Bürgerwissenschaften

Unter Bürgerwissenschaften (engl. Citizen Science) versteht man die aktive Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, die nicht hauptamtlich in der Forschung bzw. dem entsprechenden Wissenschaftsbereich tätig sind, an wissenschaftlichen Projekten und Prozessen. Dabei können sich die Teilnehmenden in verschiedenem Maße engagieren. So ist je nach Projekt eine Beteiligung bei der Erhebung von Daten, bei der Auswertung, an komplexeren Forschungsaufgaben und sogar an der Entwicklung von Forschungsfragen oder ganzen Projekten sowie der Kommunikation der Forschungsergebnisse möglich.

Bürgerwissenschaften erleben seit einigen Jahren in Deutschland einen enormen Aufschwung. Das Leibniz-IZW begann bereits im Jahr 2011 damit, Bürgerinnen und Bürger in wissenschaftliche Projekte einzubinden. Des Weiteren ist das IZW aktiv an der konzeptionellen Weiterentwicklung von Citizen Science beteiligt, so z. B. als Teil des Konsortiums, das eine Citizen Science-Strategie für Deutschland entwickelt hat und der COST Action (European Cooperation in Science & Technology), die es sich zum Ziel gemacht hat, Bürgerwissenschaften in Europa zu fördern. Darüber hinaus ist das IZW Mitbegründer und Mitglied der European Citizen Science Association (ECSA)

Aktuelle Veröffentlichung unter Mitwirkung des Leibniz-IZW:
Handbuch zu Citizen Science
Thora Herrmann, Miriam Brandt, Daniel Dörler, Florian Heigl, Christin Liedtke, Mike Martin, Aletta Bonn (Hrsg): „Citizen Science – Gemeinsam forschen! Ein Handbuch für Wissenschaft und Gesellschaft“, Springer Verlag Berlin, Heidelberg, https://doi.org/10.1007/978-3-662-69703-0
Pressemitteilung vom 08.06.2026: hier