Pressemitteilungen

Der wissenschaftliche Leiter von Icarus, Martin Wikelski (rechts), Jörg Melzheimer (Mitte) und Ralf Röder (links) Foto: S. Izquierdo
Der wissenschaftliche Leiter von Icarus, Martin Wikelski (rechts), Jörg Melzheimer (Mitte) und Ralf Röder (links) Foto: S. Izquierdo

Schutz der Säugetiere Afrikas durch Beobachtung aus dem All

Wissenschaftler statten in Namibia Elefanten, Antilopen und andere Großsäuger mit miniaturisierten Satellitensendern aus.

Weiterlesen …

Lungen Lavage bei Nashorn (Foto: Jonathan Cracknell)
Lungen Lavage bei Nashorn (Foto: Jonathan Cracknell)

Neue Testmethode verbessert Tuberkulose-Diagnose bei Nashörnern

Krankheiten wie Tuberkulose können für Wildtiere eine große Herausforderung darstellen. Um epidemisches Ausbreiten zu verhindern oder einzelne Individuen hochbedrohter Arten zu behandeln, sind schnelle und zuverlässige Tests wichtig. Bisherige Testverfahren für Tuberkulose bei Nashörnern gehen auf in den 1960er Jahren für Rinder entwickelte Hauttests zurück und bergen Risiken für Fehldiagnosen. WissenschaftlerInnen aus Berlin und Jena haben daher gemeinsam mit internationalen Partnern wiederholte Lungenspülungen als neuen Ansatz getestet. Nachfolgende genetische Tests erlaubten die zuverlässigere Identifizierung von Mykobakterien in der Atemwegsflüssigkeit der Tiere – bei geringem Stress und Risiko. Über diesen Fortschritt in der Wildtiermedizin berichten die WissenschaftlerInnen in einem Aufsatz in der Fachzeitschrift PLOS ONE.

Weiterlesen …

Hyänennachwuchs (Foto: Sarah Benhaiem)
Hyänennachwuchs (Foto: Sarah Benhaiem)

Hyänen erholen sich nur langsam von einer Epidemie

Infektionskrankheiten können Wildtierbestände stark dezimieren und dadurch sowohl die Dynamik von Lebensräumen als auch die biologische Vielfalt (Biodiversität) beeinflussen. Vorhersagen über langfristige Auswirkungen von Epidemien sind deshalb für den Artenschutz wichtig. Forscher vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Berlin und vom Zentrum für Funktionelle Ökologie und Evolution (CEFE) in Montpellier, Frankreich, haben ein mathematisches Modell („Matrixmodell“) entwickelt, um den Einfluss einer Epidemie des Hundestaupevirus (CDV) auf die Population der Tüpfelhyänen in der ostafrikanischen Serengeti-Savanne zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie wurden im neuen Nature-Open-Access-Journal Communications Biology veröffentlicht.

Weiterlesen …

Ein seltenes Annamitisches Streifenkaninchen (Foto: Leibniz-IZW / WWF-Vietnam CarBi Project / Hue Saola Nature Reserve)
Ein seltenes Annamitisches Streifenkaninchen (Foto: Leibniz-IZW / WWF-Vietnam CarBi Project / Hue Saola Nature Reserve)

Gestreift und doch fast unsichtbar – dem bedrohten Annamitischen Streifenkaninchen auf der Spur

Das Truong-Son-Gebirge in Vietnam und Laos ist ein Biodiversitäts-Hotspot, viele der dort beheimateten Arten gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Doch Wilderei bedroht den außergewöhnlichen Artenreichtum – und das bis 1995 der Wissenschaft unbekannte Annamitische Streifenkaninchen (Nesolagus timminsi). Eine neue Studie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Zusammenarbeit mit WWF Vietnam, WWF Laos und dem Central Institute for Natural Resources and Environmental Sciences (CRES) der Vietnam National University gewährt erstmals detaillierte Einblicke in die Ökologie dieser seltenen Art. Die Studie ist in der internationalen Fachzeitschrift Oryx publiziert.

Weiterlesen …

Macht ohne Muskeln – Warum bei Hyänen die Frauen dominieren
Tüpfelhyänen (Bild: O. Höner)

Macht ohne Muskeln – Warum bei Hyänen die Frauen dominieren

In vielen Tiergesellschaften gibt es eine klare Hierarchie der Geschlechter. Dominiert dabei immer das aggressivere oder stärkere Geschlecht, wie allgemein angenommen wird? Nein! Eine neue Studie an wilden Tüpfelhyänen zeigt, dass bei diesen gruppenlebenden Großraubtieren die Weibchen dominieren, weil sie auf größere Unterstützung durch Artgenossen zählen können. Unterschiede in individuellen Eigenschaften wie Aggressivität oder körperliche Stärke spielen keine Rolle. Tüpfelhyänenmännchen erhalten weniger soziale Unterstützung als ihre weiblichen Artgenossen weil sie häufiger den Clan wechseln und dabei ihre sozialen Bindungen verlieren. Die Studie wurde von ForscherInnen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Institut des Sciences de l’Evolution de Montpellier (ISEM) durchgeführt und in der Fachzeitschrift Nature Ecology & Evolution publiziert.

Weiterlesen …