Herzlich willkommen am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung!

Das Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung (IZW) ist eine interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung, die sich mit der Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für einen innovativen Artenschutz befasst.

Der Mensch beeinflusst nahezu alle Ökosysteme unseres Planeten. Immer noch lässt sich nicht vorhersagen, wie Flora und Fauna auf die ständig wachsenden globalen Veränderungen reagieren (werden). Wie kommt es, dass manche Wildtierarten durch die Eingriffe des Menschen bedroht sind, während andere sich erfolgreich an veränderte Lebensräume und Lebensumstände anpassen können?

Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, verbindet das IZW verschiedene Forschungsansätze und Fachdisziplinen. Wir untersuchen physiologische, genetische, verhaltensbiologische, ökologische, evolutionsbiologische und veterinärmedizinische Aspekte, verknüpfen Grundlagen- und angewandte Forschung und stellen Fragen zu Mechanismen (proximate Fragestellungen) sowie zur evolutionsbiologischen Funktion (ultimate = funktionelle Fragestellung) von Merkmalen.  

Das IZW untersucht die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit von Wildtierpopulationen in freier Wildbahn und in menschlicher Obhut in Deutschland, Europa und weltweit. Gelingt es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtierpopulationen zu verstehen und vorherzusagen, dann kann diese Kenntnis genutzt werden, um neue Konzepte und gezielte Interventionen für den Artenschutz zu entwickeln.

Das IZW ist ein Institut des Forschungsverbundes Berlin e.V. und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Banteng Author: Petra Kretzschmar/Leibniz-IZW
Banteng Author: Petra Kretzschmar/Leibniz-IZW

Kamerafallenstudie zeigt Einfluss von Regenwaldabholzung auf Wildrinder

In degradierten Regenwäldern ändert sich die Umgebungstemperatur. Das führt beim Borneo-Banteng – einem Wildrind – zu Verhaltens- und Raumnutzungsänderungen. Dieses Studienergebnis eines internationalen Wissenschaftsteams des Danau Girang Field Centre (DGFC), der Cardiff University, des Sabah Wildlife Department (SWD) und des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) wurde in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht. Erstmals konnten genaueste Verhaltensmodelle der Borneo-Bantengs erstellt werden. Der Einsatz von Kamerafallen mit Temperatursensoren erlaubte es, Verhaltensänderungen von Bantengs in Zusammenhang mit Temperaturdaten zu analysieren.

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Author: Leibniz-IZW
Author: Leibniz-IZW

Leopardenmahlzeit – Weibchen speisen vielfältiger

Die Weibchen der großen Raubkatzenart haben ein weit größeres Beutespektrum als ihre männlichen Artgenossen

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Joachim Kloock
Joachim Kloock

Wie gebärfreudige Mäuse bei der Arterhaltung von Großkatzen helfen können

Großes Leibniz-Projekt soll grundsätzliche Mechanismen der Fruchtbarkeit entschlüsseln

Menschen sowie auch Tiere können von Unfruchtbarkeit oder verminderter Fruchtbarkeit betroffen sein. Was beim Menschen vorwiegend psychologische Probleme verursacht, kann bei bedrohten Tierarten zum Aussterben führen. Die Ursachen für geringe Fruchtbarkeit sind vielfältig und häufig nicht bekannt.

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Untersuchung eines Geparden Autor: Leibniz-IZW
Untersuchung eines Geparden Autor: Leibniz-IZW

Citizen Science als Erfolgsrezept in der Wildtierbiologie

Verlässlichkeit der Daten und Motivation der BürgerInnen als Erfolgsfaktoren

Das Einbeziehen von BürgerInnen in wissenschaftliche Projekte boomt. Bürgerwissenschaften – auch Citizen Science genannt – ermöglicht es WissenschafterInnen, mit viel größeren Datenmengen als bisher zu arbeiten, und damit zu besseren Forschungsergebnissen zu gelangen. Kritische Faktoren sind allerdings die Sicherstellung der Qualität der eingereichten Daten und die anhaltende Motivation der BürgerInnen. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Team von WissenschafterInnen unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und der Federführung der Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien. In der Fachzeitschrift „Ethology“ stellt das Wissenschaftsteam vier Fallstudien aus der Wildtierbiologie vor.

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Przewalski Pferd Autor: A. Ludwig/Leibniz-IZW
Przewalski Pferd Autor: A. Ludwig/Leibniz-IZW

Des Vaters Erbe: Die männliche Seite der Pferdedomestikation

Weltweit gibt es gegenwärtig etwa 60 Millionen Pferde – 12 Millionen Hengste und 48 Millionen Stuten. Nahezu alle heute lebenden Hengste stammen von einem Hengst aus der Eisenzeit ab – wie eine internationale Studie unter Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung und der Universität Potsdam jetzt erstmalig belegt. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Science Advances“ veröffentlicht.

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