Pressemitteilungen

Mit dem Fledermausdetektor auf der Suche nach Abendsegler und Co. (Foto: Christof Häberle)
Mit dem Fledermausdetektor auf der Suche nach Abendsegler und Co. (Foto: Christof Häberle)

Fledermausforscher gesucht! Wo fliegen Abendsegler, Zwergfledermäuse und Mausohren durch die Berliner Nacht?

Berlin ist die Hauptstadt der Fledermäuse. Von den 25 in Deutschland vorkommenden Arten sind 18 in Berlin nachgewiesen – sehr unerwartet für eine Großstadt. Um mehr darüber herauszufinden, warum so viele Arten in Berlin leben und wo sie im Stadtgebiet unterwegs sind, führt das das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ein bürgerwissenschaftliches Forschungsprojekt über Fledermäuse in Berlin durch und sucht dafür neugierige Berliner*innen, die auf die Suche nach Fledermäusen gehen. Die Teilnehmenden erhalten hierfür vom Leibniz-IZW einen Fledermausdetektor, mit dem sie entlang festgelegter Strecken in Berlin Fledermausrufe aufzeichnen. Wer mitmachen möchte, kann sich bis zum 28. April um die Teilnahme am Projekt bewerben. 

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Rauhautfledermaus; Christian Giese
Rauhautfledermaus; Christian Giese

Künstliches Licht und Baumbestand beeinflussen die Aktivität von Fledermäusen in der Stadt

Berlin, 27.03.2019

Künstliches Licht gilt zurecht als bedeutende kulturelle, soziale und wirtschaftliche Errungenschaft. Zugleich wird dem künstlichen Licht ein negativer Einfluss auf die Tierwelt nachgesagt, insbesondere auf nachtaktive Tiere in Großstädten. Wie die Tiere auf das Licht reagieren, hängt maßgeblich von der Tierart, der Jahreszeit und dem Typ der verwendeten Beleuchtung ab. Eine neue Studie unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat nun untersucht, welchen Effekt Straßenbeleuchtung, die ultraviolettes Licht (UV) ausstrahlt, und jene, deren Licht keinen UV-Anteil aufweist, auf die Aktivität von Fledermäusen in Berlin hat und ob eine hohe Baumdichte eventuelle negative Folgen des Lichts abmildern kann. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Frontiers in Ecology and Evolution“ publiziert.

 

 

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RFF erhält Anerkennungsurkunde vom Sabah Forestry Department

Zurück zur Natur: Erstmals werden Ölpalmplantagen in geschützten Regenwald umgewandelt - das schafft einen Wildtierkorridor für Borneos bedrohte Tierwelt

Kota Kinabalu, Malaysia, 21.03.2019

Wissenschaftler wollen gemeinsam mit Borneos Forstbehörden Ölpalmplantagen in Regenwald umwandeln. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse können als Blaupause für zukünftige Aufforstungsprojekte dienen. Das Pilotprojekt soll federführend vom Rhino and Forest Fund (RFF) umgesetzt werden, der auf der Heart-of-Borneo-Konferenz für seine bisherigen Leistungen im Habitatschutz von der malaysischen Regierung aus Sabah eine Auszeichnung erhält.

 

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Windkraftanlage und Rauhautfledermaus, Foto: Christian Voigt
Windkraftanlage und Rauhautfledermaus, Foto: Christian Voigt

Lösungen für einen grün-grünen Konflikt: Tagung zum Fledermausschutz im Kontext der Energiewende

Der schrittweise Umstieg der Energieversorgung auf regenerative Quellen ist ein Prozess mit hoher gesellschaftlicher und politischer Akzeptanz. Der Hauptgrund für die Abkehr von fossilen und nuklearen Brennstoffen für die Stromerzeugung ist umweltpolitischer Natur: Windräder, Solarzellen und Biogasanlagen wirken sich positiv auf die CO2-Bilanz aus und bergen keine Langzeitrisiken. Dennoch haben diese Anlagen keine reine „grüne“ Weste, denn ihre Produktion selbst ist oft energieaufwändig und ressourcenintensiv. Dazu kommt, dass Windräder ein erhebliches Risiko für Vögel und Fledermäuse darstellen können. Ob und wie dieser Konflikt zwischen Artenschutz und Energiewende lösbar ist, thematisiert die Tagung „Evidenzbasierter Fledermausschutz bei Windkraftvorhaben“. Sie wird vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ausgerichtet und findet vom 29. bis 31. März 2019 am Bundeinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin statt. 

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Schakale beim Verzehr von Wasservögeln in Namibia (Foto: Gábor Czirják)
Schakale beim Verzehr von Wasservögeln in Namibia (Foto: Gábor Czirják)

Grippe geht durch den Magen: Nahrung spielt wichtige Rolle für Influenza-A-Infektionen bei afrikanischen Säugetieren

Obwohl Influenzaviren weit verbreitet sind, weiß man überraschend wenig über Infektionen bei wild lebenden Säugetieren. Eine neue Studie unter der Leitung von Alex D. Greenwood und Gábor Á. Czirják vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin brachte nun neue Erkenntnisse darüber,  in welchen Kontexten Wildtiere Influenza-Viren ausgesetzt sind. Sie konnten zeigen, dass Säugetiere besonders häufig mit diversen Influenza-A-Virustypen in Kontakt kommen, wenn Vögel einen Großteil ihrer Nahrung ausmachen. Verwandtschaften zwischen Arten oder das Sozialverhalten innerhalb einer Art spielten erstaunlich kleine Rollen, zeigen die WissenschaftlerInnen in der im „The Journal of Infectious Diseases” publizierten Studie.

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