Cheetah, Autor: R.Portas, Leibniz-IZW
Cheetah, Autor: R.Portas, Leibniz-IZW

Geparde sind stark gefährdet – die Warnstufe auf der Roten Liste muss aktualisiert werden

Eine Neubewertung der Gepardenpopulationen im südlichen Afrika enthüllt die kritische Lage dieser Wildkatze. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass die derzeitige Populationsschätzung von Geparden im südlichen Afrika veraltet ist. Nach aktueller Datenlage musste der Bestand drastisch nach unten korrigiert werden. Die Expertengruppe empfiehlt den Schutzstatus des Geparden auf der Roten Liste der Welt-Naturschutzunion (IUCN) sofort auf „stark gefährdet“ hochzusetzen.  Die Studie ist in der wissenschaftlichen Zeitschrift „PeerJ“ veröffentlicht. ...

 

Wildschwein Sus Scrofa, Autor: Milena Stilfried
Wildschwein Sus Scrofa, Autor: Milena Stilfried

Das Erfolgsgeheimnis der Berliner Wildschweine: Ein Leben ohne Angst

Wildschweine sind bekannt für ihr ausgezeichnetes Lernverhalten und ihre hohe Flexibilität - zu Recht, denn die urbanen Vierbeiner nehmen die Stadt ganz anders wahr als ihre Artgenossen vom Land. Während das Stadtschwein mitten in menschlichen Siedlungen lebt und menschliche Nähe bis auf wenige Meter toleriert, vermeiden die Landschweine sowohl den Menschen selbst als auch menschlich geprägte Landschaftsstrukturen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Kooperation mit Berliner und Brandenburger Forsten. Die Studie wurde von der Stiftung Naturschutz Berlin und National Geographic finanziell unterstützt. Die Ergebnisse sind jetzt in der wissenschaftlichen Zeitschrift „Frontiers in Ecology and Evolution“ veröffentlicht.  ...

 

Wolf Canis lupus Autor: Heiko Anders
Wolf Canis lupus Autor: Heiko Anders

Verwandschaft verpflichtet - Jagdhunde und Wölfe teilen sich ihre Parasiten

Obwohl der Grauwolf, wie jedes Wildtier, eine Vielzahl an Parasiten beherbergt, hat seine Anwesenheit in den Wäldern Deutschlands wenig Einfluss auf die Parasitenlast von Jagdhunden. Das ist das beruhigende Ergebnis einer Studie des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). In der Untersuchung wurden 78 Jagdhunde aus einer wolfsfreien und einer von Wölfen bereits besiedelten Region Deutschlands über einen mehrmonatigen Zeitraum regelmäßig auf Parasiten im Kot untersucht. Die Ergebnisse wurden in der freizugänglichen Fachzeitschrift „International Journal for Parasitology: Parasites and Wildlife“ veröffentlicht. ...

 

Fellfarben bei Pferden/Arne Ludwig, Leibniz-IZW
Fellfarben bei Pferden/Arne Ludwig, Leibniz-IZW

Überlebt, dank Farbanpassung

Wie konnten Pferde das Massenaussterben der Megafauna nach der letzten Eiszeit überstehen? Unter anderem durch Anpassung ihrer Fellfarbe an die veränderte Vegetation. Dies fanden Leibniz-IZW-Forscher gemeinsam mit mexikanischen Kollegen durch Abgleich von DNA-Analysen fossiler Knochen mit Pollenfunden heraus. ...

 

Fruchtfliege (Violin Fly)/Patrick Debelle
Fruchtfliege (Violin Fly)/Patrick Debelle

Wettstreit um Weibchen macht Männchen leistungsstärker – bei Fruchtfliegen

Wenn sich Weibchen ihre Paarungspartner auswählen dürfen, führt das langfristig (Evolution) zu leistungsfähigeren Männchen. Das fanden Wissenschaftler der Universitäten Sheffield und St. Andrews sowie des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung heraus. Die gemeinsame Studie wurde in der Fachzeitschrift Animal Behaviour veröffentlicht. ...

 

Kamerafallenfotot Saola (Pseudoryx nghetinhensis); WWF Vietnam
Kamerafallenfotot Saola (Pseudoryx nghetinhensis); WWF Vietnam

Etablierung eines Zuchtprogramms zum Schutz der letzten Saolas

Das Saola (Pseudoryx nghetinhensis) ist eine endemische Huftierart des Annamiten-Gebirges zwischen Vietnam und Laos. Es steht kurz vor dem Aussterben. Hauptbedrohung sind kommerzielle Fallensteller, die den florierenden Handel mit Wildfleisch in Indochina beliefern. Um das Überleben des Saola zu sichern, ist die Einrichtung eines Erhaltungszuchtprogramms notwendig. In einem Brief in der Fachzeitschrift Science hat nun eine Gruppe von NaturschützerInnen und NaturschutzwissenschaftlerInnen, einschließlich MitgliederInnen der „IUCN Saola Working Group“ und dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, ihre Sorge um die Zukunft dieser Art geäußert und betont, wie wichtig und dringlich ein Management außerhalb seines Ursprungsortes (ex-situ) ist. ....

 

Spermien Bennett Känguru, Leibniz-IZW/Dagmar Viertel
Spermien Bennett Känguru, Leibniz-IZW/Dagmar Viertel

Spermien von Kängurus enthalten ungewöhnliche Fettsäuren

Mit künstlicher Besamung lassen sich bedrohte Tierarten erhalten. Was bei vielen Säugetieren möglich ist, gelang bisher bei Kängurus nur in Ausnahmen  – ihre Spermien sind nach dem Einfrieren zu stark geschädigt. Jetzt haben Wissenschaftlerinnen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig die Zusammensetzung von Känguruspermien mithilfe der Massenspektrometrie analysiert. Die Untersuchungen zeigten, dass die Membranen der Spermien aller untersuchten Känguruarten Lipide mit einer ungewöhnlichen Fettsäure, der Docosatriensäure, enthalten. Sie könnte die bislang erfolglose Gefrierkonservierung erklären. Die Ergebnisse sind in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Lipids“ erschienen....

 

Nabire, Autor: Dvur Kralove Zoo, Joel Satore
Nabire, Autor: Dvur Kralove Zoo, Joel Satore

Auktion zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns

Berliner und Brandenburger Firmenchefs und Privatpersonen sind dazu aufgerufen, sich an der Rettung der bedrohtesten Nashornart der Welt zu beteiligen.

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Dr. Frank Göritz (links) bei einem Rettungseinsatz im Gazastreifen.
Dr. Frank Göritz (links) bei einem Rettungseinsatz im Gazastreifen.

Leibniz-IZW Forscher erhält internationalen Tierschutzpreis

Dem Forscher und leitenden Tierarzt Dr. Frank Göritz wurde am 11. September 2017 in Wien der internationale „Vier Pfoten Tierschutzpreis“ überreicht. ...

 

Autor: Leibniz-IZW/G:Wibbelt
Autor: Leibniz-IZW/G:Wibbelt

Häufig gestellte Fragen zum Berliner Eichhörnchen Pockenvirus („Berlin Squirrel Poxvirus“)

In den letzten Tagen erreichen uns nach der Pressemitteilung zum Pockenvirus bei Berliner Eichhörnchen jede Menge Anfragen dazu. Hier finden Sie eine Übersicht der am häufigsten gestellten Fragen....

 

Autor: Leibniz-IZW/G:Wibbelt
Autor: Leibniz-IZW/G:Wibbelt

Neues Pockenvirus bedroht junge Eichhörnchen

Ein bisher unbekanntes Pockenvirus verursacht schwere Erkrankungen bei Europäischen Roten Eichhörnchen in Deutschland. Molekulargenetische Untersuchungen zeigen, dass es sich dabei um eine neue Art aus der Familie der Pockenviren handelt. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin „Emerging Infectious Diseases“ veröffentlicht....

 

„Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft“

"Tierversuche verstehen“ ist eine Initiative der deutschen Wissenschaft, koordiniert von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen. Sie informiert umfassend, aktuell und faktenbasiert über Tierversuche an öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen. Die biomedizinische Forschung dient unmittelbar der Aufklärung grundlegender Prozesse im Organismus und der Entwicklung neuer Verfahren in der Prävention, Diagnose und Therapie von Erkrankungen beim Menschen wie Krebs, Diabetes, Aids und Alzheimer, und auch bei Tieren. ... https://www.tierversuche-verstehen.de/

Bürgerwissenschaftler werden und Tierbeobachtung melden

Seit 7. Mai führen der rbb und das IZW das Bürgerwissenschaften-Projekt Füchse in der Stadt durch:
 

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Herzlich willkommen am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung!

Das Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung (IZW) ist eine interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung, die sich mit der Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für einen innovativen Artenschutz befasst.

Der Mensch beeinflusst nahezu alle Ökosysteme unseres Planeten. Immer noch lässt sich nicht vorhersagen, wie Flora und Fauna auf die ständig wachsenden globalen Veränderungen reagieren (werden). Wie kommt es, dass manche Wildtierarten durch die Eingriffe des Menschen bedroht sind, während andere sich erfolgreich an veränderte Lebensräume und Lebensumstände anpassen können?

Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, verbindet das IZW verschiedene Forschungsansätze und Fachdisziplinen. Wir untersuchen physiologische, genetische, verhaltensbiologische, ökologische, evolutionsbiologische und veterinärmedizinische Aspekte, verknüpfen Grundlagen- und angewandte Forschung und stellen Fragen zu Mechanismen (proximate Fragestellungen) sowie zur evolutionsbiologischen Funktion (ultimate = funktionelle Fragestellung) von Merkmalen.  

Das IZW untersucht die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit von Wildtierpopulationen in freier Wildbahn und in menschlicher Obhut in Deutschland, Europa und weltweit. Gelingt es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtierpopulationen zu verstehen und vorherzusagen, dann kann diese Kenntnis genutzt werden, um neue Konzepte und gezielte Interventionen für den Artenschutz zu entwickeln.

Das IZW ist ein Institut des Forschungsverbundes Berlin e.V. und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.