Förderung von Doktorandinnen und Doktoranden

Am Leibniz-IZW werden zu jedem Zeitpunkt zwischen 40 und 50 Doktoranden betreut. Die Doktorandinnen und Doktoranden kommen ans Leibniz-IZW, um die Grade „PhD“ in einem beliebigen Fachgebiet, „Dr. rer. nat.“ in Biologie und verwandten Gebieten oder „Dr. med. vet.“ in Veterinärmedizin zu erwerben.

Wir betrachten die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses als eine Aufgabe von hoher Priorität. Neben den wissenschaftlichen Betreuerinnen und Betreuern ernennt das Leibniz-IZW einen Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin als Doktorandenkoordinatoren zur allgemeinen Unterstützung der Promovierenden. Beide organisieren und leiten die monatlichen Doktorandenseminare, sind Moderatoren für die Organisation und Koordination der Aktivitäten im Rahmen der Strukturierten Doktorandenausbildung, helfen bei der Organisation des internationalen Doktorandensymposiums und sind Ansprechpartner für nicht-fachliche Probleme der Promovierenden. Neue Doktorandinnen und Doktoranden erhalten zudem Unterstützung durch erfahrenere Promovierende als Mentorinnen und Mentoren, um ihnen die Integration in das Institut zu erleichtern.

„Richtlinien für Dissertationen am Leibniz-IZW“ wurden von einer Arbeitsgruppe aus Promovierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und der Institutsleitung erarbeitet und zuletzt im März 2011 überarbeitet. Die englische Version des Dokuments wurde im Mai 2012 verabschiedet. Zurzeit werden die Richtlinien erneut aktualisiert. In den „Richtlinien für eine gute Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden am IZW“, die zwischen 2016 und 2018 entwickelt und 2019 verabschiedet wurden, haben wir ausdrücklich Standards und Verfahren für die Betreuung von Promovierenden festgeschrieben. Die Richtlinien präzisieren Aufgaben und Verantwortlichkeiten der Betreuerinnen und Betreuer in den verschiedenen Phasen eines Promotionsvorhabens, von der Planungsphase über die Einstellungs- und Arbeitsphase bis zum Abschluss der Dissertation und der Publikation von Manuskripten.

Im Rahmen der strukturierten Doktorandenausbildung bietet das Leibniz-IZW jährlich mehrere allgemeine Kurse an, wie z.B. ein Einführungskurs zur biostatistischen Analyse und Versuchsplanung und zwei Kurse zur Wissenschaftstheorie (Epistemologie) für Biowissenschaftler, einschließlich Genderaspekte. Darüber hinaus erhalten die Studierenden eine Einführung in die Regeln der guten wissenschaftlichen Praxis. Das fakultative Kursangebot umfasst fortgeschrittene Statistik sowie Schulungen in Methoden des Wissenstransfers wie das Erstellen von Filmabstracts oder das Verfassen leicht verständlicher Texte.

Alle zwei bis drei Jahre organisieren die Doktorandinnen und Doktoranden des Leibniz-IZW ein internationales Doktorandensymposium mit Vorträgen von mehreren international renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ziel ist es, den Promovierenden Erfahrungen bei der Organisation von Konferenzen und der Einwerbung von Geldern zu vermitteln und ein bestimmtes Forschungsthema mit anderen Studierenden und erfahrenen Forschenden zu diskutieren. Im September 2019 organisierten die Promovierenden des Leibniz-IZW ihr 5. Doktorandensymposium („Science is also Yours: Working and Communicating with the Public”).