Herzlich willkommen am Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung!

Das Leibniz-Institut für Zoo-und Wildtierforschung (IZW) ist eine interdisziplinär arbeitende Forschungseinrichtung, die sich mit der Erarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen für einen innovativen Artenschutz befasst.

Der Mensch beeinflusst nahezu alle Ökosysteme unseres Planeten. Immer noch lässt sich nicht vorhersagen, wie Flora und Fauna auf die ständig wachsenden globalen Veränderungen reagieren (werden). Wie kommt es, dass manche Wildtierarten durch die Eingriffe des Menschen bedroht sind, während andere sich erfolgreich an veränderte Lebensräume und Lebensumstände anpassen können?

Um Antworten auf diese und weitere Fragen zu finden, verbindet das IZW verschiedene Forschungsansätze und Fachdisziplinen. Wir untersuchen physiologische, genetische, verhaltensbiologische, ökologische, evolutionsbiologische und veterinärmedizinische Aspekte, verknüpfen Grundlagen- und angewandte Forschung und stellen Fragen zu Mechanismen (proximate Fragestellungen) sowie zur evolutionsbiologischen Funktion (ultimate = funktionelle Fragestellung) von Merkmalen.  

Das IZW untersucht die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit von Wildtierpopulationen in freier Wildbahn und in menschlicher Obhut in Deutschland, Europa und weltweit. Gelingt es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtierpopulationen zu verstehen und vorherzusagen, dann kann diese Kenntnis genutzt werden, um neue Konzepte und gezielte Interventionen für den Artenschutz zu entwickeln.

Das IZW ist ein Institut des Forschungsverbundes Berlin e.V. und Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft.

Besiegelung des Bündnisses zum Ausbau des „Tabin-Kulamba Wildlife Corridor“ zwischen RFF, BOS Deutschland, Leibniz-IZW & Sabah Forestry Department
Besiegelung des Bündnisses zum Ausbau des „Tabin-Kulamba Wildlife Corridor“ zwischen RFF, BOS Deutschland, Leibniz-IZW & Sabah Forestry Department

Neue Regenwaldschutzinitiative wandelt erstmals Ölpalmplantagen in Regenwald um

Ein Bündnis aus Naturschützern und Forschern wandelt auf Borneo Ölpalmplantagen in naturnahen Regenwald um. Auf diese Weise kann ein wichtiger Wildtierkorridor wiederhergestellt werden. Das Forschungsprojekt soll als Blaupause für zukünftige Umwandlungsmaßnahmen in Malaysia und Indonesien dienen. Das Pilotprojekt leistet einen wichtigen Beitrag zum Natur-, Arten- und Klimaschutz.

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Schlagopfer an Windkraftanlage, Autor: Christian Voigt
Schlagopfer an Windkraftanlage, Autor: Christian Voigt

Windenergie oder biologische Vielfalt? Wie Beteiligte den grün-grünen Konflikt bewerten – und wie Lösungen aussehen könnten

Die Ablösung fossiler und nuklearer Energieträger als Grundlage der Stromproduktion durch erneuerbare Quellen wie Wind, Sonne, Wasser und Biomasse ist zentraler Baustein der deutschen Energiepolitik. Allerdings ist die Energieproduktion aus Wind, dem bedeutendsten Sektor der „Erneuerbaren“ in Deutschland, nicht notwendigerweise ökologisch nachhaltig. Durch Flächenverbrauch und Schlagopfer wie Fledermäuse oder Vögel stehen Windräder oft im direkten Konflikt mit dem gesetzlichen Schutz bedrohter Arten. Die nahezu einhellige Meinung von Experten aus Behörden, Naturschutzverbänden und Gutachterbüros ist, dass bisher vorhandene Mechanismen etwa zum Schutz von Fledermäusen bei Windkraftvorhaben nicht ausreichend sind. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), die im „Journal of Renewable and Sustainable Energy“ publiziert ist

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Silver-backed Chevrotain, Autor: Andrew Tilker/Leibniz-IZW
Silver-backed Chevrotain, Autor: Andrew Tilker/Leibniz-IZW

Nach 28 Jahren wiederentdeckt und erstmals in der Wildnis fotografiert und gefilmt: Das Vietnam-Kantschil oder „vietnamesischer Maushirsch“

In Zeiten massiver Verluste an biologischer Vielfalt sind Nachrichten vom Aussterben von Tier- und Pflanzenarten die Regel. Doch jetzt können Global Wildlife Conservation (GWC), Southern Institute of Ecology in Vietnam und das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) die Wiederentdeckung einer seit 1990 nicht mehr dokumentierten Tierart vermelden. Das Vietnam-Kantschil – eine rehähnliche, katzengroße Art, die auch als vietnamesischer Maushirsch bekannt ist – wurde von Wildtierkameras im südlichen Teil Vietnams fotografiert und gefilmt. Dies sind die ersten Aufnahmen lebender Exemplare dieser Huftiere. Sie ist damit die erste wiederentdeckte Art der „Liste der 25 meistgesuchten verlorenen Spezies“ der GWC. Die Wiederentdeckung wurde jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Ecology & Evolution“ publiziert und ist Ansporn zur Entwicklung von Schutzmaßnahmen dieser und weiterer einheimischer (endemischer) Arten im Biodiversitäts-Hotspot Südostasien.

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Entfernen von Schlingenfallen, Autor: Andrew Tilker/Leibniz-IZW
Entfernen von Schlingenfallen, Autor: Andrew Tilker/Leibniz-IZW

Wilderei ist eine stärkere Bedrohung für die Tierwelt Südostasiens als die Degradierung des Regenwalds

Über Jahrzehnte hinweg galten Lebensraumverlust und -degradierung als wichtigste Ursachen für den Verlust vieler Tierarten in tropischen Regenwäldern. Eine neue Untersuchung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) in Zusammenarbeit mit dem World Wide Fund for Nature Vietnam (WWF-Vietnam) und dem Sabah Forestry Department der Regierung Malaysias legt nahe, dass Wilderei mit Schlingfallen für Säugetiere und bodenlebende Vögel in Südostasien gegenwärtig eine größere Bedrohung darstellen kann als die Degradierung des Regenwalds durch selektiven Holzeinschlag. Die Forscher führten eine groß angelegte Kamerafallen-Untersuchung durch, um mehrere forstwirtschaftlich genutzte Wälder im malaysischen Borneo und Schutzgebiete im Truong-Son-Gebirge in Vietnam und Laos zu vergleichen, von denen bekannt ist, dass sie der Wilderei ausgesetzt sind. Die im wissenschaftlichen Journal „Communications Biology“ veröffentlichten Ergebnisse zeigen einen stärkeren Verlust in der Tierwelt in den von der Wilderei betroffenen Wäldern als den forstlich genutzten Regenwäldern.

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Buntes Programm im Leibniz-IZW zur Berlin Science Week. Fotos: unsplash.com/Leibniz-IZW/Berlin Science Week
Buntes Programm im Leibniz-IZW zur Berlin Science Week. Fotos: unsplash.com/Leibniz-IZW/Berlin Science Week

Biodiversität im Hörsaal – Vorträge im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung zur „Berlin Science Week“

Vom 1. bis zum 10. November 2019 findet in Berliner Forschungseinrichtungen die „Berlin Science Week“ statt. Das Festival bringt SpitzenforscherInnen aus der ganzen Welt mit der lokalen Wissenschaftscommunity und der Öffentlichkeit in der Hauptstadt zusammen. Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) beteiligt sich mit einem Vortragsprogramm an dem Festival. Die Vorträge zu Infektionskrankheiten bei Tieren, Diensthunden für die Wildtierforschung und zum Einsatz von Bürgerwissenschaften in der Biodiversitätsforschung finden am 5. November 2019 im Hörsaal des Leibniz-IZW statt. Der Eintritt ist frei.

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