Nordosteuropa ihre Migration in Richtung südliches und westliches Europa, ein Spektakel, das im Gegensatz zum herbstlichen Vogelzug noch nicht die Aufmerksamkeit hat, die es verdient.

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Blüte mit ihren Pollen. Foto: Anita Reinsch
Blüte mit ihren Pollen. Foto: Anita Reinsch

Anita Reinsch erhält für Fotos den Ersten Preis

Die ehemalige IZW-Mitarbeiterin Anita Reinsch hat den Ersten Preis in der Kategorie Mikrofotografie 2016 des Magazins „Bild der Wissenschaft" gewonnen. Dabei lieferte nüchterne Technik die Motive: Entstanden sind die Bilder alle unter dem Rasterelektronenmikroskop am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin.

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Islandpony im Passschritt während einer Weltmeisterschaft. Foto: Monika Reissmann
Islandpony im Passschritt während einer Weltmeisterschaft. Foto: Monika Reissmann

Wikinger setzten die weltweite Verbreitung der Gangpferde in Gang

Einige Pferde verfügen über spezielle Gangarten, die für den Reiter komfortabler sind als Schritt, Trab oder Galopp. Wie nun ein internationales Forscherteam unter Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) herausgefunden hat, liegt der Ursprung der Gangpferde höchstwahrscheinlich im mittelalterlichen England des 9. Jahrhunderts, von wo aus sie durch die Wikinger nach Island kamen und sich später in ganz Europa und Asien verbreiteten. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe des wissenschaftlichen Fachmagazins „Current Biology“ veröffentlicht.

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Großer Abendsegler. Photo: M. Röleke/IZW
Großer Abendsegler. Photo: M. Röleke/IZW

Gefährlicher Flug in den Windpark

Vor allem weibliche Fledermäuse scheinen im Frühsommer regelrecht von Windkraftanlagen angezogen zu werden. Das ist eines der Ergebnisse der Pilotstudie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Die Forscher hatten den nächtlichen Flug des einheimischen Großen Abendseglers via GPS-Tracking beobachtet. Einige Resultate verblüfften selbst die Experten.

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Tüpfelhyänenweibchen mit Zwillingsgeschwistern: Konkurrenzkampf um Muttermilch im Serengeti National Park (Tanzania). Foto: S. Benhaiem/IZW.
Tüpfelhyänenweibchen mit Zwillingsgeschwistern: Konkurrenzkampf um Muttermilch im Serengeti National Park (Tanzania). Foto: S. Benhaiem/IZW.

Sozialstatus der Mutter und Geschwisterrivalität beeinflussen das Säugen bei Tüpfelhyänen

Weibchen von niedrigem sozialen Rang haben oft begrenzten Zugang zu Nahrungsquellen. Folglich können sie ihre Nachkommen nur in unregelmäßigen Abständen säugen, sodass diese oft lange Fastenperioden durchstehen müssen. Dies kann Wachstum und Überleben der Nachkommen erheblich beeinträchtigen, vor allem wenn sie die Milch mit einem Wurfgeschwister teilen müssen. Nun haben Wissenschaftler vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und vom ehemaligen Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen herausgefunden, dass rangniedere Tüpfelhyänen ihre geringe Säugehäufigkeit in gewissem Umfang kompensieren können. Dies tun sie, indem sie in den einzelnen Säugeperioden mehr Milch von höherer Nährstoffqualität an ihre Nachkommen geben als ranghohe Mütter. Wie die Ergebnisse der Studie außerdem zeigen, verhalten sich dominante Geschwister in Zwillingswürfen aggressiv gegenüber ihrem untergeordneten Zwilling, um selber mehr Milch zu bekommen. Die Studie wurde nun im wissenschaftlichen Fachmagazin „Behavioural Ecology” veröffentlicht.

 

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Ansammlung von Flusspferden in einer der letzten geeigneten Wasserstellen am Ende der Trockenperiode im Ruaha-Nationalpark (Tansania). Foto: Claudia Stommel/IZW
Ansammlung von Flusspferden in einer der letzten geeigneten Wasserstellen am Ende der Trockenperiode im Ruaha-Nationalpark (Tansania). Foto: Claudia Stommel/IZW

Flusspferde auf der Suche nach den letzten geeigneten Wasserstellen

Flusspferde im Großen Ruaha-Fluss in Tansania verlieren während der Trockenzeit einen großen Teil ihres Lebensraums. Während dieser Zeit führt der Fluss zunehmend wenig Wasser, da die Menschen dem Fluss stromaufwärts immer mehr Wasser entnehmen. Austrocknung ist die Folge. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben untersucht, wie sich das auf die Verbreitung der Flusspferde auswirkt. Die aktuelle Studie zeigt, dass sich die Flusspferde auf ausgedehnte Wanderungen über weite Entfernungen begeben müssen, um lebensnotwenige Tagesrastplätze zu finden. Die Ergebnisse wurden im frei zugänglichen Online-Fachmagazin „PLOS ONE“ veröffentlicht.

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Fuchs. Foto: Sophia Kimmig/IZW
Fuchs. Foto: Sophia Kimmig/IZW

Wie leben die Füchse in meinem Kiez?

BürgerwissenschaftlerInnen erforschen das Leben der „Füchse in der Stadt“

Fast jeder hat die Berliner Stadtfüchse schon einmal gesehen. Wir sehen sie an den unmöglichsten Orten, mitten am helllichten Tag. Genauso schnell wie sie auftauchen, verschwinden sie jedoch oft wieder. Aber wohin? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, möchte das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gemeinsam mit Berlinerinnen und Berlinern die Stadtfüchse genauer untersuchen. Am 1. Juni 2016 wurde dafür eine interaktive Bürgerwissenschaften-Karte freigeschaltet, mit deren Hilfe BürgerInnen verschiedene Forschungsaufgaben in ihrem Kiez übernehmen können.

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Flachkopfkatze: Aufgenommen mit der Kamerafalle im Tangkulap Waldschutzgebiet, Sabah, Malaysisch-Borneo, am 18. März 2009. Bildautor: Azlan Mohamed & Andreas Wilting/IZW, SFD, SWD
Flachkopfkatze: Aufgenommen mit der Kamerafalle im Tangkulap Waldschutzgebiet, Sabah, Malaysisch-Borneo, am 18. März 2009. Bildautor: Azlan Mohamed & Andreas Wilting/IZW, SFD, SWD

Gezielter Schutz für Borneos Raubtiere

Umwandlungen und Fragmentierung des natürlichen Lebensraums, Abholzung, illegales Jagen, Feuer: die Regenwälder und Wildtiere Borneos, der drittgrößten Insel der Welt, sind stark bedroht. Nun hat ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der Kommission „Arterhaltung“ (Species Survival Commission, SSC) der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN) einen Leitplan für zielgerichtete Maßnahmen zum Schutz der Wildkatzen und Kleinraubtiere Borneos in einer Sonderausgabe des Raffles Bulletin of Zoology veröffentlicht.

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Eurasischer Luchs (Lynx lynx). Foto: Marijke Autenrieth
Eurasischer Luchs (Lynx lynx). Foto: Marijke Autenrieth

Neu- und Wiederansiedlungen von Luchsen erfordern größere Bestände, um genetische Verarmung zu vermeiden

Um Luchse erfolgreich wiederanzusiedeln, spielt die Anzahl an ausgewilderten Tieren eine entscheidende Rolle. Werden nur wenige Luchse freigelassen, um eine neue Population zu etablieren, so ist die genetische Vielfalt zu gering, um ihren Bestand langfristig zu sichern. Dies hat ein internationales Forscherteam kürzlich im Fachmagazin „Conservation Genetics“ veröffentlicht. In ihrer Studie betonen die Autoren die Notwendigkeit, neu etablierte europäische Luchspopulationen durch das Aussetzen weiterer Luchse und andere Schutzmaßnahmen zu stärken.

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Java-Leopard (Panthera pardus melas). Foto: Christian Kern / Tierpark Berlin
Java-Leopard (Panthera pardus melas). Foto: Christian Kern / Tierpark Berlin

Java-Leoparden sind eine eigene Unterart des Leoparden und bedürfen dringend zusätzlicher Schutzanstrengungen

Ein internationales Forscherteam aus Deutschland und Indonesien hat neue Einblicke in die Evolutionsgeschichte des Java-Leoparden gewonnen. Die Ergebnisse der aktuellen Studie bekräftigen, dass Java-Leoparden sich eindeutig von anderen asiatischen Leoparden unterscheiden. Java-Leoparden haben die Insel Java wahrscheinlich vor etwa 600.000 Jahren vom asiatischen Festland aus über eine Landbrücke kolonisiert. Die Studie betont die dringende Notwendigkeit für koordinierte Schutzbemühungen, um den Java-Leoparden vor dem Aussterben zu bewahren. Die Forschungsergebnisse wurden in dem Fachmagazin „Journal of Zoology“ veröffentlicht.

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Nördliches Breitmaulnashorn. Foto: Joel Sartore
Nördliches Breitmaulnashorn. Foto: Joel Sartore

Forscher wollen das Säugetiersterben rückgängig machen: Der Versuch, das Nördliche Breitmaulnashorn zu retten

Im Dezember 2015 versammelte sich eine internationale Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Wien, um das drohende Aussterben des Nördlichen Breitmaulnashorns zu diskutieren und Möglichkeiten zu erörtern, wie dies verhindert werden kann. Die Ideen und Pläne dieses historischen Treffens erscheinen nun in dem internationalen Fachmagazin Zoo Biology. Die Veröffentlichung ist Teil der fortlaufenden Bemühungen, auf die Aussterbenskrise aufmerksam zu machen, welche die Nashörner und viele andere Arten bedroht. Ziel ist es, vor allem die Wissenschaftsgemeinschaft zu erreichen und so den Austausch und das Sammeln von Informationen voranzubringen.

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Sumatra Nashorn. Foto: Petra Kretzschmar
Sumatra Nashorn. Foto: Petra Kretzschmar

Kinderwunsch beim Sumatra Nashorn

Maßnahmen zur Geburtensteigerung können das kleinste Nashorn der Welt vom Aussterben retten

Eine neue Studie hat den Rückgang des Sumatra-Nashorns auf Borneo untersucht. Danach reichen Schutzmaßnahmen nicht aus, um das Überleben der Nashörner zu sichern. Die Tiere müssen in ihrer Fortpflanzung gezielt unterstützt werden. Die Forscher schlagen vor, kleine isolierte Populationen umzusiedeln und veterinärmedizinische Maßnahmen anzuwenden, um die Geburtenrate zu erhöhen. Der jüngste Fang eines weiblichen Nashorns in Kalimantan auf Borneo verdeutlicht die Wichtigkeit eines schnellen Handelns. Der Artikel wurde im Fachjournal Global Ecology and Conservation veröffentlicht. 

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Rauhautfledermaus. Foto: Christian Voigt
Rauhautfledermaus. Foto: Christian Voigt

Isotopenanalyse gibt Hinweise auf Migrationskorridore von Fledermäusen

Zeig mir was Du gefressen hast und ich sag’ Dir wie Du hierhergekommen bist. So lautet, vereinfacht gesagt, der Ansatz der neuesten Fledermausstudie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Wissenschaftler um Christian Voigt gelang es anhand von Isotopenanalysen unterschiedlicher Gewebetypen die bevorzugten Habitate von drei Fledermausarten zu ermitteln. Die Ergebnisse lassen erstmals Rückschlüsse auf  bevorzugte Habitate, die Fledermäuse während ihrer jährlichen Wanderungen nutzen, zu.

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Tüpfelhyänen. Foto: Eve Davidian
Tüpfelhyänen. Foto: Eve Davidian

Bei Tüpfelhyänen sind Nesthocker keine Verlierer!

Männchen, die zu Hause bleiben, müssen keine Zweite-Klasse-Männchen sein, sondern können genauso viele Nachkommen zeugen wie ihre abenteuerlustigen, abwandernden Kollegen. Die Ergebnisse einer Langzeitstudie an Tüpfelhyänen eines Wissenschaftlerteams des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wurden jetzt in dem frei zugänglichen online-Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht. 

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Bonda-Samtfledermaus. Foto: Simon Ghanem
Bonda-Samtfledermaus. Foto: Simon Ghanem

Wie kann man Fledermausarten am besten unterscheiden?

Ein internationales Forscherteam hat erstmals verschiedene Methoden zur Artenbestimmung von Fledermäusen in Panama kombiniert und bewertet. Demnach lassen sich Arten am verlässlichsten identifizieren, wenn mehrere feldbasierte Messungen mit genetischen Analysen kombiniert werden. Die Studie wurde nun in dem frei zugänglichen Online-Fachjournal „PLOS ONE“ veröffentlicht.

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Gibbon. Foto: Linda Tanner
Gibbon. Foto: Linda Tanner

Erbgut aller Stämme des Gibbon-Leukämievirus vollständig entschlüsselt

Berliner Wissenschaftler haben das komplette Erbgut aller fünf bekannten Stämme des Gibbon-Affen-Leukämievirus (GALV) entschlüsselt. Die Forscher zeigen, dass Teile der Virengenome durch Selektion geformt wurden. Dies geschah höchstwahrscheinlich in Folge der Selektion durch das Immunsystem der Wirte. GALV sind krankheitsauslösende Erreger, die beispielsweise Leukämie (und andere hämatopoetische Neoplasien) verursachen. Bisher wurden diese Erreger nur bei in Gefangenschaft lebenden Primaten isoliert. In der biomedizinischen Forschung werden die Gibbon-Affen-Leukämieviren bei der Bekämpfung von Krebs eingesetzt. Die vollständige Sequenzierung der Virengenome und die Aufklärung ihrer Evolution helfen dabei, ihre Verwendung als virale Vektoren (gezielt veränderte Viruspartikel) zu verbessern. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „Journal of Virology“ veröffentlicht.

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