Pressemitteilungen

Familie in Gambia. Foto: Felicia Webb.

Der demografische Wandel hält die menschliche Evolution nicht auf

In vielen Teilen der Welt leben die Menschen länger und haben weniger Kinder. Aber das ist nicht alles. In einer Studie über Menschen, die in ländlichen Gebieten Gambias leben, zeichnet sich ab, dass der moderne „demografische Wandel“ dazu führen kann, dass Frauen auch größer und schlanker werden. Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Zusammenarbeit mit britischen, amerikanischen und gambischen Forschungseinrichtungen haben diese Entdeckung jetzt im wissenschaftlichen Fachjournal „Current Biology“  veröffentlicht.

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Der Pardelluchs ist die weltweit am stärksten bedrohte Katzenart. Foto: IZW.

Embryonen des Pardelluchses im Tiefkühler – ein Hoffnungsschimmer für die weltweit am stärksten bedrohte Katzenart

Ein bahnbrechendes Verfahren ermöglicht die Sicherung biologischen Materials von Iberischen Luchsweibchen. In Zukunft wird dieses Zellmaterial  für Zuchtprogramme und die Erhaltung der bedrohten Katzenart eine große Rolle spielen.

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Wallabys werden als Fötus geboren und reifen dann im Beutel der Mutter heran. Foto: Kathleen Röllig.

Früh übt sich – Kängurus klettern bereits in der Gebärmutter

Einem Forschungsteam aus Deutschland und Australien gelang erstmals die Ultraschall-Untersuchung der Trächtigkeit eines Kängurus. Die ForscherInnen entdeckten, dass wesentliche Unterschiede zur Trächtigkeit von Plazentatieren bestehen. Die Ultraschallaufnahmen zeigten, dass der Fötus seine Armmuskulatur bereits in der Gebärmutter
trainiert, indem er Kletterbewegungen ausführt. Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in dem Wissenschaftsjournal „Scientific Reports“ veröffentlicht.

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Iberischer Luchs, die bedrohteste Wildkatzenart auf der Welt. | Foto: IZW

Neue Einfriermethode – ein möglicher Ausweg für bedrohte Säugetierarten

Durch eine besonders schonende Einfriemethode ist es IZW-Forschern gelungen, Eizellen von Löwen, Tigern und anderen Katzenarten in flüssigem Stickstoff zu lagern.

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Bengalkatze mit ihrer Beute, fotografiert auf einem Forstwirtschaftsweg in Sabah, Malaysia. | Foto: Wilting & Mohamed, Sabah Wildlife Department, Sabah Forestry Department.

Wirtschaftsweg statt Wildwechsel

Die Bengalkatze scheint sich in Nutzwäldern wohl zu fühlen: Sie kommt dort häufiger vor als in vollständig naturbelassenen Lebensräumen. Dies fanden Wissenschaftler unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in einer Studie heraus. Doch mit ihrer Fähigkeit, sich auch in gestörten Lebensräumen gut zurechtzufinden, ist die häufigste Katzenart Asiens eine Ausnahme unter den Raubtieren des tropischen Regenwaldes.

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Das Staupevirus verschiedener Wildtierarten unterscheidet sich von dem des Haushundes - welches spezialisierter ist. Foto: IZW.

Auf den Hund gekommen

Bisher ging man davon aus, dass das Staupevirus zuerst bei Haushunden auftrat und dann auf Wildtiere übergesprungen ist. Neue Erkenntnisse zeigen, dass es auch andersherum sein kann. Dies fand eine internationale Forschungsgruppe aus Deutschland, Kanada und den USA heraus, die den „Schlüssel-Schloss“-Mechanismus des Staupevirus untersucht hat, mit dem sich der Erreger Zugang zur Wirtszelle verschafft. Dabei gelang erstmals der Nachweis, dass sich neben einer generalisierten Form des Virus, die Wild- und Haustiere befällt, eine weitere Form entwickelt hat, die auf den Haushund spezialisiert ist. Die Ergebnisse der aktuellen Studie wurden im Online-Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht.

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Koalas im Tiergarten Schönbrunn in Wien | Foto: Barbara Feldmann

Invasion der Retroviren

Retroviren können sich in das Keimzellenerbgut von Koalas integrieren und somit deren Erbgut verändern. Der Koala ist die einzige bekannte Tierart, bei der so etwas beschrieben wurde. Der Prozess der Integration von Retroviren-DNA ist sehr langwierig, dabei kann der Retrovirus den Gesundheitszustand der Koalas über Jahrhunderte hinweg negativ beeinflussen. Das gilt zumindest für Einzelfälle. Diese Ergebnisse wurden jetzt von einem internationalen Team von
Wissenschaftlern aus Australien, Europa und Nordamerika online in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Molecular Biology and Evolution veröffentlicht.

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Eisbär Lars | Foto: Zoo Wuppertal/Barbara Scheer

Springende Viren als Ursache von Erkrankungen von Eisbären im Zoo

Zoos beherbergen eine Reihe verschiedener Tierarten, die in freier Wildbahn nie aufeinander treffen würden. Gelegentlich kann dies unerwartete Folgen haben. Als im Jahr 2010 im Wuppertaler Zoo ein Eisbär starb und ein weiterer schwer erkrankte, waren Zootierärzte auf der Suche nach der Krankheitsursache ratlos. Wie von einem internationalen
Forscherteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und in enger Kollaboration mit Virologen an der Freien Universität Berlin in der Fachzeitschrift Current Biology berichtet wurde, konnte nun nachgewiesen werden, dass die Bären mit einem rekombinanten, von Zebras stammenden Virus infiziert waren, das nun offenbar auf andere Tierarten übergesprungen ist. Solche auf andere Spezies übergehenden Viren können, wenn sie nicht erkannt werden, die
Artenschutzmission von Zoos gefährden.

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Foto: micha74un - Fotolia.

Deutsche Windräder Todesfalle für Fledermäuse aus Nordosteuropa

Windkraftanlagen können Auswirkungen auf weit entfernte Ökosysteme haben. Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wiesen jetzt nach, dass Fledermäuse, die an Windrädern in Deutschland zu Tode kommen, vor allem aus dem osteuropäischen Raum stammen.

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Tüpfelhyänen (Crocuta crocuta). Marion L East; IZW

Durchsetzungsfähigkeit ist die beste Verteidigung

Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt zum ersten Mal, dass bei Zwillingswürfen von Tüpfelhyänen (Crocuta crocuta) die Geschwisterkonkurrenz um Muttermilch durch „Trainingseffekte“, das Geschlecht der Geschwister und Hunger beeinflusst wird. Es zeigte sich, dass das dominante Geschwister keine absolute Kontrolle über die Verteilung der Muttermilch an beide Geschwister hat.

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Neugeborenes Asiatisches Elefantenbaby bewacht von Mutter und Tanten. Das hohe Kompetenzlevel bei der Geburt und die enorme Fürsorge der Herde tragen zur hohen Überlebensrate von Elefantenkälbern bei. Foto: Guillaume Rebis

Elefanten: Rätsel um längste Schwangerschaft der Welt gelöst

Forscher(innen) des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) haben herausgefunden, wie die längste
Schwangerschaft der Welt bei Elefanten gesteuert und reguliert wird und berichten darüber in den „Proceedings of the Royal Society B“. Die Embryonal- und Fetalentwicklung der grauen Riesen dauert bis zu 680 Tage. Die Trächtigkeitsdauer ist somit länger als bei jedem anderen Säugetier.

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Fledermäuse fliegen mit Mischbrennstoff

Zugfledermäuse verbrennen zu gleichen Teilen Fettreserven und Nährstoffe aus der Nahrung, um ihren energetisch aufwändigen Langstreckenflug zu befeuern. Das berichten Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in den Proceedings of the Royal Society of London.

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Kleine Hasenmaulfledermaus (Noctilio al-biventris). Foto: C. Voigt.

Fledermäuse: Gutes Immunsystem sichert Erfolg bei der Fortpflanzung

Wer gesund ist, hat mehr Elan für die Fortpflanzung. Das gilt auch für die Kleine Hasenmaulfledermaus. Männchen mit einem guten Immunsystem haben mehr Erfolg bei Partnerwahl und Fortpflanzung, als ihre kränkelnden Artgenossen, fanden Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung heraus.

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Tasmanischer Tiger | Quelle: Tasmanian Museum and Art Gallery, Hobart, Tasmania.

Begrenzte genetische Vielfalt beim ausgestorbenen Tasmanischen Tiger

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und internationale Kollegen haben
herausgefunden, dass der ausgestorbene Tasmanische Tiger, auch als Tasmanischer Wolf oder Beutelwolf bekannt, eine begrenzte genetische Variabilität besaß. Die Ursache dafür könnte in der geographischen Isolation der Insel Tasmanien vom Festland Australien vor Zehn- bis Dreizehntausend Jahren liegen.

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Zwergflusspferde. Foto: Dr. Gabriela Galateanu (IZW).

Zwergflusspferde zeugen lieber Töchter

Können männliche Tiere das Geschlecht ihrer Nachkommen durch die Zusammensetzung des Ejakulates beeinflussen?

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Dumont et al.: Blattnasenfledermäuse (Phyllostomidae). IZW.

Artenexplosion dank Beißkraft

Eines der größten Rätsel der Evolution ist, warum einige Gruppen von Organismen viele Arten umfassen, andere hingegen nur wenige. Amerikanische Wissenschaftler haben in Zusammenarbeit mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) die Evolution der Artbildung in der Familie der Blattnasenfledermäuse (Phyllostomidae) untersucht. Blattnasenfledermäuse stellen mit etwa 200 Arten eine der artenreichsten Säugetierfamilien dar, während hingegen die nächsten Verwandten nur ungefähr 10 Arten umfassen.

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Tigerschecke. Foto: IZW.

Alte DNA bietet neue Einblicke in die Höhlenmalerei

Ein internationales Forscherteam bestimmte die Fellfarbe von eiszeitlichen Pferden anhand ihrer Gene. Überraschenderweise stimmten die Felszeichnungen aus der letzten Eiszeit und die gefundenen Fellfarben überein. Es wurden braune und schwarze Pferde gefunden und die markanten Tigerschecken konnten erstmalig nachgewiesen werden. Die prähistorischen Felszeichnungen stellen also wohl ein Abbild der Wirklichkeit ihrer Zeit dar.

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Die geheimnisvolle Borneokatze, die nur auf dieser Insel vorkommt. Foto: Joanna Ross und Andrew Hearn, Oxford University, WildCRU.

Sind Borneos Raubtiere noch zu retten?

Die Bewahrung der einzigartigen Vielfalt von Raubtieren auf Borneo war das Ziel des „1st Borneo Carnivore Symposiums“, zu dem vom 18. bis 24. Juni 2011 Forscher, Artenschützer und Regierungsvertreter in
Kota Kinabalu, der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah auf Borneo, zusammen kamen. Südostasien besitzt die größte Vielfalt an Raubtierarten; allerdings ist auch das Aussterberisiko hier bei weitem
am höchsten. Schwerpunkt der Konferenz war die Bedrohung aller Raubtierarten auf Borneo und die Identifikation von Schlüsselgebieten für ihren langfristigen Schutz.

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Unterzeichner des Memorandums: Prof. Heribert Hofer, Direktor des IZW (l.) und Datuk Sam Mannan, Direktor der Forstverwaltung Sabah

Artenschutz in bewirtschafteten Regenwäldern

Das Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wird Malaysia dabei unterstützen, die Artenvielfalt
(Biodiversität) in den bewirtschafteten Regenwaldgebieten von Sabah (Malaysia) zu erfassen. Vertreter der Landesregierung von Sabah, repräsentiert durch die Forstverwaltung Sabah (SFD), und des IZW unterzeichneten dazu am 7. Februar 2011 ein Memorandum of Understanding (MoU).

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Die Unterzeichnenden: links: Frank Oberwemmer, Artenschutzreferent Zoo Leipzig; Mitte: Dr. Laurentius Ambu, Direktor des Sabah Wildlife Departments; rechts: Prof. Heribert Hofer, Direktor des IZW. Foto: Sen Nathan.

Asiatische Säugetiere sterben aus

Am Montag, dem 22. November 2010, wurde in Sabah, Malaysia ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, der den weiteren Verlust von Biodiversität in Sabah verhindern soll.

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