Pressemitteilungen

„Berliner Stadtwildtiere“ als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

„Berliner Stadtwildtiere“ als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet

Das Projekt „Berliner Stadtwildtiere“ des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wurde am 7. November 2018 als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Es gibt BürgerInnen die Möglichkeit, online Tierbeobachtungen zu sammeln und sich über heimische Wildtiere zu informieren. Es erhöht die Aufmerksamkeit für die Biodiversität in der Stadt, schließt Wissenslücken und stellt eine Datenbasis für weitere Forschungen zur Verfügung. Damit erfüllt es die Kriterien für die Auszeichnung, die an Projekte verliehen wird, welche sich in nachahmenswerter Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.

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Seeadler im Landeanflug; (c) Oliver Krone
Seeadler im Landeanflug; (c) Oliver Krone

Wissenschaftler weisen erstmals tödliche Vogelgrippe-Infektion beim Seeadler nach

Stirbt ein Seeadler eines unnatürlichen Todes, waren bislang eine Bleivergiftung oder eine Kollision mit einem Zug die wahrscheinlichsten Auslöser. Im Winter 2016/2017 gab es jedoch zahlreiche Todesfälle in Norddeutschland, bei denen diese beiden Todesursachen ausgeschlossen werden konnten. Stattdessen waren 17 gefundene Seeadler in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg mit dem hochansteckenden Vogelgrippevirus H5N8 infiziert. Das haben Oliver Krone vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), Timm Harder, Franz J. Conraths, Reiner Ulrich und Martin Beer vom Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI) und weitere Kollegen nachgewiesen. Die tödlichen Infektionen mit dem Virusstamm H5N8 2.3.4.4b sind die ersten Fälle der Vogelgrippe bei Seeadlern und stellen den Schutz der bedrohten Greifvögel vor neue Herausforderungen. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Viruses“ erschienen.

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Auswerten von Kamerabildern; (c) Milena Stilfried
Auswerten von Kamerabildern; (c) Milena Stilfried

Wildtierforscher gesucht! - Fuchs, Waschbär und Co. in Berliner Gärten

Wildtiere sind im Berliner Stadtbild schon fast zu einer Selbstverständlichkeit geworden, aber wo und wie leben eigentlich unsere tierischen Nachbarn im Großstadtdschungel? Um dies herauszufinden, führt das das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ein bürgerwissenschaftliches Projekt über wildlebende Säugetiere durch und sucht dafür Berliner*innen mit eigenem Garten. Das Leibniz-IZW stellt den Teilnehmenden eine Wildtierkamera zur Verfügung, die sie vier Wochen lang auf dem eigenen Grundstück anbringen. Wer gern den eigenen Garten zum Forschungsgebiet machen möchte, kann sich noch bis zum 23.9. um die Teilnahme am Projekt bewerben.

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Fliegende Rauhautfledermaus (Pipistrellus nathusii); Copyright (c) Christian Giese
Rauhautfledermaus (c) Christian Giese

Rotes Licht bei Nacht: eine potenziell fatale Attraktion für migrierende Fledermäuse

Weltweit nimmt nachts die Lichtverschmutzung rasant zu. Besonders nachtaktive Tiere sind davon betroffen, ohne dass bekannt ist, wie sie im Einzelnen auf künstliches Licht reagieren. In einer aktuellen Studie testete deshalb ein Wissenschaftsteam des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Reaktion europäischer Fledermäuse auf rotes und weißes LED-Licht während ihrer saisonalen Wanderungen. In der Nähe von roten LED Lampen ließen sich häufiger Mückenfledermäuse (Pipistrellus pygmaeus) und tendenziell auch mehr Rauhautfledermäuse (Pipistrellus nathusii) feststellen, was darauf hindeutet, dass die Tiere während des Zugs von roten Lichtquellen angelockt werden. Dieser Effekt ließ sich bei weißen Lichtquellen nicht feststellen.

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Wild gefangene Elefanten haben eine verkürzte Lebensspanne

Die Menschheit fängt seit mehr als 3000 Jahren wildlebende asiatische Elefanten, und sie als Arbeitstiere oder zur Unterhaltung eingesetzt. Wilde Elefanten werden bis zum heutigen Tag gefangen, obwohl der Bestand asiatischer Elefanten im Freiland rückläufig ist. Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat jetzt detaillierte Aufzeichnungen über asiatische Elefanten, die in der Forstwirtschaft in Myanmar eingesetzt wurden, analysiert und die langfristigen Auswirkungen des Fangs untersucht, einschließlich der Rolle verschiedener Fangmethoden. Die Ergebnisse zeigen, dass Wildfänge noch ein Jahrzehnt nach ihrem Fang eine erhöhte Sterblichkeitsrate aufweisen und ihre Lebenserwartung im Vergleich zu in Gefangenschaft geborenen Tieren um mehrere Jahre kürzer ist. Das erhöht den Druck auf die gefährdeten Freilandpopulationen, wenn Wildfänge weiterhin nicht eingeschränkt werden, mit möglicherweise negativen Auswirkungen auf deren Bestandsaussichten. Die in dieser Studie entdeckten Langzeitunterschiede zwischen in Gefangenschaft geborenen und wild gefangenen Elefanten werden auch in Forschungs- und Schutzprogrammen bisher nicht berücksichtigt. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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