Pressemitteilungen

Pferdeherpesvirus (EHV). Foto: Walid Azab
Pferdeherpesvirus (EHV). Foto: Walid Azab

Herpesviren mit einem ungewöhnlich breiten Wirtsspektrum

Üblicherweise geht man davon aus, dass Herpesviren auf eine bestimmte Wirtsart oder eine Gruppe verwandter Tierarten spezialisiert sind. Aktuelle Forschungsergebnisse des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) widersprechen jedoch dieser Annahme. Sie zeigen, dass zwei Pferde-Herpesviren (Typ 1 und Typ 9) ein ungewöhnlich breites Wirtsspektrum entwickelt haben. Obwohl sie afrikanische Pflanzenfresser bevorzugen, können diese Viren weit mehr als nur ihre natürlichen Wirte infizieren.  Bei Eisbären und anderen entfernt verwandten Arten können diese Viren Todesfälle verursachen.  Interessanterweise nutzen Herpesviren vom Typ 9 (EHV-9) womöglich afrikanische Nashörner als natürliche Wirte oder als Reservoir. Die Forschungsergebnisse wurden kürzlich in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „PLOS ONE“ veröffentlicht...

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Frau Dr. Koch-Unterseher (SenWTF, li) und die Preisträger, das Team des IFV Biodiversität. Foto: Sylvia Ortmann
Frau Dr. Koch-Unterseher (SenWTF, li) und die Preisträger, das Team des IFV Biodiversität. Foto: Sylvia Ortmann

„Portal Beee“ erhält Auszeichnung

Das Webportal Portal Beee – „Biodiversität erkennen, erforschen, erhalten“ des Interdisziplinären Forschungsverbundes (IFV) Biodiversität wurde am 24. Oktober 2015 als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt” ausgezeichnet...

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PortalBeee Wildtierquiz
www.Portal-Beee.de

„Portal Beee“ veranstaltet Herbstfest für BürgerwissenschaflterInnen

Die BürgerwissenschaftlerInnen-Plattform „Portal Beee“ veranstaltet am Samstag, den 24. Oktober 2015, in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ein Herbstfest als Dankeschön für alle BürgerwissenschaftlerInnen aus Berlin und Brandenburg. Ohne deren tatkräftige Unterstützung wären die Projekte von „Portal Beee“, darunter auch die Kampagne „Füchse in der Stadt“ des rbb, nicht realisierbar.

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Orang-Utan. Foto: Andrew Hearn & Joanna Ross
Orang-Utan. Foto: Andrew Hearn & Joanna Ross

UNEP-Report über die Zukunft der Orang-Utans auf Borneo

Dr. Stephanie Kramer-Schadt und Dr. Andreas Wilting vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) sind Co-Autoren des UNEP-Reports "The future of the bornean orangutan – Impacts of change in land cover and climate". Den Report können Sie in englischer Sprache hier herunterladen (PDF-Größe: 90,1 MB).

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Przewalski-Pferde. Foto: Ludovic Orlando
Przewalski-Pferde. Foto: Ludovic Orlando

Ein Blick auf die letzten echten Wildpferde der Welt nach 100 Jahren Gefangenschaft

Zum ersten Mal hat ein internationales Forscherteam das komplette Erbgut von elf Przewalski-Pferden sequenziert, einschließlich aller Abstammungslinien. Fünf Pferdeproben stammten von mehr als 100 Jahre alte Museumsexemplaren. Die Genome wurden mit dem Erbgut von 28 Hauspferden verglichen, um ein detailliertes Bild der Vergangenheit und Gegenwart der bedrohten Tiere zu erhalten. Die aktuelle Studie wurde jetzt im (Cell Press-)Fachmagazin „Current Biology“ veröffentlicht...

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Ausgewachsener Seeadler (Haliaeetus albicilla) beim Verzehr eines Kadavers. Foto: Oliver Krone
Ausgewachsener Seeadler (Haliaeetus albicilla) beim Verzehr eines Kadavers. Foto: Oliver Krone

Seeadler vermeiden große Geschosspartikel beim Verzehr von Kadavern

Seeadler detektieren und vermeiden aktiv die Aufnahme großer Metallpartikel (> 8 mm) aus Säugetierkadavern, ignorieren aber kleine Metallpartikel (3 mm) beim Verzehr. Beim Auftreffen auf den Tierkörper zersplittern bleihaltige Jagdprojektile in zahlreiche kleine Metallpartikel, während bleifreie Deformationsgeschosse keine Partikel im Körper hinterlassen und bleifreie Teilzerleger nur größere Partikel an das Gewebe abgeben. Daher könnte der Einsatz bleifreier Geschosse Bleivergiftungen von aasfressenden Tieren vermeiden. Zu diesem Ergebnis kamen kürzlich Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Studie wurde nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „European Journal of Wildlife Research“ veröffentlicht...

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Knut (2008). Foto: Zoo Berlin
Knut (2008). Foto: Zoo Berlin

Rätsel um Eisbär Knuts Erkrankung gelöst

Bei Knut, dem berühmten Eisbären des Berliner Zoos,­ wurde seinerzeit eine Hirnentzündung mit unbekannter Ursache festgestellt. Ein Team von Wissenschaftlern des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der Charité - Universitätsmedizin Berlin hat die Diagnose nun präzisiert: Der Eisbär litt an einer Autoimmunerkrankung des Gehirns. Diese nicht ansteckende Erkrankung mit der Bezeichnung „Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis“ kommt in ähnlicher Form auch beim Menschen vor und wurde nun erstmals im Tierreich nachgewiesen. Die Forscher berichten darüber im Fachjournal „Scientific Reports“. Nach ihrer Einschätzung sind fehlgeleitete Immunreaktionen möglicherweise häufiger an Hirnerkrankungen beteiligt als bisher vermutet.

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Seeadler (Haliaeetus albicilla). Foto: Oliver Krone
Seeadler (Haliaeetus albicilla). Foto: Oliver Krone

Seeadler – keine Konkurrenz für die Fischerei

Seeadler stellen keine Konkurrenz für die Fischerei dar. Dies zeigten Forscher des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) anhand der ersten Freilandstudie über die Nahrungswahl des Seeadlers (Haliaeetus albicilla) im Norddeutschen Raum. Die Studie, die im „Journal of Ornithology“ veröffentlicht wurde, erlaubt zudem wichtige Einblicke in das Jagdverhalten dieser Tierart und dafür relevante Schutzmaßnahmen.

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Kaviar ohne offizielles Label. Foto: IZW
Kaviar ohne offizielles Label. Foto: IZW

Falscher Kaviar aus Bulgarien und Rumänien

Ein erheblicher Teil des in Bulgarien und Rumänien verkauften Kaviars wird mit falschem Etikett verkauft oder ist sogar gefälscht. Dies fanden Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und des WWF Österreich durch eine Marktuntersuchung heraus. Die Studie wurde jetzt in dem wissenschaftlichen Fachmagazin Journal of Applied Ichthyology veröffentlicht.

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Tigerschädel. Foto: Per Christiansen
Tigerschädel. Foto: Per Christiansen

Weniger Tigerunterarten – besserer Schutz

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse könnten helfen, das Aussterben des Tigers (Panthera tigris) zu verhindern. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass der Tiger in nur noch zwei Unterarten unterteilt werden sollte – bisher waren es neun. Das hat weitreichende Konsequenzen für den Artenschutz, da Schutzmaßnahmen und Erhaltungszuchtprogamme jetzt einfacher, flexibler und somit effizienter gestaltet werden können. Die Ergebnisse wurden im frei zugänglichen Fachjournal „Science Advances“ veröffentlicht.

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Tüpfelhyäne (Crocuta crocuta) und Enzym-Immunoassay. Foto: M.L. East & M. Dehnhard
Tüpfelhyäne (Crocuta crocuta) und Enzym-Immunoassay. Foto: M.L. East & M. Dehnhard

Neue Methode zur Testosteronbestimmung bei Tüpfelhyänen

Durchbruch in der Hormonforschung - Einem Forscherteam vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und der Universität Pretoria ist es erstmalig gelungen, Testosteron über seine Abbauprodukte im Kot von Tüpfelhyänen zu messen. Diese innovative, nicht-invasive Methode ist sehr wichtig, um eine Störung der Tiere zu vermeiden.

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Fledermäuse düngen tropische Bäume - eine ‚win-win’ Situation im Regenwald
Carollia perspicillata beim Fressen von Früchten des Nachtschattengewächses| Foto: Christian Voigt

Fledermäuse düngen tropische Bäume - eine ‚win-win’ Situation im Regenwald

Fledermäuse in den Tropen düngen Bäume mit ihren Ausscheidungen. Ein internationales Forscherteam fand heraus, dass die Samen einer tropischen Baumart Nährstoffe aus Exkrementen von Fledermäusen enthalten. Die Studie wurde jetzt in dem wissenschaftlichen Fachjournal „Biotropica“ veröffentlicht.

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Koalas ernähren sich eigenartig – aber haben sie auch eigenartige Bakterien?
Koala im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: Barbara Feldmann

Koalas ernähren sich eigenartig – aber haben sie auch eigenartige Bakterien?

Koalas ernähren sich fast ausschließlich von Eukalyptusblättern. Benötigen sie deshalb spezifische Mikroorganismen, die ihnen bei der Verdauung ihrer Nahrung helfen? Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben die Zusammensetzung von Bakteriengemeinschaften in verschiedenen Verdauungsorganen untersucht. Sie fanden bei Koalas jedoch keine ungewöhnlichen oder speziellen Mikrobengemeinschaften, wenn sie diese mit jenen anderer Säugetiere verglichen. Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass nichtinvasive Proben wie z.B. Kotproben, die üblicherweise zur Untersuchung der Zusammensetzung von Mikrobengemeinschaften verwendet werden, wohlmöglich keine präzise Beschreibung des Darmmikrobioms des Wirtes liefern. Die Studie wurde nun in dem wissenschaftlichen Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlicht.

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Einladung zum Pressetermin „Füchse in der Stadt“
Rotfuchs (Vulpes vulpes) in Berlin-Lichtenberg. Foto: M. Braun

Einladung zum Pressetermin „Füchse in der Stadt“

Start für die Programmaktion „Füchse in der Stadt“ – Berlinerinnen und Brandenburger werden Bürgerwissenschaftler
Einladung zum Pressetermin am 7. Mai 2015 in Berlin

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Säugen beeinträchtigt Immunprozesse in Tüpfelhyänen
Tüpfelhyänen. Foto: IZW

Säugen beeinträchtigt Immunprozesse in Tüpfelhyänen

Bei säugenden Tüpfelhyänen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines Befalls mit Parasiten. Das ist das Ergebnis einer Studie, die jetzt im wissenschaftlichen Fachjournal „Behavioural Ecology and Sociobiology“ veröffentlicht wurde.

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CT der neuen Generation
CT der neuen Generation. Foto: Guido Fritsch/ IZW

Einweihung des modernsten Computertomographen in der Tiermedizin

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin weiht den weltweit modernsten Computertomographen (CT) in der veterinärmedizinischen Forschung ein. Der CT der neuen Generation ermöglicht faszinierende virtuelle Touren ins Innere der Tiere und die Darstellung bewegter Organe, wie etwa dem schlagenden Herzen, in bisher nicht erreichter Auflösung.

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TEM-Aufnahme: Tuberkulose-Granulom mit Mykobakterien. Foto: Gudrun Wibbelt/ IZW
TEM-Aufnahme: Tuberkulose-Granulom mit Mykobakterien. Foto: Gudrun Wibbelt/ IZW

Infektionen des 21. Jahrhunderts – Neuer Leibniz-Forschungsverbund

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) ist Mitbegründer des Leibniz-Forschungsverbundes „INFECTIONS´21 – Transmission Control of Infections in the 21th Century“ (Übertragungskontrolle von Infektionen des 21. Jahrhunderts). Der neue Leibniz-Verbund erforscht die Kontrolle, Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten. An dem interdisziplinären Projekt sind 14 Leibniz-Institute und drei externe Partner beteiligt. Der Verbund wird für vier Jahre mit einem Gesamtvolumen von 600.000 Euro gefördert.

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Vampirfledermaus (Desmodus rotundus)
Vampirfledermaus (Desmodus rotundus), ERV Virusstammbaum. Foto: E. Lonza Rudio und ML Ojeda Mendez

Vampirfledermäuse: Wer hat hier wen gebissen?

Wissenschaftler haben einen neuen „fossilen” Retrovirus in Vampirfledermäusen entdeckt. Der neue Virus gleicht denen in Nagetieren und Primaten. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Zirkulation eines aktiven infektiösen Retrovirus erst kürzlich stattgefunden hat und die Übertragung artenübergreifend erfolgte. Die Studie wurde jetzt im Wissenschaftsmagazin „Journal of Virology“ veröffentlicht.

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Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus)
Mückenfledermaus (Pipistrellus pygmaeus). Foto: CC Voigt/ IZW

Deutschlands Energiewende kollidiert mit migrierenden Fledermäusen

Fledermäuse verunglücken in großer Zahl an deutschen Windkraftanlagen. Die Zahl solcher Anlagen ist hierzulande bereits sehr hoch und soll noch weiter steigen. Mehr als zwei Drittel der Tiere, die durch Windkraftanlagen auf deutschem Boden zu Tode kommen, sind jedoch wandernde Fledermäuse auf ihrem Weg zwischen ihren Sommer- und Winterlebensräumen. Aufgrund seiner zentralen geographischen Lage in Europa hat Deutschland deshalb eine große Verantwortung für den Schutz migrierender Fledermäuse.

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Goldschakal (Canis aureus). Foto: Oliver Höner/ IZW

Erstmals Kobuviren in Afrika nachgewiesen

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin hat erstmals Kobuviren in Afrika nachgewiesen und genetisch entschlüsselt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Viren weniger wirtsspezifisch sind als bisher angenommen. Die Studie wurde in dem Fachjournal „Virology“ veröffentlicht.

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