Das Leibniz-IZW ist ein international anerkanntes Forschungsinstitut. Es gehört zum Forschungsverbund Berlin e.V. und ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Unser Ziel ist es, die Anpassungsfähigkeit von Wildtieren im Kontext des globalen Wandels zu verstehen und zum Erhalt von gesunden Wildtierbeständen beizutragen. Dafür erforschen wir die Vielfalt von Lebenslauf-Strategien, die Mechanismen der evolutionären Anpassungen und ihre Grenzen – inklusive Wildtierkrankheiten – sowie die Wechselbeziehungen zwischen Wildtieren, ihrer Umwelt und dem Menschen. Wir setzen Expertise aus Biologie und Veterinärmedizin in einem interdisziplinären Ansatz ein, um Grundlagen- und angewandte Forschung – von der molekularen bis zur landschaftlichen Ebene – in engem Austausch mit Stakeholdern und der Öffentlichkeit durchzuführen. Darüber hinaus stellen wir einzigartige und hochwertige Dienstleistungen für die Wissenschaftsgemeinschaft bereit.

Aktuelle Informationen zur Afrikanischen Schweinepest in Deutschland: Das Leibniz-IZW führt Forschungen zur Populationsdynamik, zur Modellierung von Krankheitsausbrüchen bei Wildschweinen sowie zur Ökologie und Mensch-Tier-Interaktion in urbanen Räumen durch. Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Krankheit bei Nutztieren und daher sind für alle Fragen zum akuten Infektionsgeschehen die jeweiligen Landeslabore und das Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) FLI zuständig.

Aktuelles

Tasmanischer Tiger | Quelle: Tasmanian Museum and Art Gallery, Hobart, Tasmania.

Begrenzte genetische Vielfalt beim ausgestorbenen Tasmanischen Tiger

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) und internationale Kollegen haben
herausgefunden, dass der ausgestorbene Tasmanische Tiger, auch als Tasmanischer Wolf oder Beutelwolf bekannt, eine begrenzte genetische Variabilität besaß. Die Ursache dafür könnte in der geographischen Isolation der Insel Tasmanien vom Festland Australien vor Zehn- bis Dreizehntausend Jahren liegen.

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Zwergflusspferde. Foto: Dr. Gabriela Galateanu (IZW).

Zwergflusspferde zeugen lieber Töchter

Können männliche Tiere das Geschlecht ihrer Nachkommen durch die Zusammensetzung des Ejakulates beeinflussen?

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Dumont et al.: Blattnasenfledermäuse (Phyllostomidae). IZW.

Artenexplosion dank Beißkraft

Eines der größten Rätsel der Evolution ist, warum einige Gruppen von Organismen viele Arten umfassen, andere hingegen nur wenige. Amerikanische Wissenschaftler haben in Zusammenarbeit mit dem Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) die Evolution der Artbildung in der Familie der Blattnasenfledermäuse (Phyllostomidae) untersucht. Blattnasenfledermäuse stellen mit etwa 200 Arten eine der artenreichsten Säugetierfamilien dar, während hingegen die nächsten Verwandten nur ungefähr 10 Arten umfassen.

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Tigerschecke. Foto: IZW.

Alte DNA bietet neue Einblicke in die Höhlenmalerei

Ein internationales Forscherteam bestimmte die Fellfarbe von eiszeitlichen Pferden anhand ihrer Gene. Überraschenderweise stimmten die Felszeichnungen aus der letzten Eiszeit und die gefundenen Fellfarben überein. Es wurden braune und schwarze Pferde gefunden und die markanten Tigerschecken konnten erstmalig nachgewiesen werden. Die prähistorischen Felszeichnungen stellen also wohl ein Abbild der Wirklichkeit ihrer Zeit dar.

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Die geheimnisvolle Borneokatze, die nur auf dieser Insel vorkommt. Foto: Joanna Ross und Andrew Hearn, Oxford University, WildCRU.

Sind Borneos Raubtiere noch zu retten?

Die Bewahrung der einzigartigen Vielfalt von Raubtieren auf Borneo war das Ziel des „1st Borneo Carnivore Symposiums“, zu dem vom 18. bis 24. Juni 2011 Forscher, Artenschützer und Regierungsvertreter in
Kota Kinabalu, der Hauptstadt des malaysischen Bundesstaates Sabah auf Borneo, zusammen kamen. Südostasien besitzt die größte Vielfalt an Raubtierarten; allerdings ist auch das Aussterberisiko hier bei weitem
am höchsten. Schwerpunkt der Konferenz war die Bedrohung aller Raubtierarten auf Borneo und die Identifikation von Schlüsselgebieten für ihren langfristigen Schutz.

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Unterzeichner des Memorandums: Prof. Heribert Hofer, Direktor des IZW (l.) und Datuk Sam Mannan, Direktor der Forstverwaltung Sabah

Artenschutz in bewirtschafteten Regenwäldern

Das Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) wird Malaysia dabei unterstützen, die Artenvielfalt
(Biodiversität) in den bewirtschafteten Regenwaldgebieten von Sabah (Malaysia) zu erfassen. Vertreter der Landesregierung von Sabah, repräsentiert durch die Forstverwaltung Sabah (SFD), und des IZW unterzeichneten dazu am 7. Februar 2011 ein Memorandum of Understanding (MoU).

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Die Unterzeichnenden: links: Frank Oberwemmer, Artenschutzreferent Zoo Leipzig; Mitte: Dr. Laurentius Ambu, Direktor des Sabah Wildlife Departments; rechts: Prof. Heribert Hofer, Direktor des IZW. Foto: Sen Nathan.

Asiatische Säugetiere sterben aus

Am Montag, dem 22. November 2010, wurde in Sabah, Malaysia ein Kooperationsvertrag abgeschlossen, der den weiteren Verlust von Biodiversität in Sabah verhindern soll.

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Jungtier eines Europäischen Feldhasen. Im Unterschied zu Kaninchen werden Feldhasen nach 42 Tagen als Nestflüchter geboren. Foto: Kathleen Röllig, IZW.

Schwanger werden, wenn man schon schwanger ist

Europäische Feldhasen können erneut trächtig werden, auch wenn der vorherige Wurf noch nicht geboren ist, das erhöht ihren Fortpflanzungserfolg.

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Junge Tüpfelhyäne. Als Sohn einer hochrangigen Mutter genießt er Privilegien während der Aufzucht. Copyright: O. Höner & B. Wachter, IZW.

Hochgeborene Hyänen-Söhne profitieren ihr Leben lang

Söhne von Müttern mit hohem Sozialstatus genießen während der Aufzucht Privilegien und erzielen dadurch einen besonders hohen Fortpflanzungserfolg. Dies zeigte jetzt ein Team um Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin zum ersten Mal bei einem sozialen Säugetier, der Tüpfelhyäne. Die Resultate
werden in der neuesten Ausgabe von „Nature Communications“ vorgestellt.

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Der Langhaarnasenotter (Lutra sumatrana) ist vor hundert Jahren zum letzten Mal gesichtet worden. Copyright: Wilting & Mohamed, Sabah Wildlife Department, Sabah Forestry Department.

Seltene Otterart auf Borneo wiederentdeckt

Deutsche und malaysische Wissenschaftler haben in Sabah auf Borneo mit Hilfe einer automatischen Kamera den Langhaarnasenotter (Lutra sumatrana) wieder entdeckt. Diese stark bedrohte Otterart wurde zuletzt vor über 100 Jahren in dem Bundesstaat Malaysias gesichtet.

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