Pressemitteilungen

Sumatra Nashorn. Foto: Petra Kretzschmar
Sumatra Nashorn. Foto: Petra Kretzschmar

Kinderwunsch beim Sumatra Nashorn

Maßnahmen zur Geburtensteigerung können das kleinste Nashorn der Welt vom Aussterben retten

Eine neue Studie hat den Rückgang des Sumatra-Nashorns auf Borneo untersucht. Danach reichen Schutzmaßnahmen nicht aus, um das Überleben der Nashörner zu sichern. Die Tiere müssen in ihrer Fortpflanzung gezielt unterstützt werden. Die Forscher schlagen vor, kleine isolierte Populationen umzusiedeln und veterinärmedizinische Maßnahmen anzuwenden, um die Geburtenrate zu erhöhen. Der jüngste Fang eines weiblichen Nashorns in Kalimantan auf Borneo verdeutlicht die Wichtigkeit eines schnellen Handelns. Der Artikel wurde im Fachjournal Global Ecology and Conservation veröffentlicht. 

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Rauhautfledermaus. Foto: Christian Voigt
Rauhautfledermaus. Foto: Christian Voigt

Isotopenanalyse gibt Hinweise auf Migrationskorridore von Fledermäusen

Zeig mir was Du gefressen hast und ich sag’ Dir wie Du hierhergekommen bist. So lautet, vereinfacht gesagt, der Ansatz der neuesten Fledermausstudie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin. Wissenschaftler um Christian Voigt gelang es anhand von Isotopenanalysen unterschiedlicher Gewebetypen die bevorzugten Habitate von drei Fledermausarten zu ermitteln. Die Ergebnisse lassen erstmals Rückschlüsse auf  bevorzugte Habitate, die Fledermäuse während ihrer jährlichen Wanderungen nutzen, zu.

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Tüpfelhyänen. Foto: Eve Davidian
Tüpfelhyänen. Foto: Eve Davidian

Bei Tüpfelhyänen sind Nesthocker keine Verlierer!

Männchen, die zu Hause bleiben, müssen keine Zweite-Klasse-Männchen sein, sondern können genauso viele Nachkommen zeugen wie ihre abenteuerlustigen, abwandernden Kollegen. Die Ergebnisse einer Langzeitstudie an Tüpfelhyänen eines Wissenschaftlerteams des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wurden jetzt in dem frei zugänglichen online-Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht. 

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Bonda-Samtfledermaus. Foto: Simon Ghanem
Bonda-Samtfledermaus. Foto: Simon Ghanem

Wie kann man Fledermausarten am besten unterscheiden?

Ein internationales Forscherteam hat erstmals verschiedene Methoden zur Artenbestimmung von Fledermäusen in Panama kombiniert und bewertet. Demnach lassen sich Arten am verlässlichsten identifizieren, wenn mehrere feldbasierte Messungen mit genetischen Analysen kombiniert werden. Die Studie wurde nun in dem frei zugänglichen Online-Fachjournal „PLOS ONE“ veröffentlicht.

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Gibbon. Foto: Linda Tanner
Gibbon. Foto: Linda Tanner

Erbgut aller Stämme des Gibbon-Leukämievirus vollständig entschlüsselt

Berliner Wissenschaftler haben das komplette Erbgut aller fünf bekannten Stämme des Gibbon-Affen-Leukämievirus (GALV) entschlüsselt. Die Forscher zeigen, dass Teile der Virengenome durch Selektion geformt wurden. Dies geschah höchstwahrscheinlich in Folge der Selektion durch das Immunsystem der Wirte. GALV sind krankheitsauslösende Erreger, die beispielsweise Leukämie (und andere hämatopoetische Neoplasien) verursachen. Bisher wurden diese Erreger nur bei in Gefangenschaft lebenden Primaten isoliert. In der biomedizinischen Forschung werden die Gibbon-Affen-Leukämieviren bei der Bekämpfung von Krebs eingesetzt. Die vollständige Sequenzierung der Virengenome und die Aufklärung ihrer Evolution helfen dabei, ihre Verwendung als virale Vektoren (gezielt veränderte Viruspartikel) zu verbessern. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „Journal of Virology“ veröffentlicht.

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Wolf im CT. Foto: Guido Fritsch
Wolf im CT. Foto: Guido Fritsch

Neues Wolfs-Beratungszentrum des Bundes soll Landesbehörden unterstützen

Die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland stellt Bundes- und Landesbehörden vor Aufgaben, die einer bundesweiten Koordination bedürfen. Dies soll ein neues Dokumentations- und Beratungszentrum des Bundes leisten, das die zuständigen Landesbehörden bei offenen Fragen rund um den Wolf berät und bundesweit Daten zur Ausbreitung des Wolfes sammelt. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Beate Jessel sicherten sich für den Aufbau des neuen Wolf-Zentrums die Unterstützung der renommiertesten Experten des Landes.

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Junger Auerhahn. Foto: Ingo Decker
Junger Auerhahn. Foto: Ingo Decker

Schwedische Auerhühner werden zu echten Brandenburgern

Bad Liebenwerda - Anhand genetischer Untersuchungen konnten jetzt in der kleinen Auerhühner-Population (Tetrao urogallus) in Südbrandenburg bereits Tiere der Enkelgeneration (Generation F2) nachgewiesen werden. Erst 2012 waren im Rahmen eines Pilotprojekts zur Wiederansiedlung dieser Vögel die ersten eigens in Schweden gefangenen Auerhühner in den Naturparken Niederlausitzer Heidelandschaft und Niederlausitzer Landrücken freigesetzt worden.

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Toter Bieber. Foto: Anett Harnisch
Toter Bieber. Foto: Anett Harnisch

Junger Biber stirbt durch Böllerattacke: Tragische Folge eines zweifelhaften Freizeitspaßes

Am Montag (21.12.2015) erreichte das NABU-Wildtiertelefon die Nachricht über den Fund eines toten Bibers im Schlosspark Königs-Wusterhausen nahe Berlin-Schönefeld. Das Tier sei äußerlich unversehrt, berichteten die Finder, eine ortsansässige Jägerfamilie. Der tote Biber wurde im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersucht.

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Wildmeerschweinchen. Foto: Alexandra Weyrich/IZW
Wildmeerschweinchen. Foto: Alexandra Weyrich/IZW

Wie der Vater so der Sohn: Epigenetik bei Wildmeerschweinchen

Väter sind in der Lage, ihre internen Stoffwechselabläufe an gestiegene Temperaturen anzupassen und diese Erfahrung unmittelbar an ihre Nachkommen weitergeben. Das wurde jetzt erstmalig bei einem Wildtier nachgewiesen. Diese Ergebnisse sind im Rahmen eines Projektes des Paktes für Forschung und Innovation entstanden und wurden in der Fachzeitschrift „Molecular Ecology“ veröffentlicht.

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Das Nördliche Breitmaulnashorn Nabiré, ein 32-jähriges Weibchen im ZOO Dvůr Králové, starb leider am 27. Juli 2015. Foto: Joel Sartore
Das Nördliche Breitmaulnashorn Nabiré, ein 32-jähriges Weibchen im ZOO Dvůr Králové, starb leider am 27. Juli 2015. Foto: Joel Sartore

Reproduktions- und Stammzellforscher erstellen Rettungsplan für Nördliches Breitmaulnashorn

Ein internationales Forscherteam hat einen Rettungsplan für die weltweit letzten drei Nördlichen Breitmaulnashörner (Ceratotherium simum cottoni) aufgestellt. Ziel ist es, die drei letzten Nashörner und Gewebeproben der bereits verstorbenen Individuen zu nutzen, um eine lebensfähige selbsterhaltende Population zu schaffen. Dazu setzen die Forscher aktuelle Erkenntnisse aus der Reproduktions- und Stammzellforschung ein.

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Nördliches Breitmaulnashorn. Foto: Joel Sartore
Nördliches Breitmaulnashorn. Foto: Joel Sartore

Internationales Treffen zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns in Wien

Ein internationales Team von weltweit führenden Experten wird vom 3. bis 6. Dezember 2015 in Wien zusammenkommen, mit der Absicht, das Artensterben zu bekämpfen. An dem Expertentreffen, welches vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) (Deutschland), dem San Diego Zoo Global (USA), dem Tiergarten Schönbrunn (Österreich) und dem ZOO Dvůr Králové (Tschechische Republik) organisiert wird, nehmen Wissenschaftler aus vier Kontinenten teil. Ziel ist es, einen Masterplan zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns – einer Art, die kurz vor dem Aussterben steht – aufzustellen.

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TLR Molekül; Veränderungen farblich markiert. Foto: IZW
TLR Molekül; Veränderungen farblich markiert. Foto: IZW

Fledermäuse haben einzigartige Immunrezeptoren

Die Toll-ähnlichen Rezeptoren, die erste Abwehrlinie gegen eindringende Krankheitserreger, der Fledermäuse unterscheiden sich von denen anderer Säugetiere. Demnach erkennen Fledermäuse bestimmte Krankheitserreger anders als andere Arten. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie könnten erklären,  weshalb Fledermäuse kaum unter Erregern leiden, die bei anderen Säugetieren schwerwiegende Krankheiten oder Todesfälle verursachen. Die Studie wurde in dem wissenschaftlichen Fachmagazin “Molecular Ecology” veröffentlicht.

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Eines der letzten überlebenden Sumatranashörner im Zuchtgehege des Tabin Wildtierreservats. Foto: IZW
Eines der letzten überlebenden Sumatranashörner im Zuchtgehege des Tabin Wildtierreservats. Foto: IZW

Ein Lichtblick für Asiens Tierwelt: Wiederaufforstungsmaßnahmen und neue Waldkorridore in Borneo

Die Waldbrände in Südostasien führen durch ihre hohe CO2 Emission und der Zerstörung riesiger Waldflächen zu einer Umweltkatastrophe besonderen Ausmaßes. Einer der artenreichsten Lebensräume der Welt wird hier gezielt durch Brandrodung zerstört. Ein Lichtblick für Asiens Tier- und Pflanzenwelt stellt das am 11.11.2015 unterzeichnete Abkommen zwischen dem Rhino and Forest Fund e.V. (RFF) und der Regierung des malaysischen Bundesstaates Sabah dar. Der Vertrag legt den Grundstein für dringend erforderliche Wiederaufforstungsmaßnahmen zerstörter Regenwaldflächen und die Einrichtung neuer Waldkorridore. Ein weiterer Meilenstein ist eine vom RFF initiierte Landspende von über 460 ha, die am 11.11.2015 an das Sabah Forestry Department zur Einrichtung eines neuen Naturschutzgebiets übergeben wurde. Dieses Gebiet ist als Verbindungskorridor bereits bestehender Schutzgebiete unverzichtbar.

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Chinesischer Serau (Capricornis milneedwardsii). Foto: IZW, WWF-VN, Hue SNR
Chinesischer Serau (Capricornis milneedwardsii). Foto: IZW, WWF-VN, Hue SNR

Standardisierte Aufnahme der Säugetierdiversität zur Unterstützung von Naturschutzmaßnahmen; ein Beispiel aus dem zentralen Truong-Son Gebirge in Asien

HUE (VIETNAM), 10. November 2015 - Vom 10. bis 11. November 2015 veranstalten das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und das CarBi-Programm des WWF gemeinsam einen Workshop zur „Durchführung von standardisierten Biodiversitätsstudien in Vietnams Wäldern“. Veranstaltungsort ist die vietnamesische Großstadt Huế. Die Ergebnisse aus vier Schutzgebieten („Bach Ma National Park“, „Quang Nam“ und „Huế Saola Nature Reserves“ in Vietnam sowie „Xe Sap National Protected Area“ in Laos) werden mit den Workshop-Teilnehmern aus nationalen und internationalen WissenschaftlerInnen und nationalen EntscheidungsträgerInnen vorgestellt und diskutiert.

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Wasserlöcher grabende Tiere im Ruaha-Nationalpark (Tansania). Foto: Claudia Stommel
Wasserlöcher grabende Tiere im Ruaha-Nationalpark (Tansania). Foto: Claudia Stommel

Warum graben Tiere Wasserlöcher in Flussnähe?

Berliner Wissenschaftler zeigten im Ruaha-Nationalpark in Tansania, Afrika, dass Wildtiere in den Trockenperioden bereits dann Wasserlöcher graben, wenn noch Wasser im Flussbett vorhanden ist. Trocknet der Fluss aus und hört auf zu fließen, sinkt die Wasserqualität in den verbleibenden Tümpeln, welche mit Kot und Bakterien verseucht werden. Um an sauberes Trinkwasser zu gelangen, müssen die Tiere sich neue Wasserquellen erschliessen. Die Studie wurde in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Mammalian Biology“ veröffentlicht...

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Pferdeherpesvirus (EHV). Foto: Walid Azab
Pferdeherpesvirus (EHV). Foto: Walid Azab

Herpesviren mit einem ungewöhnlich breiten Wirtsspektrum

Üblicherweise geht man davon aus, dass Herpesviren auf eine bestimmte Wirtsart oder eine Gruppe verwandter Tierarten spezialisiert sind. Aktuelle Forschungsergebnisse des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) widersprechen jedoch dieser Annahme. Sie zeigen, dass zwei Pferde-Herpesviren (Typ 1 und Typ 9) ein ungewöhnlich breites Wirtsspektrum entwickelt haben. Obwohl sie afrikanische Pflanzenfresser bevorzugen, können diese Viren weit mehr als nur ihre natürlichen Wirte infizieren.  Bei Eisbären und anderen entfernt verwandten Arten können diese Viren Todesfälle verursachen.  Interessanterweise nutzen Herpesviren vom Typ 9 (EHV-9) womöglich afrikanische Nashörner als natürliche Wirte oder als Reservoir. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht...

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Frau Dr. Koch-Unterseher (SenWTF, li) und die Preisträger, das Team des IFV Biodiversität. Foto: Sylvia Ortmann
Frau Dr. Koch-Unterseher (SenWTF, li) und die Preisträger, das Team des IFV Biodiversität. Foto: Sylvia Ortmann

„Portal Beee“ erhält Auszeichnung

Das Webportal Portal Beee – „Biodiversität erkennen, erforschen, erhalten“ des Interdisziplinären Forschungsverbundes (IFV) Biodiversität wurde am 24. Oktober 2015 als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt” ausgezeichnet...

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PortalBeee Wildtierquiz
www.Portal-Beee.de

„Portal Beee“ veranstaltet Herbstfest für BürgerwissenschaflterInnen

Die BürgerwissenschaftlerInnen-Plattform „Portal Beee“ veranstaltet am Samstag, den 24. Oktober 2015, in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ein Herbstfest als Dankeschön für alle BürgerwissenschaftlerInnen aus Berlin und Brandenburg. Ohne deren tatkräftige Unterstützung wären die Projekte von „Portal Beee“, darunter auch die Kampagne „Füchse in der Stadt“ des rbb, nicht realisierbar.

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Orang-Utan. Foto: Andrew Hearn & Joanna Ross
Orang-Utan. Foto: Andrew Hearn & Joanna Ross

UNEP-Report über die Zukunft der Orang-Utans auf Borneo

Dr. Stephanie Kramer-Schadt und Dr. Andreas Wilting vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sind Co-Autoren des UNEP-Reports "The future of the bornean orangutan – Impacts of change in land cover and climate". Den Report können Sie in englischer Sprache hier herunterladen (PDF-Größe: 90,1 MB).

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Przewalski-Pferde. Foto: Ludovic Orlando
Przewalski-Pferde. Foto: Ludovic Orlando

Ein Blick auf die letzten echten Wildpferde der Welt nach 100 Jahren Gefangenschaft

Zum ersten Mal hat ein internationales Forscherteam das komplette Erbgut von elf Przewalski-Pferden sequenziert, einschließlich aller Abstammungslinien. Fünf Pferdeproben stammten von mehr als 100 Jahre alte Museumsexemplaren. Die Genome wurden mit dem Erbgut von 28 Hauspferden verglichen, um ein detailliertes Bild der Vergangenheit und Gegenwart der bedrohten Tiere zu erhalten. Die aktuelle Studie wurde jetzt im (Cell Press-)Fachmagazin „Current Biology“ veröffentlicht...

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