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Aktuelle Pressemitteilungen

Die Sache mit dem Sex: Wanderratte (Rattus norvegicus). | Foto: IZW/Jundong Tian
Die Sache mit dem Sex: Wanderratte (Rattus norvegicus). | Foto: IZW/Jundong Tian

Für alle Säugetiere galt bisher die Annahme, dass eine erhöhte Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten durch sexuelle Freizügigkeit die Immunkompetenz stärkt. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zeigten jetzt in einer aktuellen Studie, dass diese Annahme nicht auf Nagetiere zutrifft. Bei Nagetieren haben eher Lebensumstände und Umweltfaktoren einen wesentlichen Einfluss auf die Ausbildung des Immunsystems. Die Studie wurde im wissenschaftlichen Fachjournal „FUNCTIONAL ECOLOGY“ veröffentlicht.

Lichtmikroskopische Abbildung: Intra-zytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) – in der Injektionsnadel ist Spermienkopf zu erkennen. Abb.: Jennifer Zahmel/ IZW
Intra-zytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI). Abb.: Jennifer Zahmel/ IZW

Ein vor zwei Jahren gestorbener Afrikanischer Löwe könnte durchaus wieder Vater werden. Erstmals ist es jetzt Berliner Wissenschaftlerinnen gelungen, Embryonen durch künstliche Reifung unreifer Eizellen Afrikanischer Löwinnen und Injektion seiner in der Kryobank aufbewahrten und wieder aufgetauten Spermien zu produzieren. Zur Überraschung der Forscherinnen des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) zeigte sich, dass sich Löwenembryonen sehr viel langsamer entwickeln als vergleichbare Embryonen der Hauskatze.

Dr Erik Meijaard of Borneo Futures, Jakarta
Orang-Utan: Dr Erik Meijaard of Borneo Futures, Jakarta

Eine neue Untersuchung zeigt, dass trotz der Bedrohung durch Klimawandel und Abholzung große Waldgebiete auf Borneo geeignet sind, um Orang-Utans auch in den nächsten Jahrzehnten Lebensraum bieten zu können, wenn diese ausreichend geschützt werden.

BU unter der Pressemitteilung. | Foto: Thomas Hackmann

Über die Jahrtausende hinweg hat der Mensch je nach Vorliebe die Fellfarben der Haustiere immer wieder züchterisch verändert. Im Fall der Tigerscheckung bei Pferden konnte jetzt ein internationales Forscherteam den wechselhaften Zuchtverlauf seit Beginn der Domestikation vor ca. 5500 Jahren rekonstruieren. Diese Studie unterstreicht den Wert der genetischen Diversität für die Zucht. Die Ergebnisse der Studie wurden im renommierten Fachjournal Philosophical Transactions B der Royal Society veröffentlicht.

Abb.: IZW

IZW-Forscher um Alex Greenwood publizieren in PLOS ONE einen simplen Weg, um das Erbgut einer Lebensform aus dem Gemisch von Genomen mehrerer Organismen herauszuangeln.

Blutabnahme an einem frei lebenden Gepard auf namibischem Farmland für stabile Isotopenmessungen. Foto: G. Czirjak/IZW
Blutabnahme an einem frei lebenden Gepard auf namibischem Farmland für stabile Isotopenmessungen. Foto: G. Czirjak/IZW

Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) können nun Entwarnung geben: In einer aktuellen Studie haben sie herausgefunden, dass auf der Speisekarte der Geparde in erster Linie Wildtiere stehen. Der Gepard ist eine gefährdete Tierart, der in großen Populationen nur noch auf kommerziellem Farmland in Namibia vorkommt. Die Farmer dort sehen in ihm eine mögliche Bedrohung für ihr Weidevieh.

Dr. Martin Schulze bei der computerunterstützten Motilitätsanalyse von Eberspermien. Foto: IFN Schönow e.V.
Dr. Martin Schulze bei der computerunterstützten Motilitätsanalyse von Eberspermien. Foto: IFN Schönow e.V.

Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, die Verwendung von Antibiotika in der Schweinezucht durch den Einsatz von antimikrobiellen Peptiden zu reduzieren. Die Ergebnisse der Studie wurden im Online-Fachjournal PLOS ONE veröffentlicht.