Sabah Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis harrisoni) Autor: Jastram/IZW
Sabah Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis harrisoni) Autor: Jastram/IZW

Eine Impfung stoppt das Wachstum von Tumoren bei Nashörnern

Nashornweibchen leiden häufig an Tumoren in der Scheide oder der Gebärmutter.  Diese erschweren es den Tieren, Nachwuchs zu bekommen. Erstmalig gelang es Forschern des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien, das Wachstum und die Neubildung  dieser gutartigen Geschwulste mithilfe einer Impfung zu stoppen. Die Impfbehandlung wurde erfolgreich am südlichen Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum) und beim Panzernashorn (Rhinoceros unicornis) angewandt. Die Impfung mit „Improvac“ beeinflusst die Ausschüttung von Sexualhormonen, führt so zu einer Einstellung des weiblichen Sexualzyklus und verkleinert dadurch hormonabhängig wachsende Tumore. Die Ergebnisse der Studie sind im wissenschaftlichen Open Access-Journal PLOS ONE erschienen...

Gefärbter Kopf doppelter Hakenkranz Bandwurm Taenia sp. Foto: I. Lesniak/Leibniz-IZW
Gefärbter Kopf doppelter Hakenkranz Bandwurm Taenia sp. Foto: I. Lesniak/Leibniz-IZW

Des Wolfes kleine „Mitbewohner“

Seit dem Jahr 2000 breitet sich der Europäische Grauwolf, Canis lupus lupus, wieder in Deutschland aus. Anlass für ein Forscherteam um Ines Lesniak vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), sich auch die kleinen „Mitbewohner“ des Einwanderers genau anzusehen und die Frage zu stellen, ob sich Anzahl und Art der Parasiten mit wachsendem Wolfsbestand ändern. Dies ist in der Tat der Fall, da mit wachsendem Wolfsbestand auch die Zahl der pro Wolfsindividuum gefundenen Parasitenarten zunimmt. Welpen hatten zudem eine größere Vielfalt von Parasitenarten als ältere Tiere. Die gute Nachricht: Die Parasiten im Wolfsinnern (Endoparasiten) stellen keine Gesundheitsgefahr für den Menschen dar. Die Studienergebnisse wurden in der Online-Fachzeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group publiziert....

 

 

Wolf in der Lausitz, Foto: Heiko Anders
Wolf in der Lausitz, Foto: Heiko Anders

Der Wolf ist zurück – Leibniz-IZW und Tierärztekammer Berlin informieren gemeinsam über den Rückkehrer auf der Internationalen Grünen Woche 2017

Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin informiert das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) am Stand der Tierärztekammer Berlin über den Wolf (Canis lupus) und seine Rückkehr nach Deutschland. Am Freitag, 20. Januar 2017 können sich interessierte BesucherInnen mit WissenschafterInnen und Fachleuten zum Thema Wolf austauschen. ...

 

 

Leibniz-IZW| Asiatische Goldkatze|Foto: WWF-Malaysia/Azlan Mohamed/Leibniz-IZW
Leibniz-IZW| Asiatische Goldkatze|Foto: WWF-Malaysia/Azlan Mohamed/Leibniz-IZW

Nah verwandt und doch so verschieden – zwei Katzenvettern stellten sich dem Klimawandel in der Vergangenheit sehr unterschiedlich

Südostasien ist die Heimat zahlreicher Katzenarten, unter ihnen die Asiatische Goldkatze und die Borneo-Goldkatze. Diese beiden Arten sind nahe verwandte Schwesterarten, die sich vor 3,16 Millionen Jahren voneinander getrennt haben.  Ihre jüngere Entwicklung verlief recht unterschiedlich, trotz ihrer engen Verwandtschaft ...

 

 

Leibniz-IZW| Foto: Steven Seet
Leibniz-IZW| Foto: Steven Seet

Wissenschaftscomic zur Epigenetik aus dem Leibniz-IZW

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat Ergebnisse seiner Forschung in einen Comic übersetzt. Die Geschichte rankt sich um wilde Meerschweinchen und lehrt uns, dass Gene allein nicht alles sind: Umweltbedingungen und individuelle Erfahrungen können beeinflussen, welche Passagen des Erbgutes in verschiedenen Zellen genutzt werden. Der Leibniz-IZW-Comic „Epigenetik – Brücke zwischen Erbgut und Umwelt“ erscheint im Jaja-Verlag ...

 

Leibniz-IZW| Foto: Steven Seet
Leibniz-IZW| Foto: Steven Seet

Leibniz-IZW erhält Förderung durch Philipp Schwartz-Initiative

Das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) setzt sich für WissenschaftlerInnen aus gefährdeten Regionen ein. Im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative hat das Leibniz-IZW die Möglichkeit erhalten, für zwei Jahre ein Philipp Schwartz-Stipendium an einen syrischen Wissenschaftler zu vergeben ...

 

Große Sackflügelfledermaus| Foto: Karin Schneeberger | https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Sbilineata.jpg
Große Sackflügelfledermaus| Foto: Karin Schneeberger | https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Sbilineata.jpg

Duftes Dating unter Fledermäusen

Sackflügelfledermaus-Weibchen suchen ihren Partner nach dem Geruch aus und wählen zielsicher ein Männchen, das sich genetisch am meisten von ihnen unterscheidet. Dabei sind diejenigen Weibchen im Vorteil, die über mehr Duftrezeptorvarianten der TAAR-Gruppe verfügen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Online-Fachzeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group  veröffentlicht ...

Karnivoren in der Serengeti die mit CDV infiziert sind.  Links oben: Löffelhund. Rechts oben: Afrikanischer Wildhund. Links unten: Tüpfelhyäne. Rechts unten: Afrikanischer Löwe.
Karnivoren in der Serengeti die mit CDV infiziert sind. Links oben: Löffelhund. Rechts oben: Afrikanischer Wildhund. Links unten: Tüpfelhyäne. Rechts unten: Afrikanischer Löwe.

Neuer Hundestaupevirus-Stamm verursachte fatale Epidemie bei Löwen und Tüpfelhyänen in der Serengeti

 

Das lang anhaltende Rätselraten darüber, warum ausgerechnet einer von mehreren Ausbrüchen des Hundestaupevirus (CDV) in den letzten 25 Jahren für die Löwen und Tüpfelhyänen in der Serengeti in Tansania verheerend war, ist jetzt gelöst. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) führte Genanalysen an Hundestaupe-Virenstämmen durch, die zwischen 1993 und 2012 von verschiedenen Raubtieren gewonnen wurden. Das Forscherteam fand heraus, dass die tödlichen Hundestaupe-Infektionen bei Löwen und Hyänen in den Jahren 1993 und 1994 durch einen neuartigen  Virenstamm verursacht wurden. Dieser weist drei seltene Mutationen auf, die bei keinem anderen Hundestaupe-Virenstamm von Haushunden oder wild lebenden Hundeartigen aus der Serengeti nachgewiesen werden konnten. Das Forscherteam entdeckte, dass zwei dieser Mutationen die Fähigkeit des Virus erhöhen, Abwehrzellen von Löwen zu befallen ...

Die vier Reiter der Apokalypse. Werk: Beato de Fernando I Doña Sancha, datiert auf 1047 n. Chr. (Apoc. VI, 1–8f. 135; shelf 14-2 National Bibliothek, Madrid; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:B_Facundus_135.jpg
Die vier Reiter der Apokalypse. Werk: Beato de Fernando I Doña Sancha, datiert auf 1047 n. Chr. (Apoc. VI, 1–8f. 135; shelf 14-2 National Bibliothek, Madrid; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:B_Facundus_135.jpg

Vom Pferd der Könige zum Überbringer der Pest – Die Fellfarben unserer Pferde im historischen Kontext

Menschliche Vorlieben hinsichtlich der Fellfärbung bei Pferden haben sich über die Zeit und die Kulturen sehr verändert. Gefleckte und helle Pferde waren vom Beginn der Domestikation bis zur Römerzeit häufig, wohingegen einfarbige, nichtgescheckte Pferde im Mittelalter dominierten. Zu dieser Erkenntnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Ergebnisse wurden kürzlich in der frei zugänglichen Zeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht ...

„Tierversuche verstehen – Eine Informationsinitiative der Wissenschaft“

"Tierversuche verstehen“ ist eine Initiative der deutschen Wissenschaft, koordiniert von der Allianz der Wissenschaftsorganisationen. Sie informiert umfassend, aktuell und faktenbasiert über Tierversuche an öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen. Die biomedizinische Forschung dient unmittelbar der Aufklärung grundlegender Prozesse im Organismus und der Entwicklung neuer Verfahren in der Prävention, Diagnose und Therapie von Erkrankungen beim Menschen wie Krebs, Diabetes, Aids und Alzheimer, und auch bei Tieren. ... https://www.tierversuche-verstehen.de/

Bürgerwissenschaftler werden und Tierbeobachtung melden

Seit 7. Mai führen der rbb und das IZW das Bürgerwissenschaften-Projekt Füchse in der Stadt durch:
 

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Herzlich willkommen am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung!

Das Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung (IZW) ist eine interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung, die sich mit der Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für einen innovativen Artenschutz befasst.

Der Mensch beeinflusst nahezu alle Ökosysteme unseres Planeten. Immer noch lässt sich nicht vorhersagen, wie Flora und Fauna auf die ständig wachsenden globalen Veränderungen reagieren (werden). Wie kommt es, dass manche Wildtierarten durch die Eingriffe des Menschen bedroht sind, während andere sich erfolgreich an veränderte Lebensräume und Lebensumstände anpassen können?

Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, verbindet das IZW verschiedene Forschungsansätze und Fachdisziplinen. Wir untersuchen physiologische, genetische, verhaltensbiologische, ökologische, evolutionsbiologische und veterinärmedizinische Aspekte, verknüpfen Grundlagen- und angewandte Forschung und stellen Fragen zu Mechanismen (proximate Fragestellungen) sowie zur evolutionsbiologischen Funktion (ultimate = funktionelle Fragestellung) von Merkmalen.  

Das IZW untersucht die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit von Wildtierpopulationen in freier Wildbahn und in menschlicher Obhut in Deutschland, Europa und weltweit. Gelingt es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtierpopulationen zu verstehen und vorherzusagen, dann kann diese Kenntnis genutzt werden, um neue Konzepte und gezielte Interventionen für den Artenschutz zu entwickeln.

Das IZW ist ein Institut des Forschungsverbundes Berlin e.V. und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.