Projekte

Aktuelle Projekte

  • Energiebedarf bei Ausdauer

Alle Säugetiere, die hochintensive Ausdauerübungen „betreiben“, erreichen nach dem Aufbrauchen ihrer Kohlehydratreserven einen Punkt plötzlicher Erschöpfung. Zugvögel hingegen sind in der Lage, die für Langstreckenflüge benötigten enormen Energiemengen durch Oxidation gespeicherter Fette bereitzustellen, und dies sogar ohne äußere Anzeichen größerer Erschöpfung. Ziel unseres Projektes ist es herauszufinden, woher migrierende Flugsäugetiere (Fledermäuse) die Energie nehmen, die sie für ihre Langstreckenflüge benötigen. Verbrennen sie angelegte Fettreserven (wie die Vögel)? Oder müssen sie unterwegs ständig Nahrung aufnehmen, sei es in der Luft oder am Boden bei Zwischenstopps?

Das Projekt wird unter der Federführung der Abteilung Evolutionsökologie zusammen mit anderen Kooperationspartnern bearbeitet (Helmholtz Zentrum München, Techn. Univ. München).

Gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz-Wettbewerb 2019-2021, Projekt K101/2018).

Weiterlesen...

Projektteam:
Dr. Currie, Shannon
MSc. Maximilian Driller
 
  • Signaturen weiblicher/männlicher Fruchtbarkeit – Einsatz von Hochfruchtbarkeitszuchtlinien zur Entschlüsselung der genetischen Grundlage hoher Reproduktionsleistung

Durch den Vergleich der Genome von Hochfruchtbarkeits-Mäusen mit denen von nicht-selektierten Mauslinien sollen genetische Signaturen hoher Fruchtbarkeit identifiziert werden. Ob diese Signaturen auch in anderen Säugetierarten auftreten, wird durch Analyse von Schweine- und Löwen-Genomen untersucht. Der Beitrag der Männchen wird durch Analyse von Spermienparametern erforscht (IZW, Abt. 4 Reproduktionsbiologie).

Das Projekt wird unter der Federführung des FBN zusammen mit anderen Kooperationspartnern bearbeitet (IKMB Kiel, IFN Schönow, BHZP, Geolifes).

Gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz-Wettbewerb 2018-2020, Projekt FBN-3-SOS-FERT).

Weiterlesen...

Projektteam:
 
 
  • Vergleichende Umwelt-Epigenomik in Wildtieren
Epigenetische Veränderungen fungieren als flexible Mechanismen, um die Anpassungsfähigkeit an Umweltveränderungen zu erhöhen. Bisher wurden jedoch hauptsächlich Mütter und deren Nachwuchs untersucht. In unserer Studie untersuchen wir paternal übertragene epigenetische Effekte und fragen außerdem, ob unterschiedliche Umweltveränderungen unterschiedliche oder ähnliche Reaktionen hervorrufen. (Siehe auch Archiv: "Epigenetische Einfluss des Vaters: Geben Väter ihre Erfahrungen an ihre Söhne weiter?")
 
Gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz-Wettbewerb 2018-2020,IZW Projekt)
 

Projektteam:
Dr. Alexandra Weyrich
Prof. Dr. Jörns Fickel
Prof. Yoav Soen
Dorina Lenz
Selma Yasar
Dr. Sylvia Ortman
Dr. Katharina T. Schrapers 

  • Die genomische Basis der konvergenten Evolution in modernen Faultieren (Xenarthra, Pilosa)

Obwohl die (nur) zwei vorhandenen Faultierlinien (Bradypus und Choloepus) durch ca. 30 Millionen Jahre Evolution getrennt sind, haben sie beide ein sehr spezielles Merkmal entwickelt - die obligatorische suspensorische Lokomotion in Bäumen. Da die Vorläufer-Faultiere Bodenbewohner waren und das Merkmal in beiden modernen Arten unterschiedlich und unabhängig voneinander entstanden ist, stellt es ein extremes Beispiel für konvergente Evolution dar. Um die genomische Basis dieser konvergenten Evolution zu finden, werden wir im Genomvergleich von Faultieren mit anderen Säugetieren nach Anzeichen positiver Selektion suchen. Der erste Schritt ist dabei die in Zusammenarbeit mit dem Vertebrate Genome Project (VGP) im Genom 10K Konsortium durchgeführte Sequenzierung eines qualitativ hochwertigen Faultiergenoms.
 
Gefördert durch ein Marie Sklodowska-Curie Individual Stipendium für Dr. Marcela Uliano-Silva.
 
Projektteam:
Dr. Camila Mazzoni
 
Former taem members:
Dr. Marcela Uliano-Silva
 
  • Die Wiederbesiedlung Zentraleuropas durch größere Raubtiere - Bestimmung der genetischen Muster ihrer Wiederansiedlung aus nicht-invasiv gesammelten Untersuchungsproben mittels neuer SNP-Marker

Die hier entwickelten SNPs (single nucleotid polymorphism, Einzelsequenzunterschiede) gestatten Untersuchungen dazu, wie sich diese schwer zu beobachtenden Arten in Gegenden mit hoher Bevölkerungsdichte und intensiver Landnutzung ausbreiten. Im Projekt (federführend vom Senckenberg Forschungsinstitut Gelnhausen betreut) werden fünf Tierarten bearbeitet: Europäische Wildkatze, Wolf, Otter, Luchs, Braunbär. Am IZW werden davon drei Tierarten bearbeitet: Eurasischer Luchs (Lynx lynx), Eurasischer Otter (Lutra lutra), und Eurasischer Braunbär (Ursus acrtos arctos).

Gefördert durch die Leibniz-Gemeinschaft (Leibniz Wettbewerb 2011-2014, SAW-2011-SGN-3).


Mitglied in

Weiterlesen...

Projektteam:
Dr. Daniel Förster
Prof. Dr. Jörns Fickel
Deniz Mengüllüoğlu (PhD Projekt)
Anke Schmidt
 
Ehemalige Projektmitarbeiter:
Marijke Autenrieth (MSc. Projekt)
James Bull (DAAD Projekt)
Veronica T. (Msc. Projekt)
Tanja Noventa

  • Computergestützte Verfahren in der Ökologie und der Evolutionsforschung

Viele unserer Forschungsprojekte erfordern neue Programme zur Verarbeitung und Auswertung der gewonnenen Daten. Diese Auswerte-Werkzeuge entwickeln wir entweder selbst oder in Kooperationen, und stellen sie auch anderen zur Verfügung. Einige unserer R-Pakete werden sogar weltweit genutzt (z.B. camtrapR, climwin).

Weiterlesen...

Projektteam:
Colin Vullioud
 
Former team members:
Dr. Liam Bailey
 
  • Besseres Verstehen demographischer Veränderungen in einer wachsenden Bevölkerung anhand von Simulationsmodellen

Populationswachstum wird durch demographische Prozesse bewirkt, die schwer zu erfassen sind: sie sind eng miteinander verzahnt und unterliegen komplexen Wechselwirkungen. Auf der Grundlage der Daten einer mehr als 22 Jahre andauernden Untersuchung der Tüpfelhyänenpopulation (Crocuta crocuta) im Ngorongoro-Krater in Tansania soll mittels eines Individuen-basierten Simulationsmodells erforscht werden, wie (und welche) demographische Prozesse Populationswachstum ermöglichen, wie sie es begrenzen und welche evolutiven Konsequenzen dies nach sich zieht.

Gefördert durch ein DAAD-Stipendium für Dr. Liam Bailey.

Weiterlesen...

Projektteam:
 
Former team members:
Dr. Liam Bailey
 
  • Aus Wirbellosen gewonnene Wirtstier-DNA zum Monitoring der (urbanen) Tierwelt in Berlin

Wir sammeln sich von Wirbeltierblut ernährende Fliegen und Mücken in Parks und Grünanlagen in und um Berlin, um durch Analyse der in diesem Wirbeltierblut enthaltenen DNA auf nicht-invasive Weise das Vorkommen und die Verteilung der (Wirts) Tierwelt in Berlin zu untersuchen. Die mittels „Metabarcoding“ gewonnenen Sequenzen werden anschließend mit den “Einfangsystemen“ Fliege bzw. Mücke korreliert, um auch den Einfluss der Wahl des “Einfangsystems” auf die Ergebnisse zu analysieren.

Diese Studie ist Teil des laufenden “Bridging in Biodiversity of Science” (BIBs) Projektes, finanziert durch das BMBF (2017-2020).

Weiterlesen...

Projektteam:
Dr. Renita Danabalan
Dr. Sébastien Calvignac-Spencer (Robert Koch Institute, Berlin)
 
Ehemalige Projektmitarbeiter:
Susanne Butschkau (Msc. -Studentin Fu Berlin)
Dr. Pierre Gras
Seeta Deeg (Msc. -Studentin FU Berlin)
Madlee Einiedler (Msc. -Studentin Fu Berlin)
 
  • Wildschweine in ländlicher und städtischer Umgebung

Genotypisierungsdaten von Wildschweinen aus städtischen und ländlichen Lebensräumen werden mit Verhaltens- und Ernährungsdaten abgeglichen, um zu testen, ob es genetische, nahrungsbezogene und/oder Verhaltensunterschiede zwischen Wildschweinen aus städtischen und denen aus ländlichen Lebensräumen gibt. Längerfristig sollen so Eigenschaften (einschl. genetischer Marker) gefunden werden, die Anpassungen an die entsprechen Lebensräume vermitteln.

Dieses Projekt wird federführend von den Kollegen der Arbeitsgruppe „Stadtökologie“ betreut.

Gefördert durch BBiB.

Weiterlesen bei der “Arbeitsgruppe Stadtökologie ”

Projektteam:
Dr. Kostantin Börner
 
Ehemalige Projektmitarbeiter:
Justus Hagemann (MSc.-Student, Universität Potsdam)
Dr. Pierre Gras
Dr. Milena Stillfrield
 
  • Populationsgenetische Untersuchungen bei Igeln in Berlin

Durch Genotypisierung einer großen Anzahl an Igeln wird die Hypothese getestet, dass die Igelpopulation aufgrund zahlreicher innerstädtischer Barrieren genetisch in kleine Subpopulation strukturiert ist. Sollte dies zutreffen, so sollen die städtischen Strukturen identifiziert werden, die als Barrieren wirken.

Dieses Projekt wird federführend von den Kollegen der Arbeitsgruppe „Stadtökologie“ betreut.

Gefördert durch BBiB.

Projektteam:
 
Ehemalige Projektmitarbeiter:
Dana Wehner (B.Sc.-Studentin)
Leon Barthel
 
Zuletzt aktualisiert am 8 Januar 2020