• Startseite

Das Leibniz-IZW ist ein international anerkanntes Forschungsinstitut. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Unser Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Kontext des globalen Wandels zu verstehen und zum Erhalt von gesunden Wildtierbeständen beizutragen. Dafür erforschen wir die Vielfalt von Lebenslauf-Strategien, die Mechanismen der evolutionären Anpassungen und ihre Grenzen – inklusive Wildtierkrankheiten – sowie die Wechselbeziehungen zwischen Wildtieren, ihrer Umwelt und dem Menschen. Wir setzen Expertise aus Biologie und Veterinärmedizin in einem interdisziplinären Ansatz ein, um Grundlagen- und angewandte Forschung – von der molekularen bis zur landschaftlichen Ebene – in engem Austausch mit Stakeholdern und der Öffentlichkeit durchzuführen. Darüber hinaus stellen wir einzigartige und hochwertige Dienstleistungen für die Wissenschaftsgemeinschaft bereit.

Aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest in Deutschland: Das Leibniz-IZW führt Forschungen zur Populationsdynamik, zur Modellierung von Krankheitsausbrüchen bei Wildschweinen sowie zur Ökologie und Mensch-Tier-Interaktion in urbanen Räumen durch. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Krankheit bei Nutztieren und daher sind für alle Fragen zum akuten Infektionsgeschehen die jeweiligen Landeslabore und das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) FLI zuständig.

Aktuelles

Besenderter Gepard in der Namib-Wüste (Foto: Ruben Portas)
Besenderter Gepard in der Namib-Wüste (Foto: Ruben Portas)

Milzbrand ist eine vom Bakterium Bacillus anthracis verursachte Infektionskrankheit, die in einigen Teilen Afrikas endemisch ist. Sie befällt Menschen, Nutztiere und Wildtiere. Ein Team des Gepardenforschungsprojekts des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) rekonstruierte nun anhand von GPS-Telemetriedaten einen besonderen Fall von Milzbrand in Namibia: Drei Geparde in der Namib-Wüste starben innerhalb von 24 Stunden, nachdem sie ein Bergzebra gefressen hatten, das später positiv auf den Erreger getestet wurde. Bei dem Bergzebra handelt es sich um den ersten beschriebenen Fall eines mit Milzbrand infizierten Wildtieres in dieser Wüstenregion. Der Fall zeigt auch, dass es bisher unbekannte Risiken für die Geparden in der Wüste geben könnte. Der Fall wird in der Fachzeitschrift „Frontiers in Veterinary Science“ ausführlich beschrieben.

Am 26. September wird nicht nur der Bundestag, sondern auch das Berliner Abgeordnetenhaus neu gewählt. In einem Positionspapier betonen nun die in Berlin Research 50 zusammengeschlossenen außeruniversitären Einrichtungen der Hauptstadt, worauf es nach der Wahl für die Forschung ankommt. Darin formulieren sie 10 Forderungen, die der künftige Senat umsetzen sollte, um Berlin als Wissenschaftsmetropole weiter zu stärken.

Pirol (Foto: By Kookaburra 81 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59190887)
Pirol (Foto: By Kookaburra 81 - Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=59190887)

Die Fähigkeit, mit veränderten Umweltbedingungen klug umzugehen, ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Arten mit dem Klimawandel zurechtkommen. Durch die Analyse stabiler Isotope in historischen Federn aus den Jahren 1818 bis 1971 wies ein Wissenschaftsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) nun einen Zusammenhang zwischen der Wahl möglicher Überwinterungsgebiete des Pirols und der dortigen Niederschlagsmengen nach. Dieser Zusammenhang belegt eine Flexibilität der Pirole, aber auch deren Abhängigkeit von den Niederschlägen im Afrika südlich der Sahara – die sich mit dem Klimawandel und den damit verbundenen Prozessen der Wüstenbildung ändern könnten. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift "Global Change Biology" veröffentlicht.

Suche nach Eizellen im Feldlabor in Kenia (Foto: BioRescue/Rio the photographer)
Suche nach Eizellen im Feldlabor in Kenia (Foto: BioRescue/Rio the photographer)

In einem weiteren Schritt zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns hat das BMBF-geförderte BioRescue-Konsortium von internationalen Organisationen aus Wissenschaft und Artenschutz drei weitere Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns erzeugt. Im Juli 2021 entnahmen die Spezialisten des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) dafür Eizellen vom Nashornweibchen Fatu im Reservat „Ol Pejeta“ in Kenia, die anschließend im Labor in Italien befruchtet wurden. Diesmal konnte BioRescue erstmalig das Sperma eines anderen Bullen verwenden, wodurch die genetische Vielfalt der kryokonservierten Embryonen maßgeblich gesteigert wird.

Gefriersperma von Rindern Foto: wikipedia Uwe Muell
Gefriersperma von Rindern Foto: wikipedia Uwe Muell

Ein Forschungsteam der Humboldt-Universität zu Berlin und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat ein Agenten-basiertes Computermodell entwickelt, um die Passage von Spermien durch den weiblichen Genitaltrakt zu simulieren. Damit konnten Schlüsselfaktoren für den erfolgreichen Transit der männlichen Keimzellen ohne den Einsatz von Tierversuchen identifiziert werden. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „PLoS Computational Biology“ veröffentlicht.

Tüpfelhyäne und Massai-Hirte im Ngorongoro-Krater in Tansania (Foto: Oliver Höner)
Tüpfelhyäne und Massai-Hirte im Ngorongoro-Krater in Tansania (Foto: Oliver Höner)

Emotionen gegenüber und die kulturelle Bedeutung großer Raubtiere sind bessere Indikatoren der Akzeptanz von Managementstrategien durch die lokale Bevölkerung als die Höhe der Verluste an Nutztieren. Dies ist das Ergebnis einer neuen interdisziplinären Untersuchung unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW). Sie führten Befragungen unter Massai-Hirten im Ngorongoro-Schutzgebiet in Tansania durch und konzentrierten sich dabei auf die drei dort vorkommenden großen Raubtierarten Tüpfelhyäne, Löwe und Leopard und drei denkbare Managementstrategien „keine Maßnahmen“, Umsiedlung und Abschuss. Soziokulturelle Variablen erwiesen sich als Schlüssel zum Verständnis der Beziehungen zwischen den Massai und Raubtieren. Dies stelle den traditionellen Fokus von Managementstrategien auf die Verluste an Nutztieren in der Mensch-Raubtier-Konfliktforschung in Frage, so die Wissenschaftler. Die Ergebnisse sind in der frei zugänglichen wissenschaftlichen Fachzeitschrift "Frontiers in Conservation Science" veröffentlicht.

Institutsgebäude des Leibniz-IZW (Foto: Jan Zwilling)
Institutsgebäude des Leibniz-IZW (Foto: Jan Zwilling)

Um dem wachsenden Raumbedarf für zellbasierte Forschung und Wissensaustausch gerecht zu werden, wird das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) einen Erweiterungsbau erhalten. Die Ergebnisse des Architekturwettbewerbs können im Leibniz-IZW betrachtet werden. Der Neubau setzt auf nachhaltiges Bauen.

IZW in den Medien

 

04.06.2021 | BBC News
How to protect birds and bats from wind turbines

02.06.2021 | Frankfurter Allgemeine Zeitung
Kontaktbörse am Katzenbaum - Die sozialen Netzwerke der Geparden

01.06.2021 | ZEIT Leo
Wer ist hier der Boss - Zwei Gepardenbrüder in Namibia

27.05.2021 | Pferde.de
Ob blond, ob braun – die Geschichte der Fellfarben beim Pferd

26.05.2021 | ServusTV
Cher und der Elefant

25.05.2021 | Der Tagesspiegel
In Brandenburg werden immer mehr Wölfe getötet

19.05.2021 | BILD
Eltern von Eisbärin Hertha sind Geschwister - Wie gefährlich ist Inzucht bei Tieren?

13.05.2021 | Berliner Zeitung
Wenn einer Braunbärin der Zahn gezogen wird

12.05.2021 | FOCUS
Tote Wölfin «Juli» wird untersucht

10.05.2021 | Bild der Wissenschaft
Magnetsinn im Fledermaus-Auge

07.05.2021 | Nature World News
Animals Can Survive Illnesses Caused by Climate Change Better than Humans?

07.05.2021 | APA Austria
Stu­die: Ein Drit­tel der Schü­ler weiß nicht was Zoo­no­sen sind

06.05.2021 | Econoticias
Los murciélagos tienen un sexto sentido en las córneas

03.05.2021 | Der Tagesspiegel
Kinderwünsche und Umsiedelungen für Nashörner - Alternativen zum Aussterben

02.05.2021 | Spektrum der Wissenschaft
Artenschutz: Hunde haben die Nase vorn

30.04.2021 | Riffreporter
Schicksalsjahr für die Natur: Verhandlungen zu globalem Abkommen stecken fest

29.04.2021 | Der Tagesspiegel
Wie Pferde und Esel Wüsten beleben

28.04.2021 | FOCUS
Weiterer Schritt zur Rettung der Art

26.04.2021 | Bochumer Zeitung
Retroviren schreiben das Koala-Genom um und verursachen Krebs

19.04.2021 | ARD tagesschau24
WISSENSCHECK: Tierparks im Wandel

17.04.2021 | Spektrum der Wissenschaft
Artenschutz in Afrika - Stammtisch der Geparden

14.04.2021 | Greenpeace-Magazin
Dufte Katzenbars: Die Entdeckung von „Kommunikationshotspots“ könnte den Schutz der bedrohten Geparde voranbringen

07.04.2021 | Windkraft-Journal
Artenschutz an Windanlagen: Wie das akustische Monitoring zum Schutz der Biodiversität verbessert werden kann (und sollte)

05.04.2021 | ZDF Terra X
Die Sprache der Tiere

02.04.2021 | Berliner Zeitung
Berliner Forscher bitten zu Ostern zur Hasenjagd

02.04.2021 | Badische Zeitung
Dating in Hyänen-Kreisen: Was für ein Stress

31.03.2021 | Berlin.de
Hase oder doch Kaninchen? Berliner zum Zählen aufgerufen

31.03.2021 | Süddeutsche Zeitung
Hase oder doch Kaninchen? Berliner zum Zählen aufgerufen

30.03.2021 | NABU Berlin
Auch der Osterhase ist ein (Ost-)Berliner - Berliner*innen sollen Feldhasen-Sichtungen in der Stadt melden

30.03.2021 | Horizon Magazine
The curious case of northeast Brazil’s cross-breeding sea turtles

25.03.2021 | Deutschlandfunk Kultur
Genomatlas für Artenschutz: Gen-Entschlüsselung könnte Artenvielfalt bewahren

25.03.2021 | The Guardian
Researchers find the secret of the bunny hop: it's all in the genes

25.03.2021 | MDR
Chemie in Greifvögeln: Pflanzenschutzmittel, Nagetiergift, Ibuprofen und Antibiotika

25.03.2021 | Die Linde
Schlagrisiko von Fledermäusen an Windkraftanlagen verringern

25.03.2021 | FOCUS
Rattengift bedroht Greifvögel

23.03.2021 | Berliner Zeitung
Chemikalien vergiften Greifvögel in Deutschland – und Habichte in Berlin

12.03.2021 | Terra Mater Factual Studios
How to Save a Species When There Are Only Two Females Left