Pressemitteilungen

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Karnivoren in der Serengeti die mit CDV infiziert sind.  Links oben: Löffelhund. Rechts oben: Afrikanischer Wildhund. Links unten: Tüpfelhyäne. Rechts unten: Afrikanischer Löwe.
Karnivoren in der Serengeti die mit CDV infiziert sind. Links oben: Löffelhund. Rechts oben: Afrikanischer Wildhund. Links unten: Tüpfelhyäne. Rechts unten: Afrikanischer Löwe.

Neuer Hundestaupevirus-Stamm verursachte fatale Epidemie bei Löwen und Tüpfelhyänen in der Serengeti

Das lang anhaltende Rätselraten darüber, warum ausgerechnet einer von mehreren Ausbrüchen des Hundestaupevirus (CDV) in den letzten 25 Jahren für die Löwen und Tüpfelhyänen in der Serengeti in Tansania verheerend war, ist jetzt gelöst. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) führte Genanalysen an Hundestaupe-Virenstämmen durch, die zwischen 1993 und 2012 von verschiedenen Raubtieren gewonnen wurden. Das Forscherteam fand heraus, dass die tödlichen Hundestaupe-Infektionen bei Löwen und Hyänen in den Jahren 1993 und 1994 durch einen neuartigen  Virenstamm verursacht wurden. Dieser weist drei seltene Mutationen auf, die bei keinem anderen Hundestaupe-Virenstamm von Haushunden oder wild lebenden Hundeartigen aus der Serengeti nachgewiesen werden konnten. Das Forscherteam entdeckte, dass zwei dieser Mutationen die Fähigkeit des Virus erhöhen, Abwehrzellen von Löwen zu befallen.

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Die vier Reiter der Apokalypse. Werk: Beato de Fernando I Doña Sancha, datiert auf 1047 n. Chr. (Apoc. VI, 1–8f. 135; shelf 14-2 National Bibliothek, Madrid; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:B_Facundus_135.jpg
Die vier Reiter der Apokalypse. Werk: Beato de Fernando I Doña Sancha, datiert auf 1047 n. Chr. (Apoc. VI, 1–8f. 135; shelf 14-2 National Bibliothek, Madrid; https://commons.wikimedia.org/wiki/File:B_Facundus_135.jpg

Vom Pferd der Könige zum Überbringer der Pest – Die Fellfarben unserer Pferde im historischen Kontext

Menschliche Vorlieben hinsichtlich der Fellfärbung bei Pferden haben sich über die Zeit und die Kulturen sehr verändert. Gefleckte und helle Pferde waren vom Beginn der Domestikation bis zur Römerzeit häufig, wohingegen einfarbige, nichtgescheckte Pferde im Mittelalter dominierten. Zu dieser Erkenntnis kommt ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Leibniz-Institutes für Zoo- und Wildtierforschung (IZW). Die Ergebnisse wurden kürzlich in der frei zugänglichen Zeitschrift „Scientific Reports“ veröffentlicht.

 

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Aufnahme mit einem Elektronenmikroskop: Herpesviruspartikel. | Foto: Walid Azab
Aufnahme mit einem Elektronenmikroskop: Herpesviruspartikel. | Foto: Walid Azab

Herpesviren sind doch nicht so artspezifisch wie gedacht

Eine neue Studie zeigt, dass Herpesviren gar nicht so wirtsspezifisch sind wie bisher angenommen. Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zeigen mit aktuellen Forschungsergebnissen, dass Gammaherpesviren ihren Wirt öfter wechseln. Die Viren werden häufig von Fledermäusen und Primaten auf andere Säugetiere übertragen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt im wissenschaftlichen Journal „mBio“ veröffentlicht.

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Foto: Ralf Günther
Foto: Ralf Günther

Leibniz-IZW erhält Auszeichnung der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“

Das „Sabah-Nashorn Projekt“ des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in außerordentlicher Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen.

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Igel in Berlin. Foto: Juliane Seet
Igel in Berlin. Foto: Juliane Seet

Wer tanzte am Wochenende mit dem Igel?

Igel wurden nicht verletzt, weil sie ihre Aufenthaltsbereiche und Aktivitätsmuster im Treptower Park während der Festivitäten änderten, ohne den Park völlig aufzugeben. Das ist die vorläufige Bilanz der Auswirkungen des Lollapalooza Festivals auf die Igelpopulation im Treptower Park. Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) präsentieren erste Untersuchungsergebnisse.

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Foto: Rudis-Fotoseite.de & pixelio.de
Foto: Rudis-Fotoseite.de & pixelio.de

Wie wählerisch darf man beim Sex sein?

Wenn Tiere ihre Partner für die Paarung wählen, gehen sie sehr verschieden vor. Einige männliche Mormonengrillen (Anabrus simplex) haben gerne Sex mit jedem verfügbaren Weibchen. Hingegen sind Pfauenhennen sehr wählerisch, wenn sie ein Männchen des Blauen Pfaus (Pavo cristatus) als Partner küren. Er muss schon eine besonders prächtige Federkrone mit besonders vielen Federn präsentieren. Quer durch die Natur gibt es unzählige Varianten der Partnerwahl, von der reinen Männerwahl bis hin zur reinen Damenwahl. In einer Studie kommen Alexandre Courtiol vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin und Kollegen des Institut des Sciences de l’Evolution in Montpellier (Frankreich) jetzt zum Schluss, dass sich das Ausmaß des Wählerisch-Seins bei der Partnerwahl der Arten aus  ihren Lebensumständen und Lebensläufen vorhersagen lässt. Dieser Befund ist wichtig, weil die Partnerwahl die Genmischung innerhalb einer Art wesentlich beeinflusst und damit ein Schlüsselfaktor für die Beibehaltung der biologischen Vielfalt (Biodiversität) darstellt. Dies wiederum hat Auswirkungen vor allem auf den Fortbestand von Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind.

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Foto: Milena Stillfried/IZW
Foto: Milena Stillfried/IZW

Berliner Wildschweine: Die einen treu im Kiez, die anderen aus dem Umland

In Berlins Stadtwäldern gibt es isolierte Wildschweinpopulationen und es gibt städtische Wildschweine, die aus ländlichen Gebieten stammen. Das ist das verblüffende Ergebnis der Kooperationsstudie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin, dem Landeslabor Berlin Brandenburg und dem Naturkundemuseum Luxemburg. Im Rahmen einer Leibniz-IZW Doktorarbeit, die von National Geographic und der Stiftung Naturschutz Berlin unterstützt wird, untersuchten die Forscher genetische Daten von 387 ausgewachsenen Wildschweinen aus Berlin und seinem Umland. Die ersten Forschungsergebnisse wurden jetzt im „Journal of Applied Ecology“ veröffentlicht.

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Tüpfelhyänen in der Serengeti. Foto: Marion L East/IZW
Tüpfelhyänen in der Serengeti. Foto: Marion L East/IZW

Langzeituntersuchungen von Sapovirus-Infektionen in freilebenden Raubtieren in der Serengeti: neue Virusstämme, Wirtsspezifität und eine Abnahme des Infektionsrisikos mit Zunahme der Gruppengröße

Viren der Gattung Sapovirus sind als Überträger von Magen-Darm-Entzündungen (Gastroenteritis) bekannt, aber man weiß derzeit sehr wenig darüber, was für eine Rolle sie in der Wildtierökologie spielen oder welche genetischen Virus-Stämme die Wildtiere infizieren. Die Forschungsergebnisse einer Gruppe von Wissenschaftlern unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) beschreiben zum ersten Mal Sapoviren-Infektionen in freilebenden, afrikanischen Raubtieren in der Serengeti, einschließlich der Tüpfelhyäne, dem afrikanischen Löwen und dem Löffelhund. Die Ergebnisse der über zwei Jahrzehnte andauernden Untersuchungen haben mehrere Ausbrüche von Sapovirus-Infektionen in Tüpfelhyänen aufgedeckt und demonstrierten überraschenderweise, dass das Infektionsrisiko mit zunehmender Gruppengröße abnimmt. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlicht.

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Waschbär mit GPS-Halsband. Foto: Carolin Weh/Leibniz-IZW
Waschbär mit GPS-Halsband. Foto: Carolin Weh/Leibniz-IZW

Einsatz von Lebendfallen für Waschbären auf dem Gelände des Freizeitparks Marienfelde für den Artenschutz

Wissenschaftler vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) erforschen Waschbären in Berlin.

 

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An Straßenlaterne befestigter Fledermausdetektor und Informations-Flyer. Der Fledermausdetektor erkennt automatisch vorbei fliegende Fledermäuse und zeichnet deren Ultraschall-Rufe auf. | Foto: Daniel Lewanzik
An Straßenlaterne befestigter Fledermausdetektor und Informations-Flyer. Der Fledermausdetektor erkennt automatisch vorbei fliegende Fledermäuse und zeichnet deren Ultraschall-Rufe auf. | Foto: Daniel Lewanzik

LED-Straßenbeleuchtung beeinflusst Fledermaus-Aktivität

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende Leuchtdioden (LEDs) hat erheblichen Einfluss auf Fledermäuse, die fliegenden Jäger der Nacht: Die Opportunisten unter den Fledermäusen verlieren Jagdgelegenheiten, lichtempfindliche Fledermausarten profitieren dagegen. Dies zeigt die aktuelle Studie von Christian Voigt und Daniel Lewanzik vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung.

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