Das Leibniz-IZW ist ein international anerkanntes Forschungsinstitut. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Unser Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Kontext des globalen Wandels zu verstehen und zum Erhalt von gesunden Wildtierbeständen beizutragen. Dafür erforschen wir die Vielfalt von Lebenslauf-Strategien, die Mechanismen der evolutionären Anpassungen und ihre Grenzen – inklusive Wildtierkrankheiten – sowie die Wechselbeziehungen zwischen Wildtieren, ihrer Umwelt und dem Menschen. Wir setzen Expertise aus Biologie und Veterinärmedizin in einem interdisziplinären Ansatz ein, um Grundlagen- und angewandte Forschung – von der molekularen bis zur landschaftlichen Ebene – in engem Austausch mit Stakeholdern und der Öffentlichkeit durchzuführen. Darüber hinaus stellen wir einzigartige und hochwertige Dienstleistungen für die Wissenschaftsgemeinschaft bereit.

Aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest in Deutschland: Das Leibniz-IZW führt Forschungen zur Populationsdynamik, zur Modellierung von Krankheitsausbrüchen bei Wildschweinen sowie zur Ökologie und Mensch-Tier-Interaktion in urbanen Räumen durch. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Krankheit bei Nutztieren und daher sind für alle Fragen zum akuten Infektionsgeschehen die jeweiligen Landeslabore und das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) FLI zuständig.

Aktuelles

ovum pick up southern white rhino, Author: Leibniz-IZW

Das Nördliche Breitmaulnashorn vor dem Aussterben bewahren

Es gibt auf der Welt nur noch drei Individuen des Nördlichen Breitmaulnashorns, alle drei Tiere sind auf natürlichem Weg nicht mehr fortpflanzungsfähig. Mit einer neuen Methode zur Gewinnung von Eizellen wollen Reproduktionsexperten die Art jetzt retten.

 

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Seeadler (Haliaeetus albicilla). Bildautor: Oliver Krone/IZW

Naturschutz und Tourismus – Ein mögliches Erfolgsmodell auf der Insel Usedom

Experten diskutieren die positiven Effekte von nachhaltigem Naturschutz auf den Tourismus

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Sabah Nashorn (Dicerorhinus_sumatrensis harrisoni) Autor: Jastram/IZW

Eine Impfung stoppt das Wachstum von Tumoren bei Nashörnern

Nashornweibchen leiden häufig an Tumoren in der Scheide oder der Gebärmutter.  Diese erschweren es den Tieren, Nachwuchs zu bekommen. Erstmalig gelang es Forschern des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und der Veterinärmedizinischen Universität Wien, das Wachstum und die Neubildung  dieser gutartigen Geschwulste mithilfe einer Impfung zu stoppen. Die Impfbehandlung wurde erfolgreich am südlichen Breitmaulnashorn (Ceratotherium simum simum) und beim Panzernashorn (Rhinoceros unicornis) angewandt. Die Impfung mit „Improvac“ beeinflusst die Ausschüttung von Sexualhormonen, führt so zu einer Einstellung des weiblichen Sexualzyklus und verkleinert dadurch hormonabhängig wachsende Tumore. Die Ergebnisse der Studie sind im wissenschaftlichen Open Access-Journal PLOS ONE erschienen.

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Gefärbter Kopf doppelter Hakenkranz Bandwurm Taenia sp. Wolf Foto: I. Lesniak/Leibniz-IZW

Des Wolfes kleine „Mitbewohner“

Seit dem Jahr 2000 breitet sich der Europäische Grauwolf, Canis lupus lupus, wieder in Deutschland aus. Anlass für ein Forscherteam um Ines Lesniak vom Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW), sich auch die kleinen „Mitbewohner“ des Einwanderers genau anzusehen und die Frage zu stellen, ob sich Anzahl und Art der Parasiten mit wachsendem Wolfsbestand ändern. Dies ist in der Tat der Fall, da mit wachsendem Wolfsbestand auch die Zahl der pro Wolfsindividuum gefundenen Parasitenarten zunimmt. Welpen hatten zudem eine größere Vielfalt von Parasitenarten als ältere Tiere. Die gute Nachricht: Die Parasiten im Wolfsinnern (Endoparasiten) stellen keine Gesundheitsgefahr für den Menschen dar. Die Studienergebnisse wurden in der Online-Fachzeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group publiziert.

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Wolf im Computertomographen,Foto: Guido Fritsch/Leibniz-IZW

Der Wolf ist zurück – Leibniz-IZW und Tierärztekammer Berlin informieren gemeinsam über den Rückkehrer auf der Internationalen Grünen Woche 2017

Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin informiert das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) am Stand der Tierärztekammer Berlin über den Wolf (Canis lupus) und seine Rückkehr nach Deutschland. Am Freitag, 20. Januar 2017 können sich interessierte BesucherInnen mit WissenschafterInnen und Fachleuten zum Thema Wolf austauschen.

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Asiatische Goldkatze|Foto: WWF-Malaysia/Azlan Mohamed/Leibniz-IZW
Asiatische Goldkatze|Foto: WWF-Malaysia/Azlan Mohamed/Leibniz-IZW

Nah verwandt und doch so verschieden – zwei Katzenvettern stellten sich dem Klimawandel in der Vergangenheit sehr unterschiedlich

Südostasien ist die Heimat zahlreicher Katzenarten, unter ihnen die Asiatische Goldkatze und die Borneo-Goldkatze. Diese beiden Arten sind nahe verwandte Schwesterarten, die sich vor 3,16 Millionen Jahren voneinander getrennt haben.  Ihre jüngere Entwicklung verlief recht unterschiedlich, trotz ihrer engen Verwandtschaft. In Kooperation mit internationalen Partnern konnten Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigen, dass die Asiatische Goldkatze nach einem gewaltigen Vulkanausbruch vor etwa 73000 Jahren nur in Indochina überlebte und sich von dort bis zum Höhepunkt der letzten Eiszeit rasant ausbreitete. Das kühlere und trockenere Klima dieser Zeit trieb währenddessen ihre Schwesterart, die Borneo-Goldkatze, in die Regenwald-Refugien Borneos. Die Studienergebnisse sind in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Royal Society Open Science” veröffentlicht.

 

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Epigenetik-Comic| Foto: Leibniz-IZW
Epigenetik-Comic| Foto: Leibniz-IZW

Wissenschaftscomic zur Epigenetik aus dem Leibniz-IZW

Das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) hat Ergebnisse seiner Forschung in einen Comic übersetzt. Die Geschichte rankt sich um wilde Meerschweinchen und lehrt uns, dass Gene allein nicht alles sind: Umweltbedingungen und individuelle Erfahrungen können beeinflussen, welche Passagen des Erbgutes in verschiedenen Zellen genutzt werden. Der Leibniz-IZW-Comic „Epigenetik – Brücke zwischen Erbgut und Umwelt“ erscheint im Jaja-Verlag.

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Leibniz-IZW| Foto: Steven Seet
Leibniz-IZW| Foto: Steven Seet

Leibniz-IZW erhält Förderung durch Philipp Schwartz-Initiative

Das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) setzt sich für WissenschaftlerInnen aus gefährdeten Regionen ein. Im Rahmen der Philipp Schwartz-Initiative hat das Leibniz-IZW die Möglichkeit erhalten, für zwei Jahre ein Philipp Schwartz-Stipendium an einen syrischen Wissenschaftler zu vergeben.

 

 

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Große Sackflügelfledermaus| Foto: Karin Schneeberger | https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Sbilineata.jpg
Große Sackflügelfledermaus| Foto: Karin Schneeberger | https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7e/Sbilineata.jpg

Duftes Dating unter Fledermäusen

Sackflügelfledermaus-Weibchen suchen ihren Partner nach dem Geruch aus und wählen zielsicher ein Männchen, das sich genetisch am meisten von ihnen unterscheidet. Dabei sind diejenigen Weibchen im Vorteil, die über mehr Duftrezeptorvarianten der TAAR-Gruppe verfügen. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Online-Fachzeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group  veröffentlicht.

 

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Karnivoren in der Serengeti die mit CDV infiziert sind.  Links oben: Löffelhund. Rechts oben: Afrikanischer Wildhund. Links unten: Tüpfelhyäne. Rechts unten: Afrikanischer Löwe.
Karnivoren in der Serengeti die mit CDV infiziert sind. Links oben: Löffelhund. Rechts oben: Afrikanischer Wildhund. Links unten: Tüpfelhyäne. Rechts unten: Afrikanischer Löwe.

Neuer Hundestaupevirus-Stamm verursachte fatale Epidemie bei Löwen und Tüpfelhyänen in der Serengeti

Das lang anhaltende Rätselraten darüber, warum ausgerechnet einer von mehreren Ausbrüchen des Hundestaupevirus (CDV) in den letzten 25 Jahren für die Löwen und Tüpfelhyänen in der Serengeti in Tansania verheerend war, ist jetzt gelöst. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Wissenschaftlern des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) führte Genanalysen an Hundestaupe-Virenstämmen durch, die zwischen 1993 und 2012 von verschiedenen Raubtieren gewonnen wurden. Das Forscherteam fand heraus, dass die tödlichen Hundestaupe-Infektionen bei Löwen und Hyänen in den Jahren 1993 und 1994 durch einen neuartigen  Virenstamm verursacht wurden. Dieser weist drei seltene Mutationen auf, die bei keinem anderen Hundestaupe-Virenstamm von Haushunden oder wild lebenden Hundeartigen aus der Serengeti nachgewiesen werden konnten. Das Forscherteam entdeckte, dass zwei dieser Mutationen die Fähigkeit des Virus erhöhen, Abwehrzellen von Löwen zu befallen.

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