Reportagen aus dem IZW

Unregelmäßig erscheinende Beiträge blicken hinter die Kulissen der Forschung für den Artenschutz am Leibniz-IZW - in Labore, Büros und in Forschungen im Feld, überall auf der Welt.

Foto: Daniel Rosengren (FZS)
Foto: Daniel Rosengren (FZS)

19. Dezember 2025

Kulane auf großer Fahrt: Zweite Umsiedlung innerhalb Kasachstans erfolgreich

Das zweite Jahr in Folge gingen im Herbst 2025 wilde Kulane auf große Fahrt über 2.000 km quer durch Kasachstan: Die seltenen Wildesel wurden vom Altyn-Emel-Nationalpark in das Natuschutzgebiet Altyn Dala (State Nature Reserve) transportiert und stärken dort eine neu entstandene und sich entwickelnde Population. Im Herzen Kasachstans waren die charismatischen großen Pflanzenfresser vor Generationen ausgestorben – ihre wichtige Rolle im Ökosystem fehlte dort. Für das Team aus Naturschützer:innen und Tierärzt:innen war dieser Transport emotional und logistisch anspruchsvoll – dennoch gibt die Ankunft einer neuen Gruppe in Zentralkasachstan Anlass zur Hoffnung, dass die „goldene Steppe“ wieder ihr ökologisches Gleichgewicht zurückerlangt.

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Foto: Jon A. Juarez
Foto: Jon A. Juarez

18. Dezember 2025

Fledermausforschung für den Artenschutz – eine lettisch-deutsche Erfolgsgeschichte

Sie leben verborgen im Schutz der Dunkelheit, doch hinter den flüchtigen Schatten in der Dämmerung verbergen sich faszinierende Tiere: Fledermäuse sind die einzigen voll flugfähigen Säugetiere und berühmt dafür, sich mittels Echoortung orientieren zu können. Die mehr als 1.500 Arten sind mit Ausnahme der Polregionen überall auf der Welt anzutreffen und spielen wichtige Rollen in ihren Ökosystemen, etwa als Samenverbreiter, Bestäuber oder Insektenfresser. Doch anthropogene Umweltveränderungen setzen ihnen zu. Der Mensch erleuchtet die Nacht, reduziert wichtige Nahrungsgrundlagen und stört Zugrouten migrierender Arten. Fledermäuse verstehen und schützen ­– das ist daher das Ziel einer lettisch-deutschen Erfolgsgeschichte in der Wissenschaft: Seit über 10 Jahren arbeiten Forschende der Latvia University of Life Sciences and Technologies sowie der University of Latvia, der Universität Oldenburg und des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin zusammen auf der Ornithologischen Station Pape in Lettland an der Entschlüsselung der Geheimnisse der Fledermäuse. Im August 2025 besuchte die deutsche Botschafterin in Lettland, Gudrun Masloch, die Pape-Station und begleitete die Forschenden bei ihrer Arbeit.

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